Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2251 Beitrag von Hartwig » Mi 02 Okt 2019 20:35

​wie schon angekündigt wird diesen Winter die komplette Bremsanlage überholt, so ein Firlefanz wie im letzten Irlandurlaub möchte ich nicht mehr haben. Die Bremssättel werde ich selbst überholen, da die Amis das scheinbar nicht können. Die originalen von vorn habe ich nun mal zerlegt und mir eine Halterung gebaut, damit man vernünftig arbeiten kann. Ich habe mir schon überlegt für Fahrten auf meinem privaten Grundstück Edelstahlkolben aus dem vollen zu drehen, irgendwie kann mich der originale Bakelitkram nicht überzeugen.



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Natürlich wird alles sandgestrahlt und lackiert. Die originalen Kunststoffkolben haben an der Anlagefläche zur Trägerplatte des Bremsklotzes ein dünnes Blech aufgepreßt.



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Viele haben mich ja belächelt warum ich denn 2 große Rohrzangen mit spazieren fahre. Fakt ist, daß ohne diese erst mal Ende der Reise gewesen wäre, da eine allein nicht gereicht hätte die Kolben zurück zu drücken.



Und wenn man zu fest mit der Zange drückt passiert das:



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= Urlaubsende oder man klemmt den entsprechenden Sattel ab. Natürlich würde ich nie mit nur 3 Bremssäteln fahren, klar...





Für die Bohrungen habe ich mir eine Verlängerung gebaut wo ich verschiedene Bürstenaufsätze montieren kann. Vorn haben die Kolben 60mm Durchmesser, hinten 48mm.



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Da ich für die Endmontage der lackierten Gehäuse später sowieso eine Halterung brauche, habe ich mir diese schon zu Anfang gemacht, damit man vernünftig arbeiten kann.



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Das hier habe ich mir angefertigt. Einerseits kann man damit fachgerecht die Kolben zurück drücken, andererseits die Kolben ungefährlich mit Druckluft auspressen, indem man die unter Druck stehenden Kolben langsam und gezielt herauskommen läßt.



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Montagetest: später müssen die Kolben ja mit der Staubmanschette verbaut werden. Mit der Aufspannhilfe geht das recht gut.



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Jeweils einer dieser Quadringe dichten den Kolben gegen das Gehäuse ab. Übrigens bewirken diese auch, daß sich der Kolben wenige 100stel/10tel mm zurück bewegt nach dem Loslassen der Bremse - sofern er gängig ist.

Das ist nicht die Aufgabe der Bleche die an den Bremsklötzen sitzen wie oft behauptet wird.



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Urs
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2252 Beitrag von Urs » Mi 02 Okt 2019 21:23

Hartwig hat geschrieben:
Mi 02 Okt 2019 20:35
​wie schon angekündigt wird diesen Winter die komplette Bremsanlage überholt, ​
Hat denn der Winter bei euch schon angefangen dass du schon voll dran bist? :wink:
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2253 Beitrag von Hartwig » Mi 02 Okt 2019 23:06

Das fällt noch unter Vorbereitung :P

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Urs
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2254 Beitrag von Urs » Mi 02 Okt 2019 23:43

:lol: :lol: :lol:
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2255 Beitrag von Hartwig » Sa 19 Okt 2019 19:33

​Vergangenes Wochenende war ich beim Badischen Allradtreffen sehr schräg nach links und vorne gestanden. Ich nivelliere mit der Hydraulik normalerweise die Fuhre aus, der Boden war aber zu weich und das Gefälle zu groß. Es hatte ein Gutes: ich habe schon mehrmals gedacht, der Teppichboden sei etwas feucht vorne an der Stelle vom Warmluftaustritt der Heizung, hatte das aufgrund der geringen Feuchtigkeit/Menge aber auf Kondenswasser geschoben.

Durch den schrägen Stand stellte sich aber nun "glücklicherweise" heraus, daß es doch eine undichte Wasserleitung ist. Die ganze Zeit sind die paar Tropfen unter dem Küchenblock verdunstet, nun aber ist das Wasser durch das schräge stehen nach vorne und links gelaufen, gut daß ichs nun endlich gefunden habe.

Erstmal Teppich raus und trocken gelegt



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da ganz von unter dem Warmluftaustritt war es ab und an leicht feucht auf dem Teppich



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Oben beim Leitungsverbinder der roten Leitung hinter dem Kühlschrank stand der Tropfen. Von da ist er abgetropft und diagonal durch die Kabine gelaufen unter den Möbeln hindurch. Sobald ich Zeit finde, werde ich diesen Reimoschrott aus der kompletten Kabine entfernen und einen weicheren Schlauch montieren. Das Problem dabei ist, daß der Schlauch recht hart ist, und mit der Zeit nachgibt, so daß die Schelle nicht mehr richtig klemmt. Klemmschellen, so wie man sie von Kühlmittelleitungen im Motor kennt, haben meiner Meinung nach eine zu geringen Klemmwirkung für diese harten Schläuche. Beim Austausch werde ich diese aber in Kombination mit einem weicheren Schlauch verwenden. Ich hoffe, daß ich dann Ruhe mit dem Wasser habe. das war nun schon die 4. (!) Undichtigkeit, wenn auch die kleinste.



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Die ausgetretene Wassermenge war zu gering für den Wassermelder, damit er Alarm gegeben hätte - ich habe 6 Stück davon in der Kabine verteilt, ohne diese hätte bei der ersten Leckage vor 2 Jahren die komplette Kabine unter Wasser gestanden.



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Demnächst gehts zum Saisonabschluß nach Holland ans Wasser ...

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2256 Beitrag von visual » Sa 19 Okt 2019 20:07

Wenn du die Schläuche rauswirfst nehm direkt Edelstahlverbinder.
Das Plastikgelump taugt auf Dauer nix.

Ich erkenne es nicht richtig, sind das rundziehende Schellen?

Gruß
Daniel

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2257 Beitrag von syt » So 20 Okt 2019 04:03

https://www.johnguest.com/de/

Moin ,oder auf ein Steck - und Klemmsystem wechseln . :wink:

Es grüsst,der syt
Zuletzt geändert von syt am So 20 Okt 2019 08:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2258 Beitrag von Picco » So 20 Okt 2019 07:57

Hoi Hartwig

Ich halte absolut nichts von Schlauchklemmen und hab bei meinem Hiace nach der ersten Undichtigkeit alle aus dem Auto verbannt.
Ersetzt hab ich sie durch einen zweifach um den Schlauch gewickelten Draht, den ich mit einem Ruck stramm gezogen und dessen Enden ich verzwirbelt habe.
War immer von Anfang an dicht und blieb es auch!
Habs schon mal in dieses Forum geschrieben und wurde darauf in Bodenheim betreffend einer undichten Druckluftleitung eines Mobils darauf angeprochen.
Wohl eher um aufzuzeigen dass 'mein' System nichts taugt, unterstell ich mal...zumal einige 'nette' Sprüche darüber gerissen wurden... 8)
Es war zwar nur ein sehr dicker Draht mit wenig Zugkraft (also eher ungeeignet) vorhanden, aber selbst mit dem hab ich den Schlauch auf Anhieb dicht bekommen.
Gut funktionierts mit 0,5-1,0mm-Draht aus Stahl.

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syt
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2259 Beitrag von syt » So 20 Okt 2019 08:53

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2260 Beitrag von diekorks » So 20 Okt 2019 11:51

Hallo Hartwig,

würdest du mal bitte was zu deinem Wasserdetector System schreiben, oder das System verlinken.
So was möchte ich auch noch haben.

Schlauchverbinder hab ich auch nur in Edelstahl verbaut, kann ich sehr empfehlen, Preise gehen extrem je nach Anbieter auseinander,
die günstigsten Stoßverbinder gab's beim Schankanllagenbau, die T Verbinder bei Gastro.
Hab den sehr weichen und flexiblen Lilie Schlauch verwendet und mit Loctite 5331 verbaut.
Bei der Montage lässt sich selbst nach dem sehr festen anziehen der Schlauchschelle der Schlauch noch etwas drehen, wenn Loctite "fest", Schlauch fest und alles Dicht. Lässt sich auch sauber demontieren und wieder neu montieren.


Gruß Ralf

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2261 Beitrag von Hartwig » So 20 Okt 2019 13:09

@Ralf:
Habe ich 6Stck. davon an neuralgischen Stellen in der Kabine auf den Boden gelegt.

https://www.amazon.de/mumbi-WM100-Wasse ... 215&sr=8-3

Habe ich auch im Haus in Verwendung

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2262 Beitrag von holger4x4 » So 20 Okt 2019 13:14

Ich gebe zu bedenken, das was die sehr weichen Schläuche weich macht, sind Weichmacher. Die Frage ist nun, wieviel davon in welcher Zeit in das Wassersystem übergeht. Daten dazu gibts vermutlich keine. :roll: Aus der Sicht sind Schläuche mit weniger Weichmacher besser. Man kann die mit dem Fön erwärmen, dann lassen die sich leichter verarbeiten. Aber ich weiß, ich hab damals beim Ausbau auch manchmal geflucht über das steife Zeugs.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2263 Beitrag von Hartwig » So 20 Okt 2019 13:31

Das ist klar Holger. Es ändert sich aber leider nichts an der Tatsache, daß sich die Schellen lösen im Laufe der Zeit.
Ich könnte auch Armaturen verpressen wie bei Hydraulikschläuchen. Aber an den Wasserhähnen müßte ich mir dann alle Anschlüsse selber bauen.

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Gode_RE
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Dichte Wasserleitungen durch rote und blaue KTW-Schläuche

#2264 Beitrag von Gode_RE » So 20 Okt 2019 18:56

Ich habe in meinen Ausbauten auch überall diese roten und blauen Schläuche von Reimo verlegt, und bin damit recht zufrieden. Die Innenseele ist trinkwasserhygienisch, hat ne DVGW- und KTW-Prüfzertifizierung. Und die Schläuche sind extrem robust, knicken selbst bei kleinen Radien nicht ein und halten auch Erwärmung stand.

Das einzige ist, was mir aber bekannt war, dass sie die erste Zeit mehrfach "nachgeben". Also muss man sie mehrmals nachziehen. Irgendwann ist aber Ruhe. Und dass es 10mm-Schläuche sind, nicht 12mm. Also braucht man dazu spezielle Tüllen und Fittinge. Im Messing- und Edelstahlbereich habe ich das nirgend gefunden. Es gibt aber 9mm - nur kriegt man darauf die 10mm-Schläuche nicht dicht.

Also mache ich das schon seit Jahren so, dass ich aus dem Druckluftbereich die 9mm-Fittinge nehme und darauf Schrumpfschlauch mit Innenkleber schrumpe. Danach haben sie 11mm, so dass ich (mit Kraft) die 10mm-Schläuche draufschieben kann. Dann sind die schon mal ziemlich dicht. Dann setze ich grundsätzlich zwei (!) Schlauchschellen drauf, und zwar diese "Bolzenschellen". Danach ist es restlos dicht.

Zur Sicherheit führe ich alle Wasserleitungen durch HT-Rohre (DN30), was auch noch mal in sich dicht ist. An den Verteilerstellen setze ich dann wasserdichte Kunststoffkästen, die einen dünnen Schlauchablauf unter den Wagenboden haben. Sollte also mal irgendwo was undicht werden, läuft es im HT-Rohr bis zum Verteilerkasten und dann dort raus aus dem Wagen. Das ist im Betrag dann so wenig und mir auch egal, so dass ich das Thema "Schlauchundichtigkeit" ganz komplett aus dem Kopf habe.

Gegenüber ner starren Wasserwegeverteilung hat mein Lösungsansatz den Vorteil, dass Vibrationen und thermische Ausdehnungen keine Auswirkungen haben. Und ich lasse durch das HT-Schutzrohr noch Warmluft strömen, als Polarfestigkeit.

LG Gode

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2265 Beitrag von visual » So 20 Okt 2019 19:12

10mm in Edelstahl gibt's hier:
https://www.pumpen-peters.de/categories ... verbinder/

Die habe ich hier, sehen gut aus, verbaut sind sie aber noch nicht.


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