Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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syt
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2041 Beitrag von syt » Di 26 Mär 2019 07:23

Bohh,wo kommt dieses zeuch her,ist ja ekelhaft :oops:

Jetzt kannst du alle paar Monate dein Kühlmittel durch spühlen,bis es mal raus ist ?

Aber auch gut,das du es erkannt hast,denn ohne Reinigung bekommt dein Motor wirklich ein Hitzeschaden ! :wink:

Ohne deinem Filter ,hättest du dieses schleimige Mittel gar nicht erkannt ? ,denn das Kühlmittel auf dem ersten Bild sieht doch oberflächig noch gut aus. Dieser Filter kann aber auch stark den Durchfluss stören,wenn er sich so zu setzt ? Besser öfter wechseln ,oder ?

Oder werden durch den Filter ,Bestandteile aus dem Kühlmittel gefiltert,die gegen Rost eingesetzt sind ? Bleibt denn auch etwas zurück,wenn du neues Kühlmittel durch einen fein Filter gießt ?

Es grüsst,der syt

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2042 Beitrag von Hartwig » Di 26 Mär 2019 12:50

Hallo Syt,
ich werde zum Filter noch extra berichten. Auf alle Fälle werde ich ihn alle 1000KM kontrollieren. Es ist ein Vollstromfilter mit Magnet.

Bild

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Problem sind die "Brösel" im System. Diese bleiben an den kleinen Kanälen am Ölkühler hängen, an den nun noch kleineren Kanälen setzt sich der Schlonz ab > Der Ölkühler wird zum Filter und verstopft das Kühlsystem.
Eine weitere Überlegung ist schon, wie ich den Durchfluß an dem Vollstrom-Kühlmittelfilter prüfen kann.

visual
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2043 Beitrag von visual » Di 26 Mär 2019 23:55

Die Durchflussmenge könnte man ja auf mehrere Wege digital erfassen.
Ultraschall z.b.

Oder den Druck vor hinter dem Filter messen.

Hast du nicht noch ein paar Messeingänge übrig?


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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2044 Beitrag von Hartwig » Mi 27 Mär 2019 06:28

Im Display ist alles belegt :oops:
Habe mir schon überlegt ein Schauglas in den Filtertopf zu bauen. :roll:
Wie groß ist so ein Durchflußmesser?

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2045 Beitrag von visual » Mi 27 Mär 2019 10:26

je nach Bauart sind die nicht groß

https://www.ehlersgmbh.com/produkt/mess ... eraet-169/

oder halt klassisch sowas:
https://www.ehlersgmbh.com/produkte/mes ... urchfluss/

sind jetzt nur beispiele, mit Ehlers hab ich noch nicht gearbeitet und etwas andere "Größenordnung" bei uns gehts da eher um Mikro/Milli Liter

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2046 Beitrag von mrmomba » Mi 27 Mär 2019 15:02

Urs hat geschrieben:
Fr 15 Mär 2019 01:19

Musste vor gut einem Jahr die Bremssättel hinten tauschen, hab dabei auch die Bremsflüssigkeit getauscht, hatte aber schon etwas mühe hier um die Ecke DOT 3 zu bekommen. So von wegen "haben wir nicht" "setzen wir seit Jahren nicht mehr ein" bis hin zu "da könne ich problemlos DOT 4 oder 5.1 reinkippen" bis hin zu "Ja kein DOT 3 und 4 mischen" hab ich, z.T. von vermeintlichen Fachleuten, ziemlich alles gehört. Hab mir dann online DOT 3 besorgt und so lange ich es bekomme werde ich auch bei DOT 3 bleiben, ist halt blöd dass man den Vorrat für die nächsten 20 Jahre nicht im Keller bunkern kann ;)
Habe noch mal etwas geschaut.
DOT3, DOT4 und DOT5.1 sind untereinander Kompatibel.
DOT5! darf nicht verwendet werden!!!!

Die Glykol-Flüssigkeiten können untereinander vermengt werden, jedoch ändern sich die Siedepunkte.
Klar wenn ich 3 mit 5.1 Mische wird es defintiv besser...
Einmal komplett Leerziehen und auf 5.1 kostet meist auch nicht die Welt - Arbeitslohn ist vermutlich das Teuerste.
5L Kosten ca 80€....
Ich denke, dass die meisten Fahrzeuge unter 1L haben werden... ca 30€

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2047 Beitrag von Hartwig » Mi 27 Mär 2019 15:11

Ich rate dringend ab zu mischen. Ich habe schon etliche Bremsanlagen neu gemacht weil gemischt wurde. Was theoretisch möglich ist, und sich praktisch verträgt ist nicht immer gleich.
Wird gewechselt, müssen alle Gummileitungen/-teile ersetzt werden und die Metall-Bremsleitungen gründlichst maschinell gespült werden.
Ich mach das nun seit über 30 Jahren und habe da schon so manches beschraubt.

DOT5 ist das beste was es gibt für ältere Fz die dafür vorgesehen sind, u.a. ohne ABS.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2048 Beitrag von mrmomba » Mi 27 Mär 2019 20:06

Du schreibst jetzt aber von DOT5 - oder?
Ich von DOT5.1

natürlich wirst du in etwa 2.000.000 Stunden mehr praktische Ahnung haben als ich - ich habe mich auf die Angaben der Hersteller verlassen.

DOT5 ist Silikonbasis
DOT5.1 Glykolbasis, wie die DOT4 und DOT3 Flüssigkeiten.

Reden wir aneinander vorbei?

Oder gibst du dennoch die Warnung aus und hast ergänzend erwähnt, dass du DOT5 immer
DOT3, DOT4 und DOT5.1 vorziehen würdest?

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2049 Beitrag von Hartwig » Mi 27 Mär 2019 21:07

DOT5(Silikon) ist das beste weil man es immer und ewig drin lassen kann. Die modernen Fz haben alle ABS, von daher fällt DOT5 sowieso weg. Ich rede nicht von 5.1! :wink:
DOT5 darf nicht in eine Anlage die für DOT3,4,5.1. usw. vorgegeben ist.

Letzte Woche hier gehabt, einmal alles neu. :shock:
Eine DOT5-Anlage die mit DOT5.1 nachgefüllt wurde. Im vorderen Behälterteil sind man deutlich die Unverträglichkeit.
Der Besitzer hat sich auch auf angelesenes Wissen verlassen.
Mein Mitleid hält sich in Sachen Bremsen/sicherheitsrelevante Bauteile da sehr in Grenzen.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2050 Beitrag von mrmomba » Mi 27 Mär 2019 21:20

OK, dann reden wir dich vom selben - oder nicht?
Die Mischung habe ich ausdrücklich verboten. Also 5 und 5.1

Hattest du auch schon Probleme bei dot5.1 in dot4.
Bei einem kompletten Austausch?


------
Da ich überhaupt keine praktische Erfahrung habe und mir wissen immer anlesen muss, hinterfrage ich auch öfters Mal was - lese z.B. Datenblätter usw.
https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/motu ... 1492017278

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2051 Beitrag von Hartwig » Mi 27 Mär 2019 21:51

Ja wir reden vom selben. :D
Ich mische keine Bremsflüssigkeiten. Es kann jeder machen wie er möchte, jeder ist seines Glückes Schmied :P .
Die Flüssigkeiten sind völlig ok. I.d.R. werden sie nur nicht regelmäßig ersetzt, daher kommen die Probleme.

heute habe ich u.a. die Innenkotflügel ausgebaut. Doof an der Konstruktion ist, daß die Kabelbäume, Steckerplätze usw. mit diesen Pilzdübeln darin befestigt sind. Daher ist es ein elendes Gefummel die Dübel aus ausgehärtetem Kunststoff aus den Löchern zu bekommen. Man kommt weder mit einer Zange noch mit dem Heber da rein.
Erschwerend kam hinzu, daß die ganzen Kabelbäume bei der Motorreparatur beim Vorbesitzer einfach reingefuscht wurden. Ich habe ein paar Stellen gefunden wo ich handeln muß. Mal scheuert ein Kabelbaum am oberen Federhalter der Vorderachsschraubenfeder, mal liegt ein Kabelbaum an einer scharfen kannte an und scheuert brav vor sich hin, lauter unschöne Sachen habe ich entdeckt.

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Das hier ist das großhirn des Autos, das PCM (PowerControlModul), also das Hauptsteuergerät. Dahin führen 3 Kabelbäume mit etwa 2cm Durchmesser. Einer davon hat schön am Alugehäuse geschrabbert, ich bin froh daß ich nun alles soweit zerlege daß ich diesen Pfusch bemerke.

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schlecht fotografiert, aber man sieht grob die Stelle an der die Isolierung zur Hälfte durchgescheuert ist.

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Ich denke zum zerlegen und prüfen der Teile brauche ich noch bis Samstag, für die Motoroptimierung brauche ich etwa kommende Woche, ich hoffe daß ich keine weiteren Teile aus USA bestellen muß.

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Ich verfolge Deinen Trööt aufmerksam.....

#2052 Beitrag von ThomasFF » Do 28 Mär 2019 12:33

... und meistens voller Mitgefühl und in völliger Hochachtung vor Deinem Wissen, Deiner Ausdauer, Deinen Ideen zu Lösungen und deinem handweklichen und ingenieusen Geschick.....

Aber eins weiß ich jetzt:
Ein amerikanischer Ford aus der F - Serie kommt mir nicht ins Haus.......ok, wenn mir einer einen Hennessey Velocyraptor mit 800 PS schenken würde, könnte ich schwach werden...hihi...aber sonst....

Ich hatte einen schönen Sprinter Pritsche Automatk mit 40.000 auf der Uhr an der Hand, Klima drin, sollte 16.500 kosten. Ich wünschte, den hätt ich gekauft und mir ne Holzkiste unter ne Plane draufgesetzt, aber meine Frau hat sich bösartig dagegen gesperrt.....sie wollte nicht in einer Handwerkerkiste rumfahren....und ich hatte einen schwachen Moment und hab nachgegeben statt wie sonst das mit einem lakonischen "da musste eben zu Hause bleiben" abzutun...hihi....
Mit dem kleinen viel zu teuren alten Hymer bin ich nicht zufrieden... hab ihn jetzt ein halbes Jahr und bin noch nie mit dem unterwegs gewesen , nur zur Werkstatt....neue Reifen, Stoßdämpfer... und den Tempomaten kann wegen fehlender und selbst im Werk nicht mehr verfügbarer Ersatzteile keiner reparieren. Und ein Schalter ist das auch noch....ekelhaft....
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2053 Beitrag von Hartwig » Do 28 Mär 2019 14:13

Das Auto kann nichts dafür. Es sind Folgen jahrelanger Falschwartung/Mangelwartung. Der F ist mittlerweile ja auch 13 Jahre, das muß man auch berücksichtigen. Der 6.0 bedarf einiger Optimierung, das ist richtig und wichtig.
Kostenmäßig ist er mindestens so anspruchsvoll wie ein großer LKW, das muß man wissen.
Aber: ich finde Dumbo (so heißt er familienintern) immer noch steil, ich freu mich jedesmal wenn ich das Garagentor öffne. Mit einer Standardweißware würde ich nie "warm" werden.
Und die Fahrten damit machen die Anstrengungen wieder wett :wink:

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2054 Beitrag von Gode_RE » Do 28 Mär 2019 14:14

Hallo Hartwig,

nicht ganz so schlimm, aber teils ziemlich ähnlich sieht es im Motorraum von unserem Iveco Daily aus, den jetzt mein Sohn fährt. Auch an vielen Stellen rostige Schrauben und überall Kabel, wo die Schutzrohre und Klebebänder sich geöffnet haben und man weißlich korrodierte Kontakthülsen erahnen kann.

Wie gehst Du da vor? Oder auch als Frage an die sonstigen Restaurationserfahrenen hier im Forum? Wie ist die Vorgehensweise, wenn man einen alten, verdreckten, überall leicht angerosteten und immer wieder mal irgendwo Massekontaktproblematischen Motorrraum reinigen und wieder auf einigermaßen Korrisionsschutz bringen will?

Es funktioniert alles, daher bin ich ein wenig vorsichtig. Und wer anderes schrieb letztens noch, dass die 3 l HPT-Iveco-Motoren auch recht zuverlässig seien, nur die Elektrik sei hochdynamisch. Also, was machen erfahrene Fachleute, wenn sie vor so´nem Motorraum stehen? Was Laien wie ich machen, weiß ich:

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Nette Grüße
Gode

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2055 Beitrag von Hartwig » Do 28 Mär 2019 19:43

Kontakte säubern, ist ne echte Sträflingsarbeit. Man kann die Kabelbäume auch ersetzen, wenn man aber die Ersatzteilpreise betrachtet, ist die Arbeit schnell nicht ganz so schlimm :oops:
Ansonsten zum konservieren: Stecker auseinander, Batteriepolfett rein und wieder zusammenstecken.
Manchmal habe ich bei Offroadfahrzeugen die richtig versenkt werden auch eigenartige Elektrikgimmicks . Oft ist da die Steckdose der AHK das Problem. Neue Dose dran und hinten wo die Kabelanschlüsse sind voll füllen mit Polfett.

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