Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Greenbulli
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Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#1 Beitrag von Greenbulli » So 22 Nov 2015 12:27

Hallo,
Ich bin momentan dabei einen LT 4x4 Bj94 Doka zu sanieren und anschließend soll hinten eine Wohnkabine drauf.
(bei Gelegenheit reiche ich eine Vorstellung meinerseits und des kompletten Projektes noch nach :) )

Nun ist die Wohnkabine zwar noch nicht ganz aktuell solange das Fahrzeug nicht fertig ist aber dennoch beschäftigen mich die Fragen dazu bereits einige Zeit.

Die Kabine soll in Eigenregie hergestellt werden. Entweder aus VA L-profilen oder aus Alu Hohlprofilen (80x50 z
B).
An den Aluprofilen würde ich Bleche anschweißen damit ich anschließend bündig mit vorderkante Profil sandwichplatten ankleben kann. Die Sandwichplatten würde ich wohl in Verbindung mit styrodur selbst herstellen.. Große halle mit allerlei Möglichkeiten sind vorhanden.
Sind meine Überlegungen i.O. Oder bekomme ich bei der Bauart Probleme welche ich jetzt noch nicht auf dem Schirm habe?
Nun hat der LT mit Doka ja ein riesiges Fahrerhaus wo sich darüber ein Alkoven absolut anbietet und auch bei Reisen mit Kind unverzichtbar ist (bei so einem ansonsten eher kleinen LT).
Frage wäre nun auch noch die Lagerung des ganzen.
Fest verschrauben oder 3Punkt oder was sollte man da machen?
Auf jeden Fall kommt der viel zu massive Pritschen-Hilfsrahmen runter und wird durch eine leichtere eigenkonstruktion ersetzt. Hier wäre nun die Frage...
Eine Idee wäre in der Mitte eine Achse wo der Rahmen der Kabine befestigt ist und an den Seiten jeweils Federn (ich hab von der schwingungsentkopplung eines großen ventilators noch welche rum liegen).
Aber da wieder die Frage wegen dem Alkoven... Extra am Fahrerhaus noch eine Auflage bauen?
Bei fest verschrauben hätte man natürlich solche Probleme nicht... Aber ob das gut ist?

Vielleicht hat ja der ein oder andere Tipps und vor allem Praxiserfahrung? Mir fehlt diese leider komplett ;)

Danke und viele grüße,
Flo
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nunmachmal
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#2 Beitrag von nunmachmal » So 22 Nov 2015 12:49

Hallo Flo, willkommen im Forum.

Zur Lagerung der Kabine gibt es verschiedene Verfechter unterschiedlicher Meinungen!
Beim Bau aus Profilen bitte beachten das der TÜV an den Außenkanten mindesten Radius 2,5mm verlangt.
Viele angebotene Profile sind scharfkantig!

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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wiru
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#3 Beitrag von wiru » So 22 Nov 2015 12:55

Und die legendären Kältebrücken (Metallprofile!) nicht vergessen!

Gruß, Willi
unser Womo: Sprinter 4x4 mit Ormocar-Kabine
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nunmachmal
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#4 Beitrag von nunmachmal » So 22 Nov 2015 13:28

wiru hat geschrieben:Und die legendären Kältebrücken (Metallprofile!) nicht vergessen!

Gruß, Willi
Da brauchst du nicht dran zu denken, die kommen automatisch. :D
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#5 Beitrag von world_is_waiting » So 22 Nov 2015 13:41

Kurz und bündig.

1. Das für und wider eines Aufbaus auf Lt 4x4 im Lt-Forum durchgekaspert? Im klaren über anstehende Probleme? Ok.
2. Gewicht Gewicht Gewicht. Der Lt wurde als 3,5 tonner entwickelt. auch wenn es Versionen bis 5,5 Tonnen gibt - alles ist auf den Einsatz als leichtes NFZ ausgelegt. Als Doka bleiben da nicht viele Reserven. Unser wog am Ende reisefertig 4,2 to, war ein 45er. nicht gut.
3. der rahmen ist bocksteif, spar dir eine schwere dreipunktlagerung. siehe Punkt 2
4. Alkoven? Kommt auf den Reisezweck an. Der Lt ist als 4x4 nicht gerade übermotorisiert. Siehe Punkt 2.
5. mehr ernüchternde infos bei bedarf per mail ;-)

ThomasFF
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#6 Beitrag von ThomasFF » So 22 Nov 2015 14:12

...ist Dein Projekt auf jeden Fall. Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Die Basis ist nicht unproblematisch....hihi... es gibt Leute, die behaupten, der LT habe von Hause aus als Neufahrzeug nicht die richtigen Gene...aber das ist hier nicht das Thema, das übrigens durch die Restaurierung aus eigener Hand deutlich gemildert wird. Wenns aufwändig genug gemacht wurde, kennst Du jede Schraube an dem Ding mit Vornamen und hast einige konstruktive Schwachstellen beseitigt. Bei Reparaturen weißt Du, wo Du ansetzen musst und hast vielleicht auch den Zugang zu schwer zu erreichenden Stellen verbessert.

Über der Doka wäre ein Alkoven bis nach vorne sehr lang und würde freitragend eine solide und damit auch schwere Konstruktion erfordern. Abgestützt auf der Doka hättest Du das Problem, dass sich Kabine und Fahrerhaus gegeneinander verwinden können, im Gelände (siehe 4x4) sowieso, aber auch auf der Straße (hängende Bankette, Autobahn - Fahrbahnwechsel in Baustellen) gäbe es solche Beanspruchungen. Je nach auftretenden Kräften wären Risse die Folge......

Man könnte natürlich der Doka ein Hochdach verpassen und eine Kabine ohne Alkoven dahinter setzen. Da beide dann Stehhöhe hätten, wäre ein bequem zu begehender Durchgang mit zwei Türen dazwischen möglich. Bei der dann kleineren Kabine ohne Alkoven kannst Du auf bewährte Techniken ohne Metallverstärkung zurückgreifen..... also reines Sandwich oder Sandwich in Holzständerbauweise, entweder vom Kabinenbauer anfertigen lassen oder selber machen. Das spart Arbeit und vor allem Gewicht. Ob dann noch eine bewegliche Aufhängung nötig ist, hängt von der Verwindungssteifigkeit des hinteren Chassis ab, außerdem vom geplanten Einsatz. Gelände insbesondere "hardcore" verlangt anderes als reiner Asphalt als Reiseuntergrund..... Du hättest die Wahl zwischen Pendel oder Raute fürs Gelände und feste Verbindung oder Gummilagerung im Straßeneinsatz. Wobei die Info "Rahmen bocksteif" von w-i-w oben schon hilfreich ist...also keine bewegliche Lagerung erforderlich. Man müsste dann drüber nachdenken, ob man Kabine, Doka und Alkoven nicht zu einer festen Einheit zusammenschrauben kann, wobei das Doka-Dach als Alkovenboden dient und ein dauerhafter Türausschnitt (mit abfangendem Stahlprofil-Rahmen natürlich) die Verbindung zwischen vorn und hinten übernehmen kann.
Man kann auch das Dach und die Hinterwand der Doka ganz raustrennen und einen durchgehenden Raum z.B. mit nem Hubbett schaffen.....

Es wäre leichter, Dir zu helfen, wenn Du genauere Info über den geplanten Einsatz und die mitfahrenden Personen, also z.B. nur Paar oder mit Kids (wie alt?) und vielleicht auch nem Hund liefern würdest, denn solche Parameter haben Einfluss auf Aufteilung, Grundriss und Gewichtsanforderungen. Und wenn Du z.B. Fahrräder oder sogar ein Mopped/einen Roller mitnehmen willst, gibts weitere Einflüsse auf die Gestaltung....das Lastenheft verändert sich dann massiv. Wenns um den Grundriss geht, sind die Maße der Mitfahrer wichtig, denn ob man mit nem 1,80er Bett hinkommt oder einen Zweimetermann unterbringen muss, ist für den Plan entscheidend wie auch die Frage, ob Ihr auf ne gut nutzbare Dusche Wert legt oder ob Ihr ein Doppelbett oder Einzelbetten bevorzugt....usw....

Das hier ist - klar - kein Bauplanvorschlag, sondern nur nur ein Versuch, Dir denkbare Möglichkeiten aufzuzeigen, wobei offen ist, inwieweit Du sie verwenden willst oder kannst....
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#7 Beitrag von Greenbulli » So 22 Nov 2015 15:04

Danke für euer bereits gutes und konstruktives Feedback :-)

Also ein Hochdach wie beim ehem. TerraLT will ich auf keinen Fall... das beschränkt den Raum ungemein. Der Alkoven soll schon so breit wie die Wohnkabine (also mind. Fahrzeugbreite).
Wir selbst sind eher klein (unter 1,80) und momentan zu dritt (2 Erwachsene und 1 Kind(4) )unterwegs.
Ordentliche Dusche brauchen wir nicht, also muss da auch nicht viel Platz für Sanitär eingeplant werden. Wichtig ist lediglich ein Bett für ein geplantes 2. Kind vorzusehen ;)
Hinten soll Ersatzrad und evtl. Fahrradträger angebracht werden :)
nunmachmal hat geschrieben: Beim Bau aus Profilen bitte beachten das der TÜV an den Außenkanten mindesten Radius 2,5mm verlangt.
Danke für den Tipp... das hab ich bisher noch nicht gewusst. Ich wollte allerdings wenn dann eh Aluprofile mit abgerundeten Ecken nehmen. Sollte zu beschaffen sein, denn ich kenne so etwas z.B. auch vom Zeltbau (Festzelte).
wiru hat geschrieben:Und die legendären Kältebrücken (Metallprofile!) nicht vergessen!
Wird bedacht...Da ich aus dem Heizungs- und Klimabau bin hab ich was Kältebrücken etc. angeht einigermaßen Erfahrung ;) Die Profile will ich evntl. mit Schaum ausfüllen und innen kommen an die Innenecken angefaste Ecken so das die Profile mit Dämmung überdeckt sind. Je nach Stärke der Profile.
world_is_waiting hat geschrieben:1. Das für und wider eines Aufbaus auf Lt 4x4 im Lt-Forum durchgekaspert? Im klaren über anstehende Probleme? Ok.

Falls du auf Ersatzteile ansprichst? Bin ich informiert und stellt kein Problem dar ;)
Es soll nicht um die ganze Welt gehen... maximal Europa und ein Stück weiter (Türkei, Marokko). Sprich: Dort wo einen der ADAC im Notfall heim holen kann ;)
world_is_waiting hat geschrieben: 2. Gewicht Gewicht Gewicht. Der Lt wurde als 3,5 tonner entwickelt. auch wenn es Versionen bis 5,5 Tonnen gibt - alles ist auf den Einsatz als leichtes NFZ ausgelegt. Als Doka bleiben da nicht viele Reserven. Unser wog am Ende reisefertig 4,2 to, war ein 45er. nicht gut.
Mein Ziel ist mit konsequentem Leichtbau und Gewichtsreduzierung unterhalb der 3,5t zu bleiben. Was dann am Ende durch Wasservorrat und Zusatztank hinzu kommt ist unerheblich, da das im außereuropäischen Raum nicht so sehr interessiert. Allein durch das ersetzen des Pritschenrahmens durch einen Eigenbau dürfte bis zu 100 kg sparen.
world_is_waiting hat geschrieben: 3. der rahmen ist bocksteif, spar dir eine schwere dreipunktlagerung. siehe Punkt 2
Danke, werde ich machen :)
world_is_waiting hat geschrieben: 4. Alkoven? Kommt auf den Reisezweck an. Der Lt ist als 4x4 nicht gerade übermotorisiert. Siehe Punkt 2.
Wir sind ja nicht auf der Flucht :) Und der 2.4TD lässt sich schon noch etwas modifizieren... Ich hab da von meinem früheren T4 1.9TD ausreichend Erfahrung mit Wirbelkammer Dieselmotoren gesammelt :)
world_is_waiting hat geschrieben: 5. mehr ernüchternde infos bei bedarf per mail ;-)
Danke, vielleicht komme ich darauf zurück :)
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#8 Beitrag von world_is_waiting » So 22 Nov 2015 15:27

Wenn du 3,5 Tonnen schaffst, gebe ich einen aus. Halte ich für unmöglich in Anbetracht der geplanten Dinge, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Schlafplätze für 2+2 verlangt überschlagen nach 3 Meter Kabinenbasis, minimum. Damit hast du bei der Doka schon ordentlich Überhang. Siehe Das Foto oben (Explorer). Das Auto rechts ist ein LLT Doka mit 3m-Kabine. Und auch wenn das ding konsequent leicht und einfach gebaut war, klappt das auf einer Doka einfach nicht. Wenn du nach achtern nicht über den Rahmen hinausgehst, sieht das anders aus. Aber dann hast du 2,5 Meter Kabinenbodenlänge. Alkoven über dem Fahrerhaus ist eine Lösung, fahren auch ein paar mit rum. Hochdach her Fahrerhaus und quasi ein Kinderzimmer (Durchgang) ginge auch. Ein leichter Hilfsrahmen für die Boxengröße liegt in Stahl bei 80 Kilo, wenn du Alu kannst vielleicht 50.

Probleme meine ich nicht nur Ersatzteile. Welche Räder hast du vor zu fahren?

Wünsche viel Erfolg, ich würde das Auto kein zweites Mal wählen. Ich glaube auch kaum ein anderer, der damit nennenswert auf Reisen war.

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#9 Beitrag von Greenbulli » So 22 Nov 2015 19:36

world_is_waiting hat geschrieben:Wenn du 3,5 Tonnen schaffst, gebe ich einen aus.
Ich weiß das ist optimistisch... aber ich denke wenn man bei allen Sachen (Kabinen und anschließend Möbelbau, Anbauteile, ...) darauf achtet sollte das ein (knappes) realistisches Ziel sein.
world_is_waiting hat geschrieben: Halte ich für unmöglich in Anbetracht der geplanten Dinge, lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Schlafplätze für 2+2 verlangt überschlagen nach 3 Meter Kabinenbasis, minimum. Damit hast du bei der Doka schon ordentlich Überhang. Siehe Das Foto oben (Explorer). Das Auto rechts ist ein LLT Doka mit 3m-Kabine. Und auch wenn das ding konsequent leicht und einfach gebaut war, klappt das auf einer Doka einfach nicht.
Naja mit dem Riffelblech und der Kabinenhöhe sieht das Teil doch recht schwer aus ;)
Und die Kabine kann man so lang machen, muss man aber nicht. Momentan sind wir einen kleinen T4 (LR) zum Reisen gewohnt... alles eine Frage der Bedürfnisse. Wir wollen damit auch keine 2 Jahre am Stück unterwegs sein ;)
Der Überhang soll bei uns im Maximum evtl. auch so lang sein, allerdings will ich nach unten eine 45° Phase haben wie es auch bei vielen Offroad-LKW's der Fall ist.
world_is_waiting hat geschrieben: Probleme meine ich nicht nur Ersatzteile. Welche Räder hast du vor zu fahren?

Wünsche viel Erfolg, ich würde das Auto kein zweites Mal wählen. Ich glaube auch kaum ein anderer, der damit nennenswert auf Reisen war.
Was Räder angeht werde ich auf lange Sicht auf Mefro Felgen fahren. Was Reifengröße angeht mal sehen. Aber um Reifen im allgemeinen mache ich mir da auch keine Gedanken ...wir wollen ja nicht in Südamerika oder irgendwo im nirgendwo fahren. Und auch dann lassen sich Reifen meist reparieren. In Albanien haben wir trotz anstrengender und nervenaufreibender Bergetappen (OK beim T4 auch verständlich ;) ) nie einen Reifen wechseln müssen (Hankook Dynapro MT).

Viele Grüße,
Flo
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#10 Beitrag von world_is_waiting » So 22 Nov 2015 22:08

Nichts ist, wie es scheint, Flo. Ich kenne an dem Auto jede Schraube, und die Stoßstange auf die du abzielst, ist leichter als das original GfK-Teil, das du an deinem grünen Stück Rost hängen hast ;-)

die Sache ist folgende. Du wirst in dieses Projekt eine ganze Mänge Geld stecken, auch wenn ich so deine Pläne aus dem lt forum mitlese. Zudem ist der Zustand deines Autos nicht der allerbeste, und dann kommt noch fehlende Erfahrung beim Thema offroad reisefahrzeuge dazu, wenn ich das unterstellen darf.das, in Kombination mit knappem Budget (vermute ich mal, sonst landet man nicht bei solchen Fahrzeugen), ist es einfach dreifach schade, wenn man in einen Fehler Geld versenkt.

Wenn es ein lt 4x4 sein soll, dann bist du mit einem Kastenwagen besser beraten. Er wird den Platz bieten, den du brauchst, er wird einfacher aufzubauen sein, er wird weniger gewichtsprobleme haben, er wird besser fahren. Mit der Doppelkabine schleppst du eine enorme Menge an Volumen und Gewicht mit dir rum, die du nur zum Teil nutzen kannst. Anders gesagt: eine Sitzbank für drei Erwachsene: da haben zwei Kinder eine menge Platz...

Ich lese in deinen Ideen viele meiner auch umgesetzten Pläne. Nur, sie kosten Geld. Felgen, reifen, höherlegung, Kabine, motortuning u.s.w., von dem anstehenden Reparaturen des Fahrgestells gar nicht zu reden. Unterschätze nicht die Kohle die in solchen Details verschwindet. Der lt 4x4 ist ein irres Auto, aber nichts zum reisen. Auch nicht in Europa und angrenzenden Ländern, es sei denn du bist versiert und hast für alle eventualitäten den richtigen Draht zum Bodensee und dem Westerwald.

3,5 als knappes Ziel? Ich vermute stark, es ist der Führerschein? Und dann überladene gleich mit einkalkulieren, weil " außerhalb interessiert es keinen"? Dann frag mal die Kollegen aus Österreich, wie locker die sowas sehen. Zum Beispiel.
Die Versicherung findet es im unfallfall auch gut, bleibt sie auf dem Schaden nicht sitzen, sondern kann ihn auf dich abwälzen.

Lange rede kurzer Sinn. Ich kenne dein Konkreten Pläne nicht. Vielleicht schwebt euch eine 1,5 Meter hohe box mit 2,5/2 Meter Grundfläche vor, mit ein paar Matratzen drin und ner Kochstelle. Mein Angebot steht, ich kann dir gerne Einblick in meine bauunterlagen geben. Wenn du alle metallbaupläne über Bord wirfst und Geld für leichte Materialien in die Hand nimmst, dann halte ich ein reisefertig beladenes Fahrzeug mit vollen Tanks (150 l Wasser, 95 liter Diesel im großen originaltsank) um und bei 3,8 Tonnen für umsetzbar.

Martin

ThomasFF
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Zwischen Traum und Alptraum......

#11 Beitrag von ThomasFF » Mo 23 Nov 2015 03:05

... ist beim LT leider nur ein schmaler Spalt......

Wenn Du nicht alles richtig machst, wirst Du viel Geld verbrennen und nachher auf einer Ruine sitzen bleiben.... ich hab aus Höflichkeit in meinem ersten Post von "Genen" gesprochen, die dem LT mitgegeben wurden.... tatsächlich hab ich den mal als Neuwagen mal besichtigt und so einiges gesehen, was mir nicht gefallen hat mit dem Gedanken daran, was da passiert, wenn das Teil mal in das Verschleißalter kommt. Ich hab dann vorgezogen, mir einen 8 Jahre alten 609 D Kastenwagen zu kaufen mit 1250000 km und hatte das Gefühl, damit was besseres erstanden zu haben.

Ich hab da viel Sorgfalt reingesteckt, mehr eigentlich als Geld, und das hat sich ausgezahlt, das Auto hat 15 jahre problemlos durchgehalten, davon fast 10 Jahre bei einem selbstvermarktenden Winzer, der mit einem 2,4 t Hänger unterwegs war, ehe es in immer noch gutem Zustand von einem auffahrenden LKW geschrottet wurde.

Sei jetzt bitte nicht böse, wenn Dir hier aus dem Forum "gefühlt" eine Art Abneigung gegen Dein Vorhaben entgegenschlägt, aber wenn Du länger hier mitliest, wirst Du merken, dass bei all solchen Dingen eher eine gesunde Besorgnis, dass einem Forumsmitglied was schlimmes widerfährt, die Triebfeder ist. Dennoch, es wird auch der ernst genommen, der was nicht so tolles fabrizieren will, denn über allem steht der Respekt vor den persönlichen Entscheidungen, die ein Fahrzeug-(Aus-) bauer trifft und gegen den Rat einiger umsetzt. Es besteht immerhin die Möglichkeit, dass es dem aufgrund entweder seiner Sturheit oder seinem Erfindungsgeist und seiner Improvisationskunst gelingt, was brauchbares auch unter schweren Voraussetzungen draus zu machen.

Und Du hast solch schwierige Voraussetzungen, denn dein Ausgangsauto ist ein ungeeigneter Schrotthaufen...ums mal unhöflich, aber nach meinem unvollständigem Wissen zutreffend, zwar ganz platt, aber wahrheitsgemäß zu formulieren. world_is_waiting, der offenbar vieles mit dem Auto aus eigener Erfahrung kennt, ist meiner Meinung ein Fachmann, auf den Du hören solltest.

Wenn Du trotz der Argumentation hier im Forum Dein Ding durchziehen willst, wünsch ich Dir die Fähigkeiten, die Ideen und das Glück, was auch dazu gehört, um Deine Träume einigermaßen erfolgreich zu realisieren. Zeit, der Platz, das richtige Werkzeug und die unendliche Geduld der Familie brauchst Du ebenfalls.....
das mit dem Geld wirst Du selbst wissen.... :wink: :roll: :mrgreen:
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#12 Beitrag von Greenbulli » Mo 23 Nov 2015 07:16

world_is_waiting hat geschrieben:Nichts ist, wie es scheint, Flo. Ich kenne an dem Auto jede Schraube, und die Stoßstange auf die du abzielst, ist leichter als das original GfK-Teil, das du an deinem grünen Stück Rost hängen hast ;-)
Ich ziele eigentlich auf keine Stoßstange ab... und an meinem ist auch momentan keine montiert ;) Verwechselst du da was?
world_is_waiting hat geschrieben: Wenn es ein lt 4x4 sein soll, dann bist du mit einem Kastenwagen besser beraten. Er wird den Platz bieten, den du brauchst, er wird einfacher aufzubauen sein, er wird weniger gewichtsprobleme haben, er wird besser fahren. Mit der Doppelkabine schleppst du eine enorme Menge an Volumen und Gewicht mit dir rum, die du nur zum Teil nutzen kannst. Anders gesagt: eine Sitzbank für drei Erwachsene: da haben zwei Kinder eine menge Platz...
Auch wenn ich Gefahr laufe, als der typisch "unbelehrbare" zu klingen ...bei der Doka kann ich falls die Basis am Ende doch sch***e ist die Kabine notfalls einfach runter nehmen und auf ein besseres, vllt. auch neueres Fahrgestell drauf setzen... beim Kastenwagen müsste ich alles raus reißen und am Ende die hälfte weg schmeißen weil es nicht mehr passt.
world_is_waiting hat geschrieben: Ich lese in deinen Ideen viele meiner auch umgesetzten Pläne. Nur, sie kosten Geld. Felgen, reifen, höherlegung, Kabine, motortuning u.s.w., von dem anstehenden Reparaturen des Fahrgestells gar nicht zu reden. Unterschätze nicht die Kohle die in solchen Details verschwindet.
Naja sind paar tausender... aber da ich alles selbst machen kann (geht beim Sand strahlen los, Karosserie, lacken, schrauben sowieso, usw. ) sind es eben maximal die Teile die zuschlagen. Im Notfall hole ich mir noch einen 2. 4x4 als Spender.

Es gibt aber auch Leute die mit dem 4x4 hundertausende km reisen ohne das sie jemals die Kardanwelle oder ein Differential in der Hand haben ...und Kreuzgelenke usw. werden bei meinem provilaktisch überholt. Klar ist dann am Ende eine Menge Geld drauf gegangen... aber was solls. Am Ende freut man sich was man hat (und das haben mir schon einige 4x4 Besitzer gesagt).
world_is_waiting hat geschrieben: Der lt 4x4 ist ein irres Auto, aber nichts zum reisen. Auch nicht in Europa und angrenzenden Ländern, es sei denn du bist versiert und hast für alle eventualitäten den richtigen Draht zum Bodensee und dem Westerwald.
Und sollte er nichts zum reisen sein stell ich ihn mir halt in meine Halle (Platz ist mehr als genug vorhanden) und warte bis er nen H bekommt und freu mich jeden Tag :) Klingt nach jugendlichem Leichtsinn, ich weiß ;)
world_is_waiting hat geschrieben: 3,5 als knappes Ziel? Ich vermute stark, es ist der Führerschein? Und dann überladene gleich mit einkalkulieren, weil " außerhalb interessiert es keinen"? Dann frag mal die Kollegen aus Österreich, wie locker die sowas sehen. Zum Beispiel.
Die Versicherung findet es im unfallfall auch gut, bleibt sie auf dem Schaden nicht sitzen, sondern kann ihn auf dich abwälzen.
Nun wirds aber schwarzmalerei ;) 1. gibs bei Versicherungen Regressgrenzen und 2. ist das Fahrzeug technisch in der Lage mehr zu laden. Ich war die letzten Jahre einige 10tausend km in Südosteuropa unterwegs und abgesehen das in Ösiland keiner einen deutschen Touristen kontrolliert hat, hat sich auch in Albanien niemand für das Gewicht interessiert (obwohl man beim T4 auch mit Ausbau und Reisegepäck (inkl. Werkzeug) leicht über die 2,8t kommen kann).
world_is_waiting hat geschrieben:Wenn du alle metallbaupläne über Bord wirfst und Geld für leichte Materialien in die Hand nimmst, dann halte ich ein reisefertig beladenes Fahrzeug mit vollen Tanks (150 l Wasser, 95 liter Diesel im großen originaltsank) um und bei 3,8 Tonnen für umsetzbar.
Also ich bin gestern beim durchforsten des Forums nach Gewichtsangaben für Doka Kabinen zwischen 400 und 600kg leer gestoßen.
Und Wasser kann man bei einer Kontrolle notfalls ablassen ;) Wobei ich auch keine 150l brauche. Damals unser Wohnwagen hatte gerade mal 50l... momentan haben wir im T4 20l an Bord. Kommt auf die Ansprüche und vllt. auch auf die Reiseziele an. Wobei ich in der Wüste vllt. eher nicht das abgestandene Wasser aus dem internen Tank trinken würde ;)
Na mal schauen.

Viele Grüße,
Flo
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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#13 Beitrag von mrmomba » Mo 23 Nov 2015 09:01

Wie wäre es mit einem MAN 8.136 leider selten als Doka, aber MAN Rahmen und LT Fahrerhaus. Abmessungen sind identisch zum LT, nur wesentlich höher! Geräuschkulisse ist aber angenehmer

Hast du denn den LT?
Wenn ja: ich denke es kommt ganz drauf an, was du dir da alles einbaust. Wenn ich überlege, wie groß die Tischer Kabinen auf nem T3 Pritsche waren: Gesamtlänge 4,5!!! Meter. Mit Alkove und Überhang, und das bei einem Fahrzeug was nur 2,6 T leer darf.
Gut da war nicht viel drin: 2WCs eine Küchen und Schrankzelle: zwei gegenüber liegende Sitzbänken 140cm klappbar zum Bett, eine KLEINE Alkove ausreichend als Bett.

Hast du Infos zur Nutzlast? Oder ein tatsächliches Leer Gewicht?

Willst dubim Harten Winter los? Oder Maximal Übergangszeit?

Eher Süd oder Nordeuropa? Freistehend oder Campingplatz gestrandete

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#14 Beitrag von Picco » Mo 23 Nov 2015 09:03

Hoi Flo und herzlich willkommen hier im Forum!

Heizungsmonteur? Hab ich (unter anderem) auch mal gelernt! :D
LT4x4_Flo hat geschrieben:Die Profile will ich evntl. mit Schaum ausfüllen und innen kommen an die Innenecken angefaste Ecken so das die Profile mit Dämmung überdeckt sind.
Schäum die Profile nicht aus, bringt von der Isolation her absolut nichts aber sorgt eventuell für Probleme mit Feuchtigkeit im Profil.

LT4x4_Flo hat geschrieben:Also ich bin gestern beim durchforsten des Forums nach Gewichtsangaben für Doka Kabinen zwischen 400 und 600kg leer gestoßen.
Vorsicht! Damit ist meist nicht die fertige Kabine ohne Gepäck sondern nur die Kabine ohne Möbel, eine sogenannte Leerkabine, gemeint!
Ausser Du meinst kleine Kabinen für PickUp's, aber sobald Stehhöhe gefordert ist sinds eher mehr als 600kg,
Die Kabine auf folgendem Bild hatte über 900kg!
Bild

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Re: Wohnkabine auf LT 4x4 Doka - Bauart? Lagerung?...

#15 Beitrag von Greenbulli » Mo 23 Nov 2015 09:20

mrmomba hat geschrieben: Hast du denn den LT?
Wenn ja: ich denke es kommt ganz drauf an, was du dir da alles einbaust. Wenn ich überlege, wie groß die Tischer Kabinen auf nem T3 Pritsche waren: Gesamtlänge 4,5!!! Meter. Mit Alkove und Überhang, und das bei einem Fahrzeug was nur 2,6 T leer darf.
Gut da war nicht viel drin: 2WCs eine Küchen und Schrankzelle: zwei gegenüber liegende Sitzbänken 140cm klappbar zum Bett, eine KLEINE Alkove ausreichend als Bett.

Hast du Infos zur Nutzlast? Oder ein tatsächliches Leer Gewicht?
Willst dubim Harten Winter los? Oder Maximal Übergangszeit?

Eher Süd oder Nordeuropa? Freistehend oder Campingplatz gestrandete
Der LT ist vorhanden...
Als Nutzgewicht stehen dann (wenn die Infos stimmen) ca. 1,2t zur Verfügung.
Wir sind eigentlich meist abseits der normalen Straßen unterwegs... momentan in Südeuropa, vllt. gehts irgendwann auch mal nach Nordeuropa, allerdings nie im Winter. Auch sonst ist der Sommer und Herbst unsere Reisezeit.
Du spielst auf Solar und die damit verbundenen Batterien an? Ja das wird so einiges vom Gewicht ausmachen.
Picco hat geschrieben: Heizungsmonteur? Hab ich (unter anderem) auch mal gelernt! :D
Naja inzwischen darf ich mich seit einem Jahr sogar Meister nennen :)
Wobei bei uns der Schwerpunkt in Richtung Klimaanlagen liegt ;) Heizung kommt aber im Tagesgeschäft auch noch vor ;)
LT4x4_Flo hat geschrieben:Die Profile will ich evntl. mit Schaum ausfüllen und innen kommen an die Innenecken angefaste Ecken so das die Profile mit Dämmung überdeckt sind.
Schäum die Profile nicht aus, bringt von der Isolation her absolut nichts aber sorgt eventuell für Probleme mit Feuchtigkeit im Profil.
[/quote]
Mhh vllt. Brunnenschaum? Weil ich find Hohlkörper immer doof... Resonanzraum und so. Natürlich soll sich während der Fahrt niemand in der Kabine aufhalten.
Picco hat geschrieben:
LT4x4_Flo hat geschrieben:Also ich bin gestern beim durchforsten des Forums nach Gewichtsangaben für Doka Kabinen zwischen 400 und 600kg leer gestoßen.
Vorsicht! Damit ist meist nicht die fertige Kabine ohne Gepäck sondern nur die Kabine ohne Möbel, eine sogenannte Leerkabine, gemeint!
Hab doch geschrieben "leer" ;)

Der LT sollte ohne Pritsche (und dem zugehörigen Hilfsrahmen) dann mal um die 2,3t wiegen... in die Papiere steht 2,9t (aber mit Pritsche, hydr.Kran und Planenaufbau). Allein die Pritsche ist schon hunderte Kilos schwer. Kran und Planenaufbau war beim Kauf schon nicht mehr vorhanden.
Ich bin momentan auf der Suche nach jemand mit mobiler LKW-Waage, dann weiß ich mehr.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Greenbulli am Mo 23 Nov 2015 09:26, insgesamt 1-mal geändert.
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