Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mrmomba
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2131 Beitrag von mrmomba » Sa 25 Mai 2019 13:23

Statt Atemschutz Flasche geht auch eine Druckluftflasche fürs Paintball. Die sind wesentlich Handlicher und machen zum Teil auch bis 300bar
.
Haben natürlich nicht so viel Inhalt.

Andere Idee: eine Verteiler Einspritzpumpe aus dem Golf 4 VEP37 umbauen zur druckgewinnung? Ich meine dass die Injektoren bei um die 230bar öffnen... Ob möglich oder nicht, das weißt nur du, da ich hier in diesem Fall sehr ins spekulative gegangen bin..

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Urs
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2132 Beitrag von Urs » Sa 25 Mai 2019 13:37

Ist es überhaupt sinnvoll Luft oder ein anderes Gas zu benutzen? Gas ist ja bekanntlich komprimierbar und kann in einem hydraulischem System ganz komische Sachen verursachen, von Schwingungen über nicht nachvollziehbarem Regelverhalten bis hin zu Zerstörung von Bauteilen durch Kavitation hab ich schon einiges gesehen.

Gruss
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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2133 Beitrag von Hartwig » Sa 25 Mai 2019 17:53

Gas wird ja nur kurzzeitig genutzt um das Spritzbild zu beobachten. Flüssigkeiten, egal welche gehen nicht, da nach dem Durchströmen des Injectors die Flüsigkeit oben durch 2 Bohrungen und seitlich entweicht.
Im Motor spielt das ja keine Rolle, da ja eh alles Öl umherspritzt im Betrieb. Zur Prüfung des Spritzbildes ist das nicht brauchbar, logisch.

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campo
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2134 Beitrag von campo » Sa 25 Mai 2019 21:30

Hallo Hartwig
Kriegst du damit ein Sprtzbild zu sehen ?
Wie mussen wir uns das vorstellen ?
Gruesse Campo
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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2135 Beitrag von Hartwig » So 26 Mai 2019 12:00

ein Injektor (früher Einspritzdüse) zerstäubt den Dieselkraftstoff und spritzt ihn so kurz vor dem oberen Totpunkt im Arbeitstakt in den Brennraum bzw. die Vorkammer ein. Je feiner zerstäubt der Diesel ist, umso "weicher" ist die Verbrennung (des Aspekt Förderbeginn((Zündzeitpunkt)) lassen wir mal außen vor).
Nun kommt es vor, daß durch Verschleiß am Injektor (oft beschleunigt durch schmutzigen Diesel) der Kraftstoff nicht mehr richtig zerstäubt wird und in kleinsten Tropfen eingespritzt wird. Das ergibt ein hartes Verbrennungsgeräusch, der Diesel-Motor "klopft"
Hier mal ein weniger tragisches Beispiel. Für Schlepperfreaks wie mich ein Augen- und Ohrenschmaus. Den 15er habe ich seit vielen Jahren im Kundenstamm, absolut original und unverbastelt seit 65Jahren unermüdlich im Einsatz!!!

Nur mal als Beispiel, weil gut hörbar durch nur 1 Zylinder:

https://www.youtube.com/watch?v=25FmPNBcSLw

Hier dann, das was ich sehen möchte. Ab 0:35min. sieht man das Spritzbild, also so wie der Kraftstoff in den Zylinder eingespritzt wird

https://www.youtube.com/watch?v=FAm6rgNtVCg

Spritzt die Düse nicht richtig ein, kann es zu schweren Motordefekten kommen (Loch im Kolben, Festfressen des Kolbens im Zylinder durch Schmierfilmriß usw.)

Hier ab 2:10min

https://www.youtube.com/watch?v=8IjGfZqhjII

Hier ab 1:12min

https://www.youtube.com/watch?v=pam6PGmtR_E


Alle Injektoren außer meine HEUI sind besser zu testen da sie ja nur mit Kraftstoff betätigt werden , die HEUI aber mit Öl. Und dieses Öl verhindert die Sicht auf den Kraftstoffstrahl, daher der Versuch mit Luft.

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2136 Beitrag von Urs » So 26 Mai 2019 16:28

Hab mir die Funktion der HEUI Injektoren mal angeschaut. Da wird der Aufwand die zu Testen Prinzipbddingt grösser sein als bei anderen Injektoren. Du brauchst ja irgend eine Vorrichtung mit entsprechenden Dichtflächen und Anschlüssen wo du den Diesel und das Öl (oder Luft) einspeisen kannst. Was spricht dann dagegen die Ölseite mit einem Gehäuse zu kspseln? Also sowas nachbauen: https://m.youtube.com/watch?v=KXPsAztdAMY
Die Ölseite muss ja nicht zwingend aus Glas sein, oder?

Gruss
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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2137 Beitrag von Hartwig » So 26 Mai 2019 16:51

Hatte ich mir auch überlegt. Das heißt aber, ich müßte die Steuerung elektronisch steuern. Wie in meinem Video zu sehen ist, kann ich den Schieber des Steuerventils händisch bewegen.
Beidseitig des Steuerschiebers sitzt bei den 6.0 Injectoren normalerweise jeweils eine Spule

https://youtu.be/LrOIT1-EILI

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2138 Beitrag von Urs » So 26 Mai 2019 19:04

Elektronische Steuerung sehe ich nicht unbedingt als Notwendigkeit, aber auch das wäre glaub kein so grosses Thema. Passendes Netzteil (48V wenn ich's recht im Kopf habe), ein 2poliger 1-0-1 Taster der auf der 0-Stellung rastet und 2 Stecker müssten es tun, müsste ich den Schaltplan nochmal konsultieren, hab aber im Moment kein zugriff drauf da unterwegs.

Aber auch eine mechanische Lösung würde ich da sehen. Du deckst die Ölseite mit einem Metall-Zylinder ab. Seitlich darin 2 kurze Röhrchen als Führung für 2 Stifte welche dann den Schieber betätigen. Das so ausrichten, dann einen Deckel auf dem Zylinder und fertig.

Gruss
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2139 Beitrag von Hartwig » Mi 29 Mai 2019 21:24

​Mit meinem Injector-Test-Vorhaben bin ich ein Stück weiter gekommen.

Diese Spulen sitzen ja oben auf dem Injector und betätigen den "Hydraulikschieber", dieser läßt Öl mit einem Druck zwischen 40 und 275 bar in den Injector strömen. Dieses Öl trifft dann auf den Druckübersetzer wo dann Diesel mit bis zu 1500bar eingespritzt wird. Und genau dieses Spritzbild möchte ich simulieren.



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Steckeranschluß, das Gegenstück würde ich einfach von einem Kabelbaum abschneiden.



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aktuell habe ich ja wieder einen 6,0 F350 hier stehen, der von einer Ford Vertragswerkstatt als "hoffnungsloser Fall" beschrieben wurde nachdem das Auto 3 Monate dort beschraubt wurde. Davon kann ich 8 Stecker abschneiden. Daß so ein Kabelbaum Probleme verursachen kann sieht ja wohl selbst ein Fachfremder:



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Und hier mein Schätzchen das mir die 48 V liefern wird, falls ich den Injector denn nicht händisch betätigen würde:



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Die nächste Überlegung ist nun, wo ich min. 50 bar Öldruck herkriege mit sauberem Öl. ich habe natürlich ein Hydraulikaggregat, aber das Öl dort drin ist nicht sauber genug gefiltert. Ich hätte gern eine Pumpe speziell für diesen Anwendungszweck.



Oder eben doch wie oben angedacht mit Druckluft statt Öl arbeiten... mal sehen...

visual
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2140 Beitrag von visual » Do 30 Mai 2019 15:41

Druckluft ist halt bei so drücken echt gefährlich.

Es gibt doch so Hand Hydraulik pumpen- kann man sowas nicht anpassen?

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Hartwig
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2141 Beitrag von Hartwig » Mi 05 Jun 2019 19:16

ähm ne, das geht leider nicht :D . ich bleibe aber dran, mein aktuelles Problem ist, daß mein Tag nur 24Stunden hat :roll:

Frei nach dem Motto "der Schuster hat die ältesten Schlappen" komme ich nicht dazu an meinem eigenen 6.0 Powerstroke weiter zu machen. (Kühlmittelstandalarm, Clockspring und den Hornsensor)



Ich erhielt einen "Hilferuf" von einer Werkstatt die daran zu Gange war, hatte anfangs aber abgelehnt da ich Arbeit habe bis "unter die Decke" habe. Später lies ich mich dann doch nach dem Anruf des Besitzers breitschlagen und der Truck wurde mit dem Abschlepper angeliefert.



Eigentlich wurde das Fz von verschiedenen Werkstätten vollens kaputt geschraubt. Nach vielen Arbeitsstunden, viel Arbeit am Ölhochdrucksystem und der Elektrik läuft er nun wieder, erst jetzt kann ich weiter machen mit den eigentlichen Belastungtests.



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Nächste Woche bekomme ich die restlichen Teile aus USA, evtl. wird er noch fertig bevor ich in Urlaub fahre



Die Injectoren funktionieren wieder und man kann sie wieder ansteuern.





https://www.youtube.com/watch?v=jgdyo9NJ4OM







Und schwuppdiwupp:



https://www.youtube.com/watch?v=JcseYgf ... e=youtu.be

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2142 Beitrag von Hartwig » Sa 08 Jun 2019 20:34

​Vor längerem hatte ich mir Gedanken gemacht wie man denn so gut es geht Müll auf Urlaubsreisen verringern kann. Wir haben fast jeden Tag eine Tüte voll Müll mit 2 Personen. Ein besonderer Dorn im Auge sind mit die PET-Flaschen.

Man kommt unweigerlich unterwegs nicht drum rum die Dinger weg zu schmeißen.



Mein erster Versuch die Dinger schadfrei zu verkleinern war nicht so erfolgreich, da sie sich nach dem zerkleinern wieder teilweise "aufrichteten.



https://www.youtube.com/watch?v=pqcVs0NdbtA​





Jetzt habe ich die Lösung: ein umgekehrt eingesetztes Reifenventil hält die Flaschen klein. Die Deckel werden immer wieder verwertet, ich werde mir da wohl 30-40Stck. bauen. Zu Hause können die Flaschen dann ordnungsgemäß verwertet werden.



https://www.youtube.com/watch?v=R_8b8W2 ... =youtu.be​



Natürlich brauch man jetzt in diesem Fall einen Kompressor und das Entlüftungsgerät, den Kompressor habe ich sowieso fest verbaut, für das Entlüftungsgerät suche ich noch eine kleinere Lösung.

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Varaderorist
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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2143 Beitrag von Varaderorist » So 09 Jun 2019 14:09

Bei mir geht das auch ohne viel Technik:

Ich sauge die Luft per Mund raus, dabei achte ich auf ein möglichst flaches Zusammenlegen, dann wickele ich das ganze Ding soweit möglich auf , halte die Rolle fest und drehe den Deckel wieder drauf.
Rückführung in den Originalzustand zwecks Entsorgung genauso wie Hartwig.

Ich muss allerdings neidlos zugeben: Hartwigs Art ist technisch natürlich erheblich reizvoller :mrgreen:
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2144 Beitrag von Hartwig » So 09 Jun 2019 18:01

​Eine für mich weitere wichtige Baustelle ist abgehakt: der low coolant alarm. Mir war ja vor langem - glücklicherweise zu Hause - der Schlauch zwischen Ölkühler und Abgaskühler abgerutscht. Innerhalb von ca. 1 Minute war der Ausgleichsbehälter (ca. 4L) leer. Auf der BAB ist der Motortod da sehr nahe bei solch einem Defekt.



Ich fahre ab übermorgen wieder ne kleine Süddeutschland-Urlaubstour zum testen, ich denke es paßt aber alles.





https://www.youtube.com/watch?v=DE9cS-9 ... e=youtu.be

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Re: Eigenbaukabine auf Ford 350 aufwärts

#2145 Beitrag von Hartwig » Mo 10 Jun 2019 12:36

Der Druckluftkompressor wird bei mir auch für alles mögliche zweckentfremdet. Sei es zum schnelleren Anfeuern des Grills oder das ausblasen des Rasierapparates. Nervig war immer, daß die 10m Schlauch immer irgendwo "unten drin" lagen, man also immer irgendwas rumräumen mußte. Im März hatte ich ja bereits eine hintere Türverkleidung ab, da in der Tür selber massig Platz wäre um was zu verstauen. Die hinteren Fenster werden sowieso nie geöffnet.

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Allerdings sind diese in einem derart guten Zustand (ich sehe ja an Kundenfahrzeugen wie Türen in dem Alter vergammelt sein können), daß ich sie einfach nicht zerschneiden möchte. Der Plan war die Tür "auszuhölen" und eine GFK-Füllung zu bauen. Sollte ich an 2 bezahlbare gebrauchte Türen kommen, werde ich das auf alle Fälle umsetzen.


Provisorisch habe ich das nun so gelöst:

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Nächstes Thema: Chemietoilette. Es gibt hunderte Beiträge darüber. Ich sag mal, ich bin noch nicht soweit mir eine TTT (Trockentrenntoilette) einzubauen, ich fahre mit meiner Lösung der Chemietoilette mit Ersatzkassette bisher wirklich gut. Ich höre immer wieder, man würde angeblich die Chemietoilette riechen in den Kabinen. Also bei mir riecht nix. Allerdings muß ich dazu sagen, daß ich nach jeder Benutzung die Kassetten penibelst säubere. Hierfür habe ich mir jetzt extra zu Hause eine kleine "Entsorgungs- und Reinigungsstation" gebaut. Die obere Mechanik der Kassette bekommt man nur schwer sauber. Hierfür habe ich mir nun noch dieses Hilfsmittel gebaut. In dem Winkelstück ist eine Breitstrahldüse eines Hochdruckreinigers verbaut.

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