Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers

In den USA bestellen?....lassen?

Beitragvon ThomasFF » Do 01 Mär 2018 12:59

Ich hab ja mal einen 77er Cadillac Oldtimer gehabt und hatte dadurch Kontakte zur Szene. Der Ersatzeilservice war eigentlich erst dann ein Thema, wenn es billiger als billig sein sollte.
Ich hab jedenfalls meine Teile zur Restaurierung ohne Probleme bekommen... nur die Plastik-Teile zwischen der Stoßstangen und der Karosserie dauerten etwas über ein halbes Jahr, weil die Bestellungen gesammelt und nur einmal im Jahr nachproduziert werden... das machen zwei Betriebe drüben....einer für GM und Verwandte, ein anderer für Ford und den Rest....

Sonst gab es nach etwas Recherche ein paar Versandkataloge mit Standardersatzteilen und das erstaunlich billig. Für meinen Cadillac kostete der Klimakompressor z.B. grad mal 149 $, GM = Opel hier in D wollte über 4000 DM dafür haben!!! Auch der Versand geht eigentlich, wenn die Teile nicht zu groß und schwer sind. Erst, wenn es über das Palettenmaß hinausgeht, wirds astronomisch. Das betrifft dummerweise fast alle Karosserieteile wie Stroßstangen, Hauben, Scheiben, Kotflügel usw., also Unfälle werden teuer. Aber auch dafür gab es Lösungen, damals z.B, im Truck-Trial Umfeld. Dort hab ich einen kennengelernt, der komplette Trucks importiert und in deren Laderaum lässt sich allerhand unterbringen.

Wenn Du wegen der Sprache nicht direkt mit den US-Versandhäuseren für Teile verhandeln willst, was ganz gut auch telefonisch geht, dann kannst Du so gut wie alles bei Mike und Frank in Köln bekommen, auch in Hamburg gibt es zwei ähnliche Unternehmen.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
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Hab ich dir eigentlich schon erzählt.....

Beitragvon ThomasFF » Do 01 Mär 2018 13:10

...dass die Amis keine Kühler bauen können?

Ich kenne mehrere Leute, die nach Import...egal ob neuere oder antike Autos, die Originalkühler ausbauen und damit zu einem deutschen Kühlerfachbetrieb gehen. Dort wird dann ein modernes "Hochleistungsnetz"...das ist der Lamellenteil... in die Orginalversion der oberen und unteren Abdeckung eingebaut.Ach ja, meist auch neue Ventilatoren... Damit sind meist Kühlprobleme...jedenfalls bei den PKW behoben....

Ich hab das beim Cadillac auch gemacht: Stau hatte damit seinen Schrecken verloren, denn bei Amis in der ursprünglichen Version geht die Kühlwassertemperatur meist deutlich in den roten Bereich, wenn er lange im Leerlauf drehen muss.

Ach ja... Amis, die richtig arbeiten müssen, also Hängerbetrieb oder allein schon Deutsche Autobahnen immer am zul. Gesamtgewicht, brauchen heavy duty Ausführung, also mit Ölkühler an Motor, Getriebe und bei einigen Typen auch am Differential. Die anzubringen ist kein Problem, die Anschlüsse sind meist serienmäßig vorgesehen. Auch dabei ist es nicht verkehrt, Kühler aus europäischer Fertigung zu wählen.

Aber wenn du das alles sowieso schon weißt, bitte ich um Nachsicht......gut gemeint ist ja nicht immer zwangsläufig gut...hihi
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Do 01 Mär 2018 14:30

Hallo Thomas, es geht ja nicht um die Motorkühlung (da kommen Dt./Asiatische Fabrikate nicht ran an Größe und Kühlleistung, verbaut ist ein Kühler/Lüfter wie bei einem 12 Tonner). Bedenke, daß diese Fahrzeuge da drüben bis zu 10 Tonnen über die Highways schleppen, auch bei größter Hitze.
Es geht um den Abgaskühler und das ganze Abgasrückführungssystem im 6.0 .
Ich habe schon viel drüben bestellt, aber so richtig glücklich bin ich noch mit keinem. Die Dt. Firmen die importieren kaufen da ein, wo ich auch einkaufe, die "verschieben nur das Komma".
Irgendwann finde ich jemanden der sich in der US-Ersatzteilszene auskennt.. :wink:
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon mrmomba » Do 01 Mär 2018 14:51

Mh - Mir fallen da gerade BÜSCHING TUNING ein (Sulingen)
Und ggf.
AM VAN Osnabrück

vielleicht können die Kontakte knüpfen / weiter geben etc?
Auch wir sind im Web unterwegs KLICK
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Urs » Fr 02 Mär 2018 01:59

Hartwig hat geschrieben:Ich würde die Ansaugbrücke ja selber ändern, habe aber keine als Ersatz. Da ist mir das Risiko zu hoch ...wenn was schief läuft. In Amerika kriegste die Dinger wie hier nen Satz Räder für'n Golf. :?

Gebraucht bei Ebay gibt es Ansaugbrücken für <100$ plus 50$ Versand nach CH...wäre doch als Übungsobjekt noch zahlbar oder?...ob da allerdings was passendes für dich dabei wäre müsstest du selber schauen...

ThomasFF hat geschrieben:Wenn Du wegen der Sprache nicht direkt mit den US-Versandhäuseren für Teile verhandeln willst, was ganz gut auch telefonisch geht, dann kannst Du so gut wie alles bei Mike und Frank in Köln bekommen, auch in Hamburg gibt es zwei ähnliche Unternehmen.

In Europa hab ich leider schlechte Erfahrungen gemacht, auch bei oben genannter Fa. Vielfach wird in unseren Breitengraden überteuerter Chinaschrott verkauft. Bestes Beispiel ist ein Ölfilter für mein Chevy. Hier in der Schweiz hab ich ein Stück, Noname, für knapp 40 Sfr bekommen (inkl Versand). Für wenig mehr als die doppelte Summe habe ich aus den Staaten direkt 12 Öl- plus 2 Luftfilter bekommen, und zwar Markenware.

ThomasFF hat geschrieben:...dass die Amis keine Kühler bauen können?

Das dass bei älteren Modellen ein Thema war ist unbestritten, ist das heute aber wirklich immer noch so? Ich kann's ja nicht wirklich beurteilen, denn...
ThomasFF hat geschrieben:Ach ja... Amis, die richtig arbeiten müssen, also Hängerbetrieb oder allein schon Deutsche Autobahnen immer am zul. Gesamtgewicht, brauchen heavy duty Ausführung, also mit Ölkühler an Motor, Getriebe und bei einigen Typen auch am Differential.

...ich hab ab Werk das heavy duty trailering package, was unter anderem den HD-Wasserkühler, HD-Ölkühler und Getriebeölkühler beinhaltet. Egal ob Autobahn, Stadtverkehr, Stau, Passfahrt oder im Hochbgebirge mit Vmax <10km/h herumkurven, und als Womo naturgemäss immer vollbeladen, hängt bei mir die Wassertemperatur wie angeklebt in der Mitte der Anzeige. Bei der Getriebetemperatur hab ich ein Auge drauf, aber auch bei zügiger Bergfahrt oder bei Fahrten im steilem Gelände bin ich selten über 100 grad gewesen, einmal bis 110 Grad (Da rede ich von richtigen Pässen und nach Handy-App bis zu 24 Grad Steigungen, keine US-Pässe mit 5 Grad Steigungen :wink: ). Ich denke das sollte passen. Beim Getriebe mache ich aber bei Gelegenheit mal ne grössere Aluwanne drunter. Hauptsächlich wegen der Ablasschraube, was die Originalwanne nicht hat, aber wenn die 2 Liter mehr Öl und das Alu noch ein paar Grad tiefere Temperaturen mit sich bringt, umso besser.

Und das besste zuletzt, der AGR-Kühler...was ich nicht habe kann auch nicht kaputtgehen :wink:

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Pelzerli » Fr 02 Mär 2018 08:58

Urs hat geschrieben:... Vielfach wird in unseren Breitengraden überteuerter Chinaschrott verkauft. Bestes Beispiel ist ein Ölfilter für mein Chevy. Hier in der Schweiz hab ich ein Stück, Noname, für knapp 40 Sfr bekommen (inkl Versand). Für wenig mehr als die doppelte Summe habe ich aus den Staaten direkt 12 Öl- plus 2 Luftfilter bekommen, und zwar Markenware. ...

Hergestellt in China, Pakistan, Vietnam - wie fast alles, was aus den USA kommt!

Gruss Pelzer
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Balu » Fr 02 Mär 2018 09:03

Pelzerli hat geschrieben:
Urs hat geschrieben:... Vielfach wird in unseren Breitengraden überteuerter Chinaschrott verkauft. Bestes Beispiel ist ein Ölfilter für mein Chevy. Hier in der Schweiz hab ich ein Stück, Noname, für knapp 40 Sfr bekommen (inkl Versand). Für wenig mehr als die doppelte Summe habe ich aus den Staaten direkt 12 Öl- plus 2 Luftfilter bekommen, und zwar Markenware. ...

Hergestellt in China, Pakistan, Vietnam - wie fast alles, was aus den USA kommt!
...bleibt ein immenser Preisvorteil und eine Herstellerfreigabe. Also kann die Billigware vom Hersteller nicht sooo schlecht sein. - Egal wo gefertigt.

Gruß
Herby
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Mi 07 Mär 2018 14:09

Ich habe in der Zwischenzeit mit den restlichen Staukisten unter der Kabine angefangen und noch einiges aus USA geordert, müßte alles so in den nächsten 8 Wochen eintrudeln. Die Amis sind echt zäh in Sachen hilfsbereitschaft, zumindest so lange, bis die Vorauszahlung eingegangen ist. Ich bemühe mich aber stehts in einem einigermaßen korrekten Englisch zu schreiben. Jetzt gehts aber erst mal weiter mit Solar. Heute ist die Anlage angekommen.
Bei mir lädt ja grundsätzlich kein Fahrer ab, der sich nicht bemüht sich in einfachstem Deutsch mit mir "einigermaßen" zu unterhalten; ich schicke die alle wieder weg. Aber dann ist mir eingefallen, die Solarsachen müßten heute oder morgen kommen, glücklicherweise habe ich doch mal auf den Lieferschein geschaut :-)
Ich werde morgen also mit den Metallarbeiten beginnen und die Module dann auf die Bleche kleben.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Mi 07 Mär 2018 23:01

wenn ich keinen Denkfehler gemacht habe muß ich ja so verkabeln:

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zum zusammenführen der 2 in Reihe geschalteten "Modulgruppen" habe ich diese Y-Stücke:

Klick mich um Solar-Kabel-Verbinder zu sehen

Bildquelle: https://www.google.de/search?q=solar+co ... _VlSoWB3tM:

d.h. aber , daß ich die Kabel an den Modulen verlängern muß.
sollte ich das mit diesen MC4-Steckern machen und mir daraus "Verlängerungsleitungen" bauen oder lieber Schrumpfverbinder verwenden?

Edit durch Mod: Bitte keine Bilder einfügen über die man nicht das Urheberrecht verfügt, auch nicht mit Quellenangabe.
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Varaderorist » Do 08 Mär 2018 07:29

Moin Hartwig,

die Verkabelung ist so in Ordnung. Du hast ja ein 12V-System, oder? Sonst hättest Du ja die Batterien nicht parallel angschlossen.

Ich habe auch die Verlängerungen mit den MC4-Steckern gemacht. Ich hatte aber einige Probleme, das passende Solarkabel zu finden. Nicht wegen des inneren Querschnitts, sondern wegen des Aussendurchmessers.
Entweder waren sie zu dünn (= keine Wasserdichtigkeit) oder zu dick und passten nicht durch die Kabeleinführung. Letztendlich habe ich ein 2-Adriges gefunden, dessen Einzeladern ich trennen konnte.

Ansonsten sollten auch klassische Verbindungen mit Abdichtung mittels Schrumpfschlauch funktionieren. Aber vielleicht können Dir ja unsere hiesigen Spezialisten noch bessere Tips geben.
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Do 08 Mär 2018 07:48

Ja, habe 12V. Lieferant meinte auch verlängern mit Schrumpfverbinder, aber mit Steckern wärs im Falle eines Austauschs einfacher. :?:
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Do 08 Mär 2018 11:12

so wirds werden

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Varaderorist » Do 08 Mär 2018 12:35

Hallo Hartwig,

ist bei mir im Prinzip genauso. Ich habe allerdings je 2 Stück 130Wp-Panels in Reihe und davon 2 x parallel.
Ich habe den gleichen Regler, allerdings dahinter 'ne 24V-Anlage aus 2 LiFePO4 12V 160A. Daher auch noch ein durch BMS gesteuertes Trennrelais dazwischen.
Denke an die Sicherung!
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon campo » Do 08 Mär 2018 22:30

Hallo Hartwig
1. Zeichne mal deine parralel Batterieverbindung so das wir sehen das du es gut machst.
2. Ich wurde einem Trennschalter reinmachen auf beide Seiten aber mindestens auf die Sonne.
3. Der MPPT unten neben deine Batterien einbauen
4. Mindestens 16mm² kabel zwischen MPPT und Batterie


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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Beitragvon Hartwig » Fr 09 Mär 2018 07:06

Es kommt ne Sicherung zwischen Regler und Batterien. Aber warum nen Schalter zwischen Module und Regler?

Ich habe einen Schalter mit dem ich die komplette Kabine abschalten kann während längerer Standzeit , dann ist Regler -> Batterie auch unterbrochen.
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