Selbstbau Wohnauflieger

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Mamuag
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Selbstbau Wohnauflieger

#1 Beitrag von Mamuag » So 29 Jul 2012 08:28

Ein Hallo an alle Selbstbauer und alle Anderen

Ich habe mich neu hier angemeldet, weil ich ein Projekt laufen habe. Ich baue
mir einen Wohnauflieger mit Schwanenhals der mittels einem Iveco 50C18 Mini-Sattel gezogen wird.

Der Auflieger wird 9.84m lang und 2.50m breit im hinteren Teil wird er Doppelstöckig also 3.50m ab Strasse.
Damit unten eine ordentliche Garage für nen Smart, Toyota IQ oder für mich ein Trike entsteht.
Der Aufbau soll aus GFK Sandwichplatten sein.

Zur Zeit bin ich am Chassis dran resp. schon fasst fertig.

Jetzt zu meinen Fragen:

- Weiss jemand wie ein Doppelboden in einem winterfesten Wohnmobil aufgebaut ist.
Welche Materialien und welche Stärken haben diese, so ein bildlicher Querschnitt wäre super.

- Können an den GFK Sandwichplatten( innen auch GFK) Möbel wie Oberschränke montiert werden ohne
Einlagen? Möchte eigentlich kein Holz in den Platten haben.

Besten Dank für Eure Hilfe und Tipps

Gruss aus der Schweiz

Marcel

Kartman
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#2 Beitrag von Kartman » So 29 Jul 2012 09:03

Ahhhh...mein Traum wird erfüllt. Zwar nicht von mir, aber von dir.

Ich kann selber zwar nicht helfen, aber würde mich über viele Fotos und Infos freuen. Will das ja mal nachbauen

ThomasFF
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Noch ein paar Infos.....

#3 Beitrag von ThomasFF » So 29 Jul 2012 09:08

... wären nützlich, mein lieber Marcel, ehe man ein verbindliches Konzept entwickeln könnte, aber erstmal willkommen hier in der "Box".

Bei einem Tiefrahmen könnte man den Unterboden auf diesen legen, wenn das Chassis ziemlich hoch überm Boden liegt, kann man ihn auch darunter hängen und ihn als Boden auch für die Seitenkästen nutzen. Da kommt es auch drauf an, wie und wo die Anhängertechnik mit Luftkessel etc. im Rahmen verbaut wurde, die ja praktischerweise auch zugänglich gehalten werden sollte (ein Einbau im Doppelboden wäre für den Luftkessel aber auch nicht schlecht, weil es dann nicht so schnell vereist). Auch die Unterbringung eines Reserverades spielt in so einem Aufbau eine Rolle, ist groß und schwer und auch da wäre ein freier einfacher Zugang wichtig, nätürlich auch eine solide Befestigung.

Normalerweise wählt man als äußerste Schicht Siebdruckplatten in guter Qualität, wie sie im Anhängerbau oft verwendet werden. Die Stärke/Dicke hängt mit davon ab, ob und was Du drauflegen/-stauen/-schrauben willst. Wenn schwere Gegenstände (z.B. Batterien, Wassertanks) auf Metallträgern, die vom Chassis gehalten werden, befestigt werden, hat die Siebdruckplatte nur abdeckende Funktion, kann also dünner ausfallen bis runter auf ca 9 mm, sonst fängt man bei 15 oder 16 mm an und je nach Last und Tragekonstruktion noch dicker.
Darauf kommt ja nach Anforderung an die Isolierung und auch abhängig von der Beheizbarkeit des Unterbodens Styrodur (Handelsmarke Jackodur o.ä.) drauf, kann zwischen 20 und 40 mm Dicke variieren. Oben drauf wieder Siebdruck, das kann relativ dünn sein, mit 6 mm kommt man meist aus.

Für den Oberboden reicht meist eine Kombination von unten 9 mm Siebdruck, 20 mm Styrodur und 6 mm Multiplex Sperrholz aus. Darauf kann man dann als begehbare Verschleißschicht Laminat, Pegulan (o.ä.) oder auch Teppichboden verlegen...Geschmackssache. Ob Du in einen der Böden eine Fachwerkstruktur mit Leiterlatten verwenden musst, hängt von der Konstruktion der Aufhängung ab, aber dazu kann man erst was sagen, wenn man mehr über Dein Chassis weiß. Als lichtes Maß zwischen den Böden denk bitte an so ganz profane Dinge wie die Höhe von Getränkekisten....hihi.....ich hab mal den Fehler gemacht, mich nur an Bierkisten zu orientieren. In den Doppelboden gingen dann, wenn er ganz leer war, zwar 12 Bierkästen rein, aber für Sprudelkästen oder gar Cola war er leider zu niedrig.... :shock: .
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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holger4x4
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#4 Beitrag von holger4x4 » So 29 Jul 2012 09:16

Hallo Marcel,

willkommen im Forum! Schönes Projekt hast du da. Ein Paar Bilder oder Zeichnungen wären schon nicht schlecht...
Zu den Hängeschränken: Ich hab auch eine GFK sandwich Kabine. An den Wänden sind mit Sika 252 Aluwinkel aufgeklebt. Daran sind die Schränke befestigt. Zusätzlich gibt es z.B. an der Küche links und rechts je 10cm tiefe Seitenwangen die bis unten auf den Schrank gehen. Die können auch nochmal Kräfte aufnehmen und dienen etwas zu Abteilung z.B. zur Gardine am benachbarten Fenster.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

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VWBusman
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#5 Beitrag von VWBusman » So 29 Jul 2012 09:46

Hallo Marcel,

willkommen im Forum.

Wie Holger schon geschrieben hat kann man mit Hilfe von Winkeln oder Leisten auch an GFK-Sandwitch Schränke befestigen.
Die überwiegende Befestigung sollte durch kleben ihre Stabilität bekommen da Schrauben nicht genug Festigkeit
im GFK haben und ausreißen können.

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#6 Beitrag von speedy73 » So 29 Jul 2012 11:53

Ob das alles im grenzen der Nutzlast bleibt habe ich so meine Zweifel....

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#7 Beitrag von Picco » So 29 Jul 2012 16:39

Hoi Marcel und härzlich willkommä do im Forum! :D

Könntest Du Skizzen, Zeichnungen oder Fotos ähnlicher Projekte hier einstellen?
Ich denk ich bin nicht der Einzige der sich unter 'Wohnauflieger mit Schwanenhals' nicht sicher ist ob er sich da das Richtige vorstellt...
So wie Du schreibst hast Du wohl mit der MFK schon alles geklärt?

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jan_b
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#8 Beitrag von jan_b » So 29 Jul 2012 16:57

Servus Marcel,

Ich vermute Dir schwebt sowas in der Art vor?
Bild
(anderswo auch als '5th Wheel' bezeichnet..)

Jan
MB 609D (Bj. 1987 / 120T km / 5.6t / 11qm) +++ Immer noch am Ausbauen: Ausbaufotos (und ältere Rückbau-Fotos)

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#9 Beitrag von speedy73 » So 29 Jul 2012 18:12

was er meint ist mehr was Schuler in 13,9 meter baut als SCHULER RACE Vario DP. Vorne einen Wohnabteil, hinten doppelstock.
Daher auch meine Anmerkung ob es wohl im rahmen des Gewichtes passen wird da der Schuler schon leer 13.000 kg wiegt.
das ist im schnitt ca 900 kg pro meter.

Als Grobe Einschätzung meiner seits wird es schnell mal auf 600 kg pro meter kommen also grob ein eigengewicht von 6000 kg haben.
dann noch zuladung von Smart und Kleinkram so um die 7.500 kg kommen.
und dann das alles auf bzw hinter ein iveco 50C18??

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#10 Beitrag von Mo-Liner » Mo 30 Jul 2012 10:16

Na Hallo, hier im Forum....
Das Projekt hört sich ja interessant an. Wie schon von Picco angesprochen sind wir hier natürlich sehr an Bildchen interessiert. Egal ob Pläne oder Baufortschrittsbilder.
Ob der Iveco, dafür der richtige Tractor ist? :?
Lass mal hören oder sehen, was du dir da vorstellst.
Gruß
Klaus
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Fido
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#11 Beitrag von Fido » Mo 30 Jul 2012 11:50

Sehr interessantes Projekt. Befestigung von schränken wie schon geschrieben erfolgt durch kleben. Winkel kann man zusätzlich auch nieten. Aber niemals alleine. Zwar halten die nieten im gfk, dieses kann sich dann aber vom Schaumkern lösen...

Mit der Nutzlast sollte hinhauen. der iveco sollte 2500kg Nutzlast als Sattellast mitbringen, dann noch die Anhängelast, dann sollte das passen. Wie viel Anhängelast hat der iveco denn? Üblicherweise haben die so 4500kg-5500kg, also 7000-8000kg für den Auflieger.

Nur mit dem Sonntagsfahrverbot müsste man sich mal schlau machen. Wenn du über 7500kg kommst, könnte es Probleme geben... Ist halt die frage nach der Zulassung. Szm Alleine ist kein Problem, aber als Zug zählt so was dann als Lkw, und dürfte sonntags nicht gefahren werden... Haste dir da schon Gedanken drüber gemacht, und eine Lösung?

Auch für mich bitte Bilder.

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nunmachmal
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#12 Beitrag von nunmachmal » Mo 30 Jul 2012 19:19

Fido hat geschrieben:....
Nur mit dem Sonntagsfahrverbot müsste man sich mal schlau machen. Wenn du über 7500kg kommst, könnte es Probleme geben... Ist halt die frage nach der Zulassung. Szm Alleine ist kein Problem, aber als Zug zählt so was dann als Lkw, und dürfte sonntags nicht gefahren werden... ..
So weit ich weiß, läuft die Sattelzugmaschine (SZM) nicht als LKW, sondern als SZM.
Erst mit einem "normalen" Auflieger wird das Gespann zum LKW solo.

Mit dem alten 3er kannst du 7,49 plus das 1,4fache Aufliegergewicht fahren.

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#13 Beitrag von Fido » Mo 30 Jul 2012 22:34

Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ob man mit dem 3er Sattelzüge über 7,5t fahren darf. schließlich ist der Sattelzug kein Lkw + Anhänger, sondern als eine Einheit zu sehen, und wäre demnach ein lkw über 7,5t... somit dürfte man mit dem 3er nur sattelzüge bis 7,5t fahren (komplett) Da man aber automatich auch den BE hat, wäre es möglich mit einer 3,5t sattelzugmaschine und 5,25t auflieger einen 8,75t sattelzug zu fahren.

Genau so sollte es mit dem Sonntagsfahrverbot aussehen. Ich würde mich da vorab genau erkundigen, und das vor allem schriftlich geben lassen. Allerdings dürfte man selbst mit solch einem Schriftstück im Ausland schlechte Karten haben. Ist halt ein schwieriges thema. Aber ich würde eher sagen, das es sich um einen Sattelzug handelt, und nicht um ein wohnmobil. Es gibt da wohl zulassungstechniche tricks, aber da sollte man sich schon genau erkundigen... Ich glaube Mo-Liner hat doch zulassungstechnich ähnliches "Problem", und seine zugmaschine als wohnmobil zugelassen...

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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#14 Beitrag von Picco » Di 31 Jul 2012 06:37

Hoi zämä

Bevor Ihr Euch zu sehr in die deutschen Gesetze verstrickt denkt einfach mal daran dass Marcel Schweizer ist... :wink: 8) :lol:
Der wird schon wissen was er darf...odrr Marcel?

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Mo-Liner
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Re: Selbstbau Wohnauflieger

#15 Beitrag von Mo-Liner » Di 31 Jul 2012 06:51

Bei mir läufts zulassungstechnisch so, das ich, mittlerweile, mit einem "Wohnmobil" ( Zugmaschine ) mit 11,99 t und einem Wohnwagen" ( Auflieger ) mit 11,99 t unterwegs bin. Dies scheint mir, für die Deutschen Verkehrs- und Zulassungsbestimmungen das vernünftigste zu sein.
Allerdings habe ich, nach dem Urlaub, von den Össis einen Mahnbescheid bekommen, da ich, aus ihrer Sicht, mit der falschen Einstellung in der GO-BOX ( Anzahl der Achsen ) unterwegs war. Nach Rückfrage in Wien und der Zusendung des Kfz-Scheines sollte das erledigt sein. Allerdings wurde mir erklärt, das ich eigentlich jedes mal mit einem Mahnbescheid rechnen muß, da es sich, rein optisch, um eine SZM handelt.
Mal sehen wie es sich weiter entwickelt.
Für die Schweizer Zulassung kenne ich mich zuwenig aus und denke da eher wie Picco. Der Marcel wird schon wissen, was er macht.
Gruß
Klaus
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