Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#46 Beitrag von Urs » Mi 13 Mai 2020 22:15

Ich muss gestehen dass ich noch nie in einem Patrol Single Cab gesessen bin, wird aber vermutlich vergleichbar sein. Die Warnung ist auch eher weil ich damals davor gewarnt wurde und weil bei mir auch schon Leute probegesessen haben und nach 20 Sekunden schon gefragt haben ob man den Sitz den nicht weiter nach hinten neigen könne...

Ich hab damals einige solche Importeure kontaktiert. Leider konnte ich damals niemanden finden dem ich schlussendlich über den Weg getraut hätte (doch, einem Ami, aber der konnte mir in dem Fall leider aus diversen Gründen nicht helfenobwohl, doch, er hat mir eigentlich sehr geholfen und dafür noch keinen Cent verlangt).
Eine Anfrage kann sicher nicht schaden, vielleicht sind inzwischen die Schwarzen Schafe und Schmarotzer in dieser Branche ausgerottet...

Es gab hier in CH solche Importeure die sagten zuerst das sei kein Problem, Termin abgemacht um die Details zu besprechen und dann kamen sie mir damit dass das was ich mir vorstelle nie und nimmer hier zugelassen werden könne (was ich auch ohne deren Hilfe schlussendlich wiederlegt habe) und im Nachsatz wurde mir 2 Fahrzeuge angeboten welche gerade zufällig auf dem Hof standen und nicht im geringsten meinen Vorgaben entsprachen. Sehr viele verlangten auch schlichtweg utopische Preise, Risiko natürlich alles auf meine Kappe und es wurden so Sachen wie "Gratis Einfahrservice" angepriesen, was nichts anderes bedeutete als dass die das Auto zum Schiff und von dort zu mir auf eigener Achse gefahren hätten um den LKW für den Transport zu sparen, Transport wäre natürlich trotzdem verrechnet worden.
Bei den Preisen die ich bekommen habe wäre ich bei mindestens 60 000 Chf, bei einem sogar fast bei 75 000 Chf gelandet, wohlgemerkt nur für das Basisfahrzeug welches man in den Staaten, gut ausgestattet, mit allen Steuern und Gebühren neu für 36 000$ bekommen hat ($ zu Chf ungefähr 1:1).
Einer dieser aus Mitteleuropa über den Teich ausgewanderter Importeure wurde mir sogar Frech, so von wegen wenn ich mich ernsthaft für ein solches Fahrzeug interessiere verlange er auch dass ich mich mit der Materie vorgängig auseinandersetze und dann wäre mir sicher auch bewusst dass mein Budget von 40-45 000$ (nur zum Fahrzeug suchen und kaufen, also ohne Verschiffung und Zulassung hier) absolut weltfremd sei und er daher gar keine weiteren Fragen beantworte (ich hab meinen am Schluss für gut die Hälfte von meinem Budget gekauft, ohne irgendwelche Abstriche machen zu müssen!).

Soviel zu meinen Erfahrungen mit solchen "Importeuren". Da ich weder hier in Europa noch über den Teich vertrauenswürdige Leute welche mich nicht abzocken wollten finden konnte hab ich mein Auto dann schlussendlich selber in den US of A gekauft. War vorher mal drüben und auch ein passendes Fahrzeug probegefahren, durfte es aber wegen Verkaufsregeln von GM dann doch nicht kaufen, aber so wusste ich wenigstens was in Frage kommt und was nicht. Da ich wenige Monate später nicht nochmal rüberfliegen konnte lief eigentlich alles Online. Vor dem Kauf gab es eine "virtuelle Probefahrt" über carchex.com, nicht zu verwechseln mit carfax.com welche ich natürlich auch abgefragt habe. Nach veschiedenen Abklärungen ob der Verkäufer vertrauenswürdig wäre hab ich ein paar Scheine über den Teich geschickt und im Gegenzug stellten die meinen Chevy auf den nächsten LKW.

Das Verschiffen hatte ich einer Deutschen Firma übergeben. Bezahlt hab ich ein Rundum-Sorglos-Paket von der Abholung beim Verkäufer bis quasi vor meiner Haustüre. Am Schluss musste ich allerdings denen ihre Arbeit machen weil sie es nicht auf die Reihe bekamen...lange Geschichte...würde ich mit meinem heutigen Wissen anders machen.
Die Zulassung hab ich dann einer Firma hier in der Schweiz übertragen da keine Zeit mich um so Sachen wie Bremstest und Geräuschmessungen zu kümmern, aber auch da hatte ich jenste Sachen mit der MFK vorher abgeklärt und entsprechend so gebaut dass die Gesetzlichen Vorgaben eingehalten waren. Somit war die Zulassung dann auch kein Problem.

Mit einiges an Geduld, Zeit und den Willen alle Vorgaben der involvierten Behörden zu befriedigen hat es doch ganz gut geklappt, das obwohl ich absoluter Laie in Sachen Zoll, Export, Import und Zulassungen war. Bräuchte ich heute wieder ein Fahrzeug schliesse ich nicht aus dass ich es wieder so machen würde...müsste man nur schauen was sich in den letzen paar Jahren geändert hat, nicht dass man da irgendwo in den Hammer läuft.

Soweit die Kurzfassung der ganzen Geschichte :roll: :wink: . Einfach war es nicht aber es war machbar.

Gruss
Urs
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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holger4x4
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#47 Beitrag von holger4x4 » Mi 13 Mai 2020 22:31

Das Thema Abgasgutachten für die Zulassung in D ist inzwischen schwieriger geworden. Da sollte man sich voher genau informieren, bevor man einen teuren Blumenkasten gekauft hat!
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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