Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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Mythos
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Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#1 Beitrag von Mythos » Fr 03 Apr 2020 19:44

Hallo zusammen,

mein Name ist Jens und ich habe mir vorgenommen, für mich und meine Frau ein kleines Expeditionsmobil zu bauen. Die Idee dazu habe ich nun schon seit über 2 Jahren, aber Bedingt durch die viele Freizeit in nächster Zeit werde ich mich ab jetzt genauer damit befassen. Erfahrungen mit Campern haben wir bisher mit einem Nissan Patrol Single Cab Pickup mit Dachzelt ohne Kabine in Australien sowie mit einem Kastenwagen (Ducato für 3 Wochen in Schottland) sammeln können.
Nun soll eine kleine, leichte Kabine her, da unsere Reiseziele nicht immer nur in den Süden gehen sollen, sondern auch mal in etwas kältere Regionen. Geplant ist das Auto als Reisemobil, um ca. 2-3 Monate im Jahr damit zu reisen. Ziele perspektivisch sowohl warm (Südeuropa, Afrika) als auch kälter (Island, Kanada, USA). Wie jeder suche ich also die eierlegende Wollmilchsau... Allerdings wissen wir beide, dass uns z.B. der Kastenwagen zu groß war. Wir wollen auch beide keinen neuen Führerschein machen, bleiben also auf 3,5 Tonnen beschränkt. 4x4 sollte sein und ein Ausbau eines Defenders oder Land Cruiser J78 kommt für uns nicht in Frage.

Am Liebsten hätte ich eine fest auf einen Single Cab oder zur Not 1,5 Cab Pickup aufgebaute Popup Kabine, allerdings nicht mit Zeltstoff sondern mit festen Aufstellwänden.
Zwei Beispiele sind mir da aufgefallen, die mir gut gefallen:
Die Kabinen von Sandkorn Leichtbau (Herstellerseite) und ein wohl älterer Aufbau von Extrem (Link ins Buschtaxi Forum), oder natürlich die Alkovensandwichkabine mit festem Hubdach für G hier aus dem Forum, allerdings eher ohne Verschweißung von Alkoven mit dem Fahrerhaus. Ich hoffe, diese Links sind so in Ordnung, sollen auch keine Werbung sein, nur Beispiele der Dachformen.

Bisher ist außer Ideen noch nicht viel da, aber ich denke, es ist am Sinnvollsten, erst einmal zu gucken, was für eine Form die Kabine haben soll, bevor man sich das dazugehörige Auto aussucht. Was auf jeden Fall gemacht werden soll: die Originalpritsche soll heruntergenommen und durch den Festaufbau ersetzt werden.
Am Liebsten würde ich auch die Kabine dann mit gekauften Sandwich Paneelen zusammenkleben und kein Alu Gerüst schweißen, wobei Schweißgeräte vorhanden sind. Unter die Kabine dann einen Zwischenrahmen aus 4-Kant-Rohr.

:arrow: Bei der Variante Sandkorn mit Sandwich Paneelen fällt mir im Moment nicht so ein, wie man das Klavierband zwischen Aufstellseitenteil und Kabine befestigen kann, würde da kleben reichen oder müsste ggf. an der Oberkante der Kabine ein Aluminiumrohr einlaminiert werden, um das Band festzuschrauben? Oder ist so eine Konstruktion eher nur mit entsprechendem Alugerüst möglich?

:arrow: Bei der Variante von Extrem stelle ich mir die Frage, wenn ich mit Paneelen eine geschlossene Box baue und oben dann entsprechend ein sehr großes Loch für das Hubdach säge, ist das Dach dann noch so stabil, dass es das Popup Dach trägt, muss das stabilisiert werden oder geht diese Konstruktion nicht mit Sandwich Paneelen?

:arrow: Für den Zwischenrahmen, ist es Sinnvoller, einfach Stahlrohre zu schweißen und dann verzinken oder macht es vielleicht mehr Sinn, Edelstahlrohr zu nehmen?

Als Trägerfahrzeug wären z.B. meine ersten Ideen ein älterer Toyota Hilux (Baujahr bis 2015, eher älter) 1 oder 1,5 Cab, ein gezwungenermaßen neuer Toyota GRJ79 Single Cab oder ein US Pickup der 2500er Klasse Single Cab (RAM, Ford). Aber das wäre eine spätere Überlegung.

Wie ihr seht, stehe ich noch relativ am Anfang mit der Planung, freue mich über Überlegungen zu meinen Fragen.

Viele Grüße,
Jens

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Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#2 Beitrag von Urs » Fr 03 Apr 2020 21:06

Hallo Jens,

Willkommen hier im Forum.
Mythos hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 19:44
Als Trägerfahrzeug wären z.B. meine ersten Ideen ein älterer Toyota Hilux (Baujahr bis 2015, eher älter) 1 oder 1,5 Cab, ein gezwungenermaßen neuer Toyota GRJ79 Single Cab oder ein US Pickup der 2500er Klasse Single Cab (RAM, Ford). Aber das wäre eine spätere Überlegung.
Als begeisterter US-Fahrzeug-Fahrer würde ich Dir gerne einen US-Pickup schmackhaft machen. Aber da musst du mindestens eine deiner Kriterien über Bord werfen. Entweder die 2500er oder das 3.5t-Limit.
Die 3500er und 2500er unterscheiden sich eigentlich nur durch ein paar Lagen mehr bei den Blattfedern je nach Zuladung eine etwas grössere HA und allenfalls single oder dually-Bereift, der Rest ist komplett identisch. Daher ist der Unterschied zwischen 2500er und 3500er in Punkto Gewicht auch sehr überschaubar, um nicht zu sagen verschwindend klein. Die 1500er sind komplett andere Fahrzeuge, die haben auch ein wesentlich kleineres Eigengewicht, aber dadurch halt auch weniger Zuladung.Ich hab einen Chevy Silverado 3500 HD von 2011, Singlecab, Benziner, SRW, 4x4, Longbox. Der wog mit Pritsche um die gut 2.9t, als Diesel wäre er 300kg schwerer gewesen. Die Pritsche hab ich entfernt, waren so um die 250kg, vielleicht 300kg, weiss ich nicht mehr genau, müsste ich nachschauen. Somit hatte ich ca 2t Zuladung zur verfügung bis die 4854kg zGG welche meinem Fahrzeug ab Werk mitgegeben wurden ausgereizt sind. Die Limite von 3.5t ehrlich mit einem solchen Fahrzeug einzuhalten scheint mir nicht realistisch, schon gar nicht mit Hubdach.
Blieben noch die 1500er. Ja, die sind was Rahmen und Achsen usw. schwächer als die grossen Brüder. Aber auch die dürften in Sachen Stabilität den üblichen Asia/Europa-Pickups in nichts nachstehen, wenn nicht übertreffen. Ich denke da wären die 3.5t mit etwas Anstrengung machbar...
Such mal nach dem Projekt vom Stefan (User Canoe). Er hat einen F150 mit 3.5t und Hubdach. Zwar mit Zeltstoff, aber bevor du das aus dem Grund schon verwirfst schau es mal an, ist nicht das übliche sondern Zeltstoff welches ansonsten für Arktikexpeditionen genutzt wird. Für eine nächste Kabine (so ich sie denn jemals brauche) wäre das wohl mein Ansatz, aber wahrscheinlich immer noch auf den 2500er oder 3500er weil ich dessen stabilere Konstruktionsweise sehr schätze...
Egal ob 1500 oder 2500er, gerade beim Singlecab solltest Du den unbedingt probe sitzen. Ich sitze eher sehr aufrecht, da passt es sehr gut, für Leute welche beim Fahren etwas mehr liegen wollen könnte es knapp werden. Und glaube nicht alle Zahlen welche du zu den Gewichten im Web siehst...sehr oft werden da irgendwelche Zahlen durcheinandergebracht und welche von den 1500 mit dem 3500er oder vom Benziner/Diesel willkürlich vermischt ohne dass es auf den ersten Blick ersichtlich ist.
Wenn du auf die US-Schiene weiterfahren willst melde dich, wenn ich kann, gebe ich gerne noch den einen oder anderen Tip.
Mythos hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 19:44
:arrow: Für den Zwischenrahmen, ist es Sinnvoller, einfach Stahlrohre zu schweißen und dann verzinken oder macht es vielleicht mehr Sinn, Edelstahlrohr zu nehmen?
Kann man wohl beides machen. Ich hab (wie die meisten) Stahl Verzinkt, aus Gewichtsgründen würde ich heute wohl eher Edelstahl oder gar Alu in betracht ziehen.

Gruss
Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#3 Beitrag von mrmomba » Fr 03 Apr 2020 21:13

Ich würde auch eher auf die modernen F150 schauen. Einfach: die F150 haben die meiste Zuladung - da Ford auf Leichtbau setzt.

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Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#4 Beitrag von Urs » Fr 03 Apr 2020 21:27

Wobei ein (grosser?) Teil vom Leichtbau auf die Alu-Pritsche gegenüber Stahlblech-Pritsche bei der Konkurrenz entfällt...entfernt man diese relativiert sich das etwas.
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#5 Beitrag von gtom » Fr 03 Apr 2020 21:35

Warum willst du eine geschlossene Box bauen und dann die Öffnung aussägen ?

Ich würde die Kabine mit 40mm Sandwich bauen, jeweils Deckschicht 1,2mm und mit XPS als Kern, in die Ecken innen Alu-Winkel einkleben und 4 Linearmotoren montieren, daran kommt dann dass Dach als Box die Außen an der Kabine anliegt und z.b. mit 25mm Leichtbau Sandwich (0,6mm Deckschichten) z.b. von Stadur gebaut wird... Rechnerisch müsste das unter 200kg mit Rahmen liegen...

lg Thomas

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#6 Beitrag von canislupus6633 » Fr 03 Apr 2020 21:58

Laut nem Kumpel aus Louisiana sind die Ford auch die besseren, wenn es darum geht mal vollgeladen mit Material durchs Gelände zur Baustelle zu fahren, egal wie der Untergrund ist.

Was spricht gegen eine Defender d130 mit der Zweisitzer-Kabine und Pritsche, mal von der Verfügbarkeit und dem Preis abgesehen? Imo als Geländefahrzeug neben dem alten Toyota LandCruiser unschlagbar. Einzig mit ner Körpergröße weit über 185 könnte es ein bisschen eng werden. Die Engländer sind in der Regel en Weng kleiner als die Deutschen.

Mir persönlich gefällt die Umsetzung vom Buschtaxi ganz gut. Ein Hubdach mit festen Wänden, aber wenn man mal en Weng Frischluft haben will, kann man die Wände entfernen.

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#7 Beitrag von mrmomba » Fr 03 Apr 2020 22:41

Ich weiß nicht ob es sich nur um die Pritsche handelt oder mittlerweile sogar das ganze Chassis auf dem Leiterrahmen plus Anbauteile?
Zwischen den Modellwechsel 2007-2009 (??? Meine ich, meine es nicht mehr aus dem Kopf hin,,,) waren es schon 300lbs?
Muss man sonst Mal selbst suchen.

--> Pop-up mit festen Wänden gab es auch im Wohnwagenbereich.
Wirklich simpel und genial, wenn man YouTube sucht, sind die esterell Wohnwagen

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#8 Beitrag von Urs » Fr 03 Apr 2020 23:05

canislupus6633 hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 21:58
Laut nem Kumpel aus Louisiana sind die Ford auch die besseren, wenn es darum geht mal vollgeladen mit Material durchs Gelände zur Baustelle zu fahren, egal wie der Untergrund ist.
Die Ram- und Chevy-Fraktionen in den Staaten werden da jeweils anderer Meinung sein :lol: :wink:
Aus meinen Erfahrungen ist die Markenverliebtheit in den Staaten um einiges grösser als bei uns in Mitteleuropa. Das geht soweit dass z.B in einem GM-Forum die Wörter "Ford" oder "RAM" automatisch mit Sternen ersetzt werden (ich als Chevy- und Fordfahrer würde in den Staaten wohl als Markenverräter geteert, gefedert und dann gelyncht werden). Dabei vergessen die meisten ganz gerne dass die 3 Hersteller sich aus den gleichen Regalen bedienen. So werden z.B bei allen 3en die gleichen Achsen von AAM eingesetzt. Ford und GM haben ein Automatikgetriebe zusammen entwickelt welches inzwischen bei den Pickups bei beiden zum Einsatz kommt usw. Für oben genannten Fall sind meiner Meinung nach die Reifen der massgebliche Faktor, nicht die dahinterliegende Basis-Technik welche bei den 3 Platzhirschen nur in Details voneinander unterscheidet.

Gruss
Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#9 Beitrag von Urs » Fr 03 Apr 2020 23:26

mrmomba hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 22:41
Ich weiß nicht ob es sich nur um die Pritsche handelt oder mittlerweile sogar das ganze Chassis auf dem Leiterrahmen plus Anbauteile?
Zwischen den Modellwechsel 2007-2009 (??? Meine ich, meine es nicht mehr aus dem Kopf hin,,,) waren es schon 300lbs?
Gut möglich dass inzwischen noch mehr aus Alu ist...bei den 1500er hab ich die Übersicht nicht wer wann was gebracht hat...
Bei den zahlen (so auch bei den 300lbs) bin ich bei den Amis grundsätzlich skeptisch. Ich hab schon Zahlen gesehen wo meiner (mit Schneepflugvorbereitung) sagenhafte 25kg Zuladung auf der VA gehabt hätte...

Gruss
Urs
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#10 Beitrag von canislupus6633 » Fr 03 Apr 2020 23:28

Urs hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 23:05
canislupus6633 hat geschrieben:
Fr 03 Apr 2020 21:58
Laut nem Kumpel aus Louisiana sind die Ford auch die besseren, wenn es darum geht mal vollgeladen mit Material durchs Gelände zur Baustelle zu fahren, egal wie der Untergrund ist.
Die Ram- und Chevy-Fraktionen in den Staaten werden da jeweils anderer Meinung sein :lol: :wink:
Aus meinen Erfahrungen ist die Markenverliebtheit in den Staaten um einiges grösser als bei uns in Mitteleuropa. Das geht soweit dass z.B in einem GM-Forum die Wörter "Ford" oder "RAM" automatisch mit Sternen ersetzt werden (ich als Chevy- und Fordfahrer würde in den Staaten wohl als Markenverräter geteert, gefedert und dann gelyncht werden). Dabei vergessen die meisten ganz gerne dass die 3 Hersteller sich aus den gleichen Regalen bedienen. So werden z.B bei allen 3en die gleichen Achsen von AAM eingesetzt. Ford und GM haben ein Automatikgetriebe zusammen entwickelt welches inzwischen bei den Pickups bei beiden zum Einsatz kommt usw. Für oben genannten Fall sind meiner Meinung nach die Reifen der massgebliche Faktor, nicht die dahinterliegende Basis-Technik welche bei den 3 Platzhirschen nur in Details voneinander unterscheidet.

Gruss
Urs
Er ist ein Chevy C-Serie der 4. Generation gefahren.
Seine Aufteilung war von überwiegend Straße zu überwiegend Gelände:
Chevy, Dodge, Ford
Das war aber auch vor 20 Jahren.
Jetzt fährt er nur den kleinen Grand Cherokee.
Er ist aber irgendwie auch kein typischer weißer (Südstaaten-)Ami, seine Freundin ist Afroamerikanerin und er würde lieber gestern als heute die USA verlassen und wieder nach Deutschland kommen. Hier bei uns gefiel es ihm am Besten und das trotz das er hier mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hatte.

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#11 Beitrag von campo » Sa 04 Apr 2020 09:53

Willkommen.

Ein paar Kritische Bemerkungen von meiner Seite:

1. Kleiner bauen, nicht großer. Passt überhaupt nicht auf so ein Fahrgestell. Ein Toyota Hi Lux bleibt ein Fahrzeug und ist kein Geräte Träger.

2. Hast du bereits eine Auflistung gemacht von die Verstärkungen an dein Tragerfahrzeug und was das kostet ?
Alle haben nachher Federung usw verstarkt und TUV probleme haben fur extra kosten gesorgt.

3. Aus Erfahrung. Erst eine Lösung finden für die Luft und Wasser Dichtung zwischen pop-up und Kabine. Erst dann der Rest vom System bedenken.

4. Nicht alles neu erfinden, dann musst du 3 bauen bis es gut ist. Lieber ein gutes Konzept kopieren und verbessern.

5. Realisiere dich das es inklusive der Arbeit mal teurer wird wie ein Kastenwagenumbau. Lohnt sich das und kannst du dich so was leisten?
Dabei denke ich primär an die viele Arbeit. zb 1800 stunden statt 800

Grtz Campo
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#12 Beitrag von WoMoG » Sa 04 Apr 2020 16:04

Hallo,

da ja mein ProjeGt ja schon genannt wurde :
Voll aufgerödelt 3,2 To, voll geländetauglich und warum
muss es immer so ein labberiger PU Rahmen sein ?
Aber, ich hatte natürlich ein sehr spezielles Lastenheft.

Gruß aus
Einst mit Kleinst-SUV und Dachzelt , nun mit dem ProjeGt unterwegs

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#13 Beitrag von Canoe » Sa 04 Apr 2020 18:50

Hallo, ich habe den F 150. Die Karosserie ist seit 2015 komplett aus Aluminium und das Leergewicht ist ungefähr gleich wie beim Ranger. Es ist der einzige Ami PU, bei dem man eine Chance hat mit 3500 kg auszukommen. Bisher habe ich etwa 100.000 km mit etwa 10 bis 15% ungeteerten Wegen ohne eine einzige Reparatur. Ich fahre ihn allerdings in Canada, wo Wartung und Sprit billig sind und der Ford das meistverkaufte Auto ist. Er kostet dort etwa 30.000 Euro neu. In Europa ist das anders, da ist er ein Exot und damit vermutlich teuer, aber immer noch billiger, als der Toyo GR 79, der schwächer, enger und durstiger ist. Da scheint mir einer der hier erhältlichen Midsize PU realistischer. Auflastung auf 3,5t ist aber Pflicht. Das ist bei den unterschiedlichen PU unterschiedlich aufwendig. Informiere Dich da vorher. Gerade die älteren Hilux haben wenig Zuladung. Die Kabine kannst Du hier https://overlandex.com/pop-up-truck-campers sehen. Die isolierte weiche Seitenwand funktioniert wirklich. Wir hatten schon jede Menge Frostnächte (Polarlichter beobachten bei Yellowknife im Herbst) und kein Problem die Innentemperatur bei 19c zu halten. Der HBE flatbed camper würde in etwa Deinen Vorstellungen entsprechen.
Grüße Stefan
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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#14 Beitrag von Picco » Sa 04 Apr 2020 19:36

Hoi zämä
Canoe hat geschrieben:
Sa 04 Apr 2020 18:50
Gerade die älteren Hilux haben wenig Zuladung.
Das stimmt so nicht zwingend.
Zumindest in der Schweiz gab es bei den alten Hilux immer Versionen mit mehr als 1000kg Zuladung.

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Re: Anfangsgedanken zu einer Popup Kabine mit festen Wänden

#15 Beitrag von Mythos » Mo 06 Apr 2020 17:05

Vielen Dank für alle Antworten. Ich versuche einmal auf alle einzugehen.
Urs hat geschrieben:Als begeisterter US-Fahrzeug-Fahrer würde ich Dir gerne einen US-Pickup schmackhaft machen. Aber da musst du mindestens eine deiner Kriterien über Bord werfen. Entweder die 2500er oder das 3.5t-Limit.
mehr als 3,5t bedeuten leider viele Einschränkungen (z.B. Tempo 100) und direkt mal 4.000-5.000 Euro mehr wegen neuen Führerscheinen. Würde ich halt gerne vermeiden und wir sind beim Reisen in Maßen genügsam, brauchen z.B. keine Innendusche und auch warmes Wasser können wir ggf. wegstreichen. Bedneken hab ich auch etwas wegen der Ersatzteilversorgung außerhalb Amerika und Europa (Asien, Afrika).
Urs hat geschrieben:Such mal nach dem Projekt vom Stefan (User Canoe). Er hat einen F150 mit 3.5t und Hubdach. Zwar mit Zeltstoff, aber bevor du das aus dem Grund schon verwirfst schau es mal an, ist nicht das übliche sondern Zeltstoff welches ansonsten für Arktikexpeditionen genutzt wird.
Bei dem Verwerfen von Zeltstoff geht es mir nicht nur um die Wärme-Isolierungswerte, sondern auch um solche Themen wie Lautstärke in der Kabine oder auch gefühlte Sicherheit beim Schlafen, wenn ein Messer reicht, um in die Kabine zu kommen. Jaja, ich weiß, ein Seiz Fenster ist auch schnell geknacht, deswegen ja gefühlte Sicherheit.
gtom hat geschrieben:Ich würde die Kabine mit 40mm Sandwich bauen, jeweils Deckschicht 1,2mm und mit XPS als Kern, in die Ecken innen Alu-Winkel einkleben und 4 Linearmotoren montieren, daran kommt dann dass Dach als Box die Außen an der Kabine anliegt und z.b. mit 25mm Leichtbau Sandwich (0,6mm Deckschichten) z.b. von Stadur gebaut wird... Rechnerisch müsste das unter 200kg mit Rahmen liegen...
Meinst du so nach dem Prinzip des Explorermagazin Ursa Minors? Hatte ich mir auch schon überlegt, aber die Motoren wiegen auch wieder und sind eine Fehlerquelle mehr im Vergleich zu einem mechanischen Scharnier.
canislupus6633 hat geschrieben:Was spricht gegen eine Defender d130 mit der Zweisitzer-Kabine und Pritsche, mal von der Verfügbarkeit und dem Preis abgesehen? Imo als Geländefahrzeug neben dem alten Toyota LandCruiser unschlagbar. Einzig mit ner Körpergröße weit über 185 könnte es ein bisschen eng werden. Die Engländer sind in der Regel en Weng kleiner als die Deutschen.
Mit der Körpergröße haben wir dann keine Probleme, 180 und 165 cm. Aber die Verfügbarkeit und der Preis sprechen schon gegen einen Defender. Ich hab zumindest noch keinen d130 mit Single Cab in letzter Zeit zu kaufen gesehen. Und im Hinterkopf hab ich immer, dass die Autos notorisch unzuverlässig sind und dauernd repariert werden müssen, dass die teilweise wasserundicht sind. Sonst vielleicht ein D110 HCPU, der kann immerhin 1200kg Zuladung aufweisen.
mrmomba hat geschrieben:Wirklich simpel und genial, wenn man YouTube sucht, sind die esterell Wohnwagen
Ja, wobei so flach muss das ja gar nicht sein, ist ein Pickup ja auch nicht.
campo hat geschrieben:1. Kleiner bauen, nicht großer. Passt überhaupt nicht auf so ein Fahrgestell. Ein Toyota Hi Lux bleibt ein Fahrzeug und ist kein Geräte Träger.
Deswegen mach ich mir ja Gedanken, bevor ich etwas kaufe und anfange zu bauen.
campo hat geschrieben:2. Hast du bereits eine Auflistung gemacht von die Verstärkungen an dein Tragerfahrzeug und was das kostet ?
Alle haben nachher Federung usw verstarkt und TUV probleme haben fur extra kosten gesorgt.
Nein, ich habe mich ja noch nicht mal für ein Fahrzeug entschieden, daher auch noch keine solche Auflistung.
campo hat geschrieben:3. Aus Erfahrung. Erst eine Lösung finden für die Luft und Wasser Dichtung zwischen pop-up und Kabine. Erst dann der Rest vom System bedenken.
Deswegen suche ich mir ja Sachen aus, die Leute schon gebaut haben, um mir das abzugucken. Ist ja auch immer die Frage, was im Rahmen meiner Möglichkeiten ist.
campo hat geschrieben:5. Realisiere dich das es inklusive der Arbeit mal teurer wird wie ein Kastenwagenumbau. Lohnt sich das und kannst du dich so was leisten?
Dabei denke ich primär an die viele Arbeit. zb 1800 stunden statt 800
Ja, das hab ich mir schon gedacht, aber das schreckt mich nicht ab, wenn es dann so ist, wie ich es mir vorstelle. Ich habe z.B. auch schon viele meiner Möbel zu Hause selbst gebaut und da dauert dann ein Wohnzimmerregal auch mal gerne 100+ Stunden. Auch der Wille zum Recherchieren und planen ist da, wegen Werkzeugen kann ich auf eine ausgestattete Werkstatt im Holz- und Metallbereich sowie Lasercutter, CNC Fräsen und 3d Drucker zurückgreifen (halt ein typischer Makerspace Verein). Arbeitszeit kann man als Kosten dazunehmen, aber da es auch ein Hobby und Ausgleich für mich ist, ist das für mich schon OK so.
WoMoG hat geschrieben:Voll aufgerödelt 3,2 To, voll geländetauglich und warum
muss es immer so ein labberiger PU Rahmen sein ?
Na was würdest du denn empfehlen? Auch einen G? So weit geht mein Vertrauen in meine Fähigkeiten dann doch nicht, dass ich das Auto selbst auch noch fitmachen kann und das Dach aufschneiden, Kabine absägen etc.
Canoe hat geschrieben:Er kostet dort etwa 30.000 Euro neu. In Europa ist das anders, da ist er ein Exot und damit vermutlich teuer, aber immer noch billiger, als der Toyo GR 79, der schwächer, enger und durstiger ist. Da scheint mir einer der hier erhältlichen Midsize PU realistischer. Auflastung auf 3,5t ist aber Pflicht. Das ist bei den unterschiedlichen PU unterschiedlich aufwendig.
Bei 30.000 neu und den Möglichkeiten in Kanada würde ich wahrscheinlich auch nicht überlegen. Aber wer kennt sich hier gut mit einem F150 aus, was machen Zubehörteile wie ein Schnorchel, etc. Gut, bekommt man alles auch hier, zur Not aus den USA importiert, aber so billig ist er hier nun mal nicht zu bekommen. Wegen den Seitenwänden hab ich ja oben schon geschrieben, ist nicht nur wegen der Isolation.
Beim Toyota, der ja wirklich nicht wenig verbraucht, schwingt halt immer etwas der Ruf des Unzerstörbaren mit, auch wenn ich weiß, dass es nicht ganz so ist. Außerdem hat er fast 1,5t Nutzlast, wenn man die hintere Pritsche abbaut. Aber eigentlich will ich ihn ja bei dem (Neu) Preis, der nichtvorhandenen Gebrauchtwagenverfügbarkeit und dem Verbrauch auch nicht haben.

Nun habe ich viel über die unterschiedlichen Autos gelesen, aber nicht so wirklich viel über die verschiedenen Dachformen. Ich seh schon, wird doch ein C1 Führerschein mit einem Daily 4x4...

Puh, ist länger geworden als erwartet.

Viele Grüße,
Jens

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