Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Picco
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1906 Beitrag von Picco » Mi 31 Okt 2018 10:50

Hoi Hartwig
Hartwig hat geschrieben:
Mi 31 Okt 2018 08:54
Ich weiß nicht warum, aber eine augenscheinlich ebene BAB wird zur Wackelpiste. Man sitzt im Auto wie ein Wackeldackel. Ob es an dem sehr langen Radstand , oder was auch immer liegt, weiß ich noch nicht. Das Problem tritt nur auf bei Betonplatten die augenscheinlich aneinandergesetzt sind. Bei Asphalt der am Stück gegossen ist, schaukelt nichts.
Das erinnert mich an eine Fahrt über eine lange Brücke bei Pisa mit einem Honda Prelude der ein Fahrwerk das für Rundstreckenrennen abgestimmt war hatte.
Bei 140km/h ergaben die kleinen Unebenheiten der Brückenplatten zusammen mit dem Radstand eine sich aufschaukelnde extreme Auf- und Ab-Bewegung des Autos...es hat uns nur dank der Gurte nicht aus den Sitzen geschleudert!
Bei 130km/h wars kein Problem...
Ich führe das auf das Fahrwerkspezifische Nachfedern in Zusammenhang mit dem Verhältniss Geschwindigkeit/Radstand/Länge der Brückenplatten zurück.
Also dass das Auto genau da wo der nächste vertikale Schub von der Strasse kommt gleichzeitig ausfedert. Oder zumindest eine Achse davon...
Wenns das ist dann bringen Fahrwerkänderungen nur bei genau diesen Bedingungen was, aber bei anderen Bedingungen können sich dann solche Zustände ergeben wenn sie sich jetzt nicht ergeben würden.
Wenns also wieder passiert versuchs mal mit Geschwindigkeitsänderung.

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willy
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1907 Beitrag von willy » Mi 31 Okt 2018 12:38

Hoi

Das nicken kenne ich von Fahrten mit dem Hänger, bei bestimmten Geschwindigkeiten schaukelt sich der ganze Zug auf. Nicht seitwärts, sondern wie bei einem Schaukelpferd.
Speziell bei alten Strassen mit Betonplatten.
Da hilft nur die Geschwindigkeit zu verändern.
Grüsse Willy
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in dubio prosecco ;)

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1908 Beitrag von Hartwig » Mi 31 Okt 2018 22:03

Es ist bei 85-100kmh am schlimmsten. Über 120 isses besser :lol:
Am besten fährts sich mit Max. 70kmh. Aber da singen die LkwFahrer Lobeshymnen auf mich :oops:

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Urs
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1909 Beitrag von Urs » Do 01 Nov 2018 00:53

Das gegeneinander Aufschaukeln von Fahrerhaus und Aufbau hatte ich am Anfang als es noch nicht ausgebaut war auch, und zwar recht extrem. Besonders ausgeprägt kam das auf der A5, kurz nach Basel (richtung Bodenheim ;) ) zum vorschein. Bei mir war es zwischen 60 und 70km/h, darüber und darunter war wieder alles gut. Inzwischen ist das Phänomen bei mir aber extrem selten geworden.

Was mir geholfen hat:
-Mehr Gewicht durch den Ausbau (hat die Problemgeschwindigkeit nach oben gedrückt und es wurde etwas weniger)
-Vorspannung der Federn für die Anbindung Rahmen-Zwischenrahmen leicht erhöht
-Neue Stossdämpfer

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Albatross
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1910 Beitrag von Albatross » Do 01 Nov 2018 07:22

Physikalisch gesehen ein Resonanzproblem. Gewicht, Geschwindigkeit und Frequenz der Fugen sind die Variablen die auf Dämpfer und Federn einwirken. Ich würde es mit anderen Dämpfern probieren , und wenn einstellbare möglich sind dann würde ich diese nehmen.
Gruß Albatross
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1911 Beitrag von G36AMG » Do 01 Nov 2018 09:38

Hallo,

das Problem tritt ja offensichtlich erst nach dem Füllen deiner Stoßdämpfer auf - oder ?
Dann hättest du doch das Problem schon gefunden.
Evtl. sind die Dämpfer nun zu hart - zu hoher Druck durch die Stickstoffüllung.

Bei Fahrzeugen, die wir früher mit Sportfahrwerken ausgerüstet hatten und dort recht straffe Dämpfer verbaut waren, hatten wir auf unseren alten Plattenautobahnen auch das Problem, das die Karten ziemlich huppelig waren.

Evtl. solltest du die Dämpfer wieder weicher machen, indem du eben den Druck senkst - wie hoch war der vorher ?


Gruß
Dirk

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1912 Beitrag von Hartwig » Do 01 Nov 2018 17:55

Die Dämpfer sind nun nach Herstellerangabe mit 14bar gefüllt. Auf dem weiteren Weg ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Es war nur in Ostdeutschland. Was machen die Straßenbauer da anders?? Morgen fahre ich noch 100km bis nach Hause, bin gespannt 8)

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1913 Beitrag von syt » Do 01 Nov 2018 19:23

Du brauchst,ein Luftfahrwerk ,das du beim Fahren anpassen kannst .Oder einfach nicht in den Osten fahren :D

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1914 Beitrag von Balu » Do 01 Nov 2018 19:29

Ich denke, die Autobahnbauer in Ostdeutschland machen grundsätzlich nichts anders.
Da werden von Autobahn zu Autobahn geringe Längenunterschiede bei den Platten sein. Bei der einen Länge erwischt du bei einer bestimmten Geschwindigkeit die Resonanzgschwingung, bei der anderen nicht.
Meine "Lieblingsautobahn" ist die A7. Da gibt es Streckenabschnitte, wo ich denke, mir zerreisst es das Armaturenbrett. Die Geschwindigkeit ein wenig erhöht oder erniedrigt, und ich bin aus dem Resonanzbereich raus. - Auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht Trucker's Liebling bin...
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1915 Beitrag von Hartwig » Do 01 Nov 2018 20:30

Leider kommt es im Video nicht so raus. Die Dämpfer dämpfen zu schlecht, hier bei 40KMH (!). Schnelleres fahren hätte hier wahrscheinlich zu nötigen Aufräumarbeiten in der Kabine geführt.

https://www.youtube.com/watch?v=3jEjcFqmz5U


Hierfür hingegen habe ich noch keine Lösung. Auf diesem Fahrbahnbelag in Ostdeutschland kommt die Fuhre munter ins hüpfen über 70KMH. Ist es ein Asphalt "aus einem Guß" läuft das Auto völlig ruhig.

https://youtu.be/I_1EodHSDOY

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1916 Beitrag von Albatross » Fr 02 Nov 2018 08:05

Hartwig hat geschrieben:
Do 01 Nov 2018 20:30
...
Hierfür hingegen habe ich noch keine Lösung. ...
Um die Resonanzfrequenz zu ändern, kannst du entweder vor der Vorderachse oder hinter der Hinterachse das Gewicht werändern (einfachste Art auch den Schwerpunkt zu verschieben und auch die Hebelwirkung an den Achsen)). Da Du gerne Tests durchführst (mein Eindruck), probiere 4-8 gefüllze 20l Wasserkanister ganz weit hinten in die Kabine zu plazieren und teste inwieweit die Resonanzfrequenz sich verschiebt (ab welcher Gesch). Vielleicht gelingt es die Resonanzfrequenz in Geschwindigkeitsbereiche zu verschieben in denen Du dich nicht auf Ostdeutsche BABen bewegst
Gruß Albatross
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1917 Beitrag von Hartwig » Fr 02 Nov 2018 10:46

Natürlich habe ich auf langen Strecken den vollen Reifendruck drin (85psi). Das Verwunderliche ist ja aber, daß es nur in Ostdeutschland auf Autobahnen auftrat die keine Fahrbahn " am Stück" hatten.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1918 Beitrag von Balu » Fr 02 Nov 2018 11:29

Hartwig hat geschrieben:
Fr 02 Nov 2018 10:46
Natürlich habe ich auf langen Strecken den vollen Reifendruck drin (85psi). Das Verwunderliche ist ja aber, daß es nur in Ostdeutschland auf Autobahnen auftrat die keine Fahrbahn " am Stück" hatten.
Das ist gar nicht verwunderlich. Alte Betonautobahnen - egal ob Osten oder Westen - neigen dazu, dass an den Querfugen leichte Höhenunterschiede zu bilden. Wenn du nun über diese "Minischwellen" fährst, hast du einen Federvorgang. Wenn jetzt das Schwingungsverhalten deines Fahrzeuges durch die passende Geschwindigkeit durch so eine Querfuge immer wieder im passenden Moment angeregt wird, schaukelt sich die Kiste mehr oder weniger auf. Durch Ändern de Geschwindigkeit kommst du aus der Resonanz wieder heraus. Sozusagen Waschbrettpiste light.

Gruß
Herby
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1919 Beitrag von Hartwig » Fr 02 Nov 2018 14:59

den Restweg heimwärts habe ich verstärkt auf die Abstände der Querfugen geachtet. Auf der A5 südwärts zwischen Kreuz Walldorf und Kronau herrscht die selbe Bauweise. Die Abstände zwischen den Fugen sind hier aber etwa 1m kürzer >>>> nichts zu merken, Auto läuft völlig ruhig :!:

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#1920 Beitrag von Balu » Fr 02 Nov 2018 15:14

Hartwig hat geschrieben:
Fr 02 Nov 2018 14:59
den Restweg heimwärts habe ich verstärkt auf die Abstände der Querfugen geachtet. Auf der A5 südwärts zwischen Kreuz Walldorf und Kronau herrscht die selbe Bauweise. Die Abstände zwischen den Fugen sind hier aber etwa 1m kürzer >>>> nichts zu merken, Auto läuft völlig ruhig :!:
Diese Autobahn ist vielleicht etwas neuer. Meiner Meinung geht es bei dem Problem nicht um die Fugenbreite, sondern um den geringen Höhenversatz der einzelnen Platten, der sich mit zunehmendem Alter einstellt.
Sozusagen als Ersatz für die Spurrillen bei geteerten Autobahnen... :wink: :cry:
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