Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mrmomba
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#106 Beitrag von mrmomba » Do 25 Jun 2015 13:30

Ganz im ernst, wenn ich nicht gerade im nichteuropäschen Ausland unterwegs bin, würde ich IMMER zu solch einem genialen Teil greifen.
http://www.amazon.de/Campingaz-205370-G ... B000Y854WC

Wir haben von Thomas Phillipps zwei Stück davon gekauft (insg. 22€). Zu zweit kamen wir mit einer Kartusche 10 Tage aus. (Ja einer Kartusche)
Für das geringe Geld würde ich KEINE teure Teststellung mit Spiritus, Diesel, Benzin usw. Ausprobieren.
Sondern mir diesen doofen Kartuschenkocher leisten. Wenn er dann nicht gefällt, kann man noch immer zu teuren, bewährten mitteln greifen.
Für uns war die Heizleistung überraschend gut, Wasser kocht je nach Temp in 4 - 5 Minuten (1,2L). Suppen aus der Dose sind in 2 - 3 Minuten warm.

Vorteil für uns war damals:
- keine Gasinstallation
- kochen wo man will
- BILLIG!
- Gaskartuschen gibt's in/um DE überall
(CP250, MSF-1A im Chinaladen, die so was häufiger einsetzen)
- Absperventil wenn Kartusche nicht montiert

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Mobilix
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#107 Beitrag von Mobilix » Do 25 Jun 2015 22:03

remoli hat geschrieben:er Origo Kocher läuft der auch in großen Höhen?
Ja, ein Spirituskocher brennt auch noch in großen Höhen. Wurde u. a. früher, als es noch wenig (bezahlbare) Alternativen gab, von Bergsteigern verwendet. Auch am Himalaya, bis in 8.000 m Höhe. Ich zitiere mal
Früher (also bis etwa in die 1950-er Jahre hinein) wurden Spirituskocher in den Alpen auch bei hohen Biwaks verwendet, prinzipiell funktionieren sie also auch im 4000-er Bereich.

Vorteile: einfach (also ziemlich unkaputtbar), leicht (trifft auf Trangia und manche andere nur bedingt zu), je nach Modell kleines Packmaß.
Nachteile: Mit steigender Höhe lässt die Heizleistung deutlich stärker nach als bei Benzinkochern. Die Kälte steigert diesen Effekt noch einmal.
Es könnte also durchaus sein, dass du über 4000m bei stärkerer Kälte, also deutlich unter 0°C, mit nur mehr wenig Heizleistung rechnen kannst. Der Verbrauch wird dabei auch deutlich höher liegen als bei uns herunten unter normalen Temperaturen.
Aber natürlich verringert sich die Heizleistung in der Höhe deutlich, was aber für alle Kochvorgänge gilt: aufgrund des geringeren Luftdrucks siedet Wasser schon weit unter 98°C, damit dauert das Kochen entsprechend länger. Der einzige Kochertyp, der in großen Höhen und unter widrigsten Umständen sehr effektiv ist, ist ein Benzin(-druck)-kocher, z. B. der Optimus. Aber den willst Du nicht im Fahrzeuginneren haben, der entwickelt sich auch mal plötzlich zu einer lichtloh brennenden meterhohen Fackel...

Der Origo-Kocher stinkt nur dann, wenn man fuseligen Spiritus verwendet. Ich empfehle den aus der Schweiz (Migros) und rate ab von dem aus D und Frankreich. Und es stinkt im Womo, wenn man die Brenneinsätze im Wageninneren nachfüllt. Ich mache das im Freien, und gut ists.

Gruß, Mobilix

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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#108 Beitrag von remoli » Do 25 Jun 2015 22:23

Danke Mobilix für die Hilfe :!:

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Thomas135
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#109 Beitrag von Thomas135 » Fr 26 Jun 2015 07:44

Wir verwenden im Origo 100% Bioethanol. Das gibt es günstig in größeren Gebinden für die Zimmerkamine. Das mische ich beim befüllen der Brenner mit ein paar Prozent Wasser (frei aus der Hand). Das funktionert die letzten Jahre gut und wenn es beim kochen riecht ist es normal ein Indiez dass man wieder nachfüllen muß. Alles in allem bin ich durchaus ein großer Fan des Origo Kochers.
Allerdings muss ich sagen, ich weis nicht ob ich nochmal die Lösung mit Spiritus bauen würde. Der Vorteil gegenüber Gas ist in meinen Augen hauptsächlich nur dass man die Prüfung los hat. Vorratshaltung und evtl. Versorgung unterwegs sind Gewichtsmäsig und logistisch vergleichbar und Gas ist halt einfach DIE Standardlösung rund um die Welt, da geht halt immer igend wie was wenn man Probleme hat.

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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#110 Beitrag von WoMoG » Fr 10 Jul 2015 20:22

Hallo,

das nächste Etappenziel ist erreicht, darum ein weiteres Update.

Es fehlt ja noch ein Tisch, dafür wird vorn ein U-Bügel unter den Ü-Bügel geschraubt und hinten eine T-Stütze in den
Boden gesteckt. Dieses Konstrukt erlaubt ein Verschieben des Tisches und somit den Zugang zu den Sitztruhen - selbstverstänlich
sollte man erst hinterher, Tassen und Suppenteller füllen ... . Die 3. Person muss sich mit einem Hocker begnügen, der
gleichzeitig als "Leiter" für das Elternbett dient.

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Wenn der Tisch zum 3.Bett wird, einfach 90° drehen

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Als sehr nervenaufreibend erwies sich die Beschaffung der Wunsch-Reifen

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Im Lastenheft stand ein ordentliches Bett, die erste Nacht war schon mal prima - obwohl, anders als geplant, zu dritt ...

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Die provisorische Stromversorgung ist auch Geschichte, evtl. könnte man noch über eine Trennung der einzelnen Optima´s
nachdenken. Der Strompfad zum Aufbau geht über ein Trennrelais

Bild

Ergebnis von drei Jahren ohne Freizeit SO.KFZ WOHNM.UEB.2,8T

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Die ersten 600km Probefahrt verliefen ohne besorgniserregende Auffälligkeiten.

Gruß Arno
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nunmachmal
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#111 Beitrag von nunmachmal » Fr 10 Jul 2015 20:44

WoMoG hat geschrieben:...

Die ersten 600km Probefahrt verliefen ohne besorgniserregende Auffälligkeiten.

Gruß Arno

G L Ü C K W U N S C H !

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#112 Beitrag von WoMoG » So 12 Jul 2015 10:17

Hallo nunmachmal,

vielen Dank für deine Glückwünsche !

Gruß Arno
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mrmomba
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#113 Beitrag von mrmomba » So 12 Jul 2015 13:39

Die einfache und geniale Montage deiner Batterien finde ich klasse
*klick Idee geklaut*

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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#114 Beitrag von WoMoG » So 12 Jul 2015 15:04

Hallo mrmomba,

da hätte ich noch ein Bild vom Autausch :mrgreen:

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Gruß Arno
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#115 Beitrag von WoMoG » Di 11 Aug 2015 22:35

Hallo,

ich schreibe das jetzt mal hier und nicht unter den Reiseberichten, weil es ja eigentlich eine Probefahrt war und keine
Urlaubstour, in herkömmlichen Sinn.
Also, erster Stop CP Marburg, auf der Hinfahrt ging der Motor schon mal in den Notlauf, der durch Neustart resettet wurde.
Edertalsperre.

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Ineressanter Platz für eine Couch

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Nächster Stop am Rhein bei Rheinmünster, einfacher Stellplatz

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Dann, die schweizer Mauteintreiber unterstützend nach Bern. Da die Notläufe zunahmen und richtig nervend wurden, hatte ich
einen privaten Motorspezitermin. Leider wollte das Diagnosegerät den Motor nicht erkennen und so blieb es bei meinem Hinweis
auf das Hitzeschutzblech, welches mit einem Gestänge am Turbolader kollidierte. Dieses wurde als
mögliche Ursache festgemacht
Ein findiger Mechaniker fand einen Weg von aussen an die Baustelle zu kommen um dieses Blech
zu biegen. Eine Probefahrt
verlief absolut zufriedenstellend.

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Am Thuner und Brienzer See und der Aare entlang ging es über den Grimsel Pass. Der Rotten entlang und dann über den
Simplon Pass querbeet über kleinste Straßen zum Lago Magiore. Dabei immer wieder mit der Wagenheberstange das Blech
gebogen und den Notlauf resetet.

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Vom Lago Magiore CP ging es am Ufer entlang zum Ticino. Ihm folgten wir bis zum Po, Übernachtung auf dem CP Pavia.
Anschliessend, folgten wir dem Po flussabwärts durch Reis/Mais und Pappelfelder. Manchmal auf dem Deich manchmal kürzten wir
allerdings die Scheifen etwas ab.

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Erinnert sich noch jemand an diesen Herren Gottes ?

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Übernachtung auf dem CP Ferrara, die zwischenzeitlich möglichen Stellplätze erschienen uns aufgrund der Mückenplage zu
unkomfortabel. Allerdings verfolgten uns die Biester sogar bis auf den CP Fusina. Dort standen wir 2 Tage im Schatten der 2.Reihe
mit Blick auf die versinkende Stadt, die wir zwischendurch besuchten. Bilder davon, erspare ich euch.

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Von Fusina ging es mautfrei nordwärts, der Piave folgend rüber zur Drau, zur Isel, dem Tauernbach, den Felberbach. Durch Kitzbühl
und mautfrei von Wörgl nach Kufstein, dann der BAB folgend bis kurz vor Hof.

Bild

Am letzten Tag habe ich das Biegen und Resetten genervt auf, sowieso nötige, Stops reduziert. Nach knapp 3tsd Km war die
erste Probefahrt beendet.

Fazit : Prinzipiell geht das System auf, wenn manche Abläufe von den Mitreisenden erst automatisiert sind, gehen die
nötigen Umbauten schnell genug und ohne das Auto zu verlassen. Einige Dinge müssen sicher optimiert werden, das Motorproblem
gelösst und etliche Provisorien einer entgültigen Lösung weichen ...

ABER, in Anbetracht aller durchgeführten Arbeiten am Auto war die Probefahrt ein voller Erfolg und wurde hauptsächlich wegen
Unpässlichkeiten der Mitreisenden frühzeitig abge/unterbrochen.

Gruß Arno
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#116 Beitrag von WoMoG » Mo 24 Aug 2015 21:09

Hallo,

Es gibt jetzt ein Seitz-Fenster in der Heckklappe und das Unterteil
eines Seitz-Dachfensters unter meiner Selbstbaudachluke.

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Neue Vorderfedern brachten ca. 6cm Höhe, womit er nicht mehr
ständig auf die Gummianschläge haut und "stimmig da steht".

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Gruß Arno

... freut sich schon auf Amelinghausen ...
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#117 Beitrag von WoMoG » Mo 05 Okt 2015 13:26

Hallo,

ich denke, jetzt ist er eingefahren

Bild

Gruß Arno
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carthago malibu
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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#118 Beitrag von carthago malibu » Mo 05 Okt 2015 14:30

Klasse ... und der Tank ist immer noch halb voll! So kann's weitergehen! Gute Fahrt! :D

ThomasFF
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Ich geh mal davon aus.....

#119 Beitrag von ThomasFF » Mo 05 Okt 2015 14:48

...dass die lästigen Motorstörungen aus der Welt sind. War das Blech die richtige Ursache oder ist noch was dazu gekommen oder gabs nen ganz anderen Fehler?
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G

#120 Beitrag von WoMoG » Mo 05 Okt 2015 15:22

Hallo,

ja, über 304km gefahren und noch die Hälfte von 96Ltr im Tank ...

Das Abschirmblech über dem Motorlager habe ich nachgearbeitet, Fehlerspeicher gelöscht, Probefahrten durchgeführt, Fehlerspeicher erneut ausgelesen = 0 Fehler.
Jetzt habe ich das original Blech schon liegen, ist genau an der Stelle ausgeklinkt aber aus massivem
Blech.
Die Standheizung läuft auch schon, muss nur die Warmluftauslässe und die Steuerung, TemperaturFühler
etc. final Montieren.

Gruß Arno
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