Grüße aus Irland

Hier postet Ihr alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diskutiert über Eure Enkelkinder, stellt Eure neuste Blumenzüchtung vor oder sagt uns mal die Meinung. Und hier sucht und findet man alles, was nirgendwo anders reinpasst :-)
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Urs
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Re: Grüße aus Irland

#31 Beitrag von Urs » Do 22 Aug 2019 22:37

Mit viel Interesse hab ich hier mitgelesen. Bei einem Reh könnte ich mir das noch vorstellen, aber bei einem ausgewachsenem Hirsch hätte ich viel Respekt daneben hinzuknien und was zu versuchen. Der wird ja nicht ganz ruhig da am Boden liegen und warten bis jemand ihm ein Messer ins Genick steckt.
Ich hab ja leider auch schon einmal ein Hirsch angefahren. Ist mit einem gebrochenem Bein etwa 200m in den Wald geflüchtet. Da stellte sich bei mir die Frage nach was tun zum Glück gar nicht erst denn keine 2 Minuten später war auch schon die Polizei am Unfallort (die Fuhren zufällig da streife). Ich hab die gebeten da rauf zu laufen und das Tier doch bitte mit der Dienstwaffe zu erlösen...ui...wurde das barsch abgewiesen, so von wegen Tierqualerei, irgend welche Paragraphen und überhaupt dürfe das nur vom Wildhüter gemacht werden...echte Paragraphenreiter mit null Sinn für Pragmatismus halt. Zum Glück kam der Wildhüter dann relativ schnell und die Sache war dann erledigt. Die Geschichte hat mir aber eins gelehrt; hier in Mitteleuropa wo ein Wildhüter innert nützlicher Frist vor Ort sein kann würde ich tunlichst sein lassen irgendwas wie dem Tier ins Genick stechen oder gar Kehle durchschneiden zu versuchen. Auch wenn es gut gemeint war könnte das ganz schnell zum Boomerang werden...irgendwo in der Pampa sieht das dann wohl anders aus.

Und der Boomerang und die Pampa bringen mich zu einem weiteren Szenario: Vor bald 20 Jahren, Australien, in the middle of nowhere. Ich gleite gemütlich auf einer Outbackpiste dahin, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel auf der rechten Seite eine Staubwolke bemerkte. Es war ein Emu welcher mit vollem Speed von der Seite im 90 Grad Winkel auf mich zuraste. Ich ging voll in die Eisen...und was passierte...der blöde Vogel raste schnurgerade auf mein Auto zu uns seckelte vol in den hinteren Kotfügel...kein Ausweichen, nichts, dabei hätte es etwa 30cm gebraucht und er wäre einfach hinter mein Auto durchgelaufen...aber nein...es schien als ob ihn der Kotflügel magisch angezogen hätte. Er stürzte zu Boden und schlug mit den Beinen um sich und versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Dabei drehte er sich um die eigene Achse und schlug weiter mit den Beinen um sich. Glücklicherweise kam der aber nach 1-2 elend langen Minuten auf die Beine und weg war er.
Da ist mir dann auch durch den Kopf, was hättest du gemacht wenn er nicht wieder aufgestanden wäre. Dabei sollte man wissen dass ein Emu bei einem Tritt mit seinem Zehen einem Menschen auch mal locker den Bauch aufschlitzen kann. 70km von der nächsten Farm weg, 200km vom nächsten Ort wo ein Ranger, Wildhüter, Polizisten oder Jäger alarmierbar gewesen wäre war irgendwie auch keine Option, mal davon abgesehen dass wohl niemand wegen eines Emus 400km unter die Räder genommen hätte. Also was hättet ihr in der Situation getan wenn er nicht aufgestanden wäre? Mir ist da auf die schnelle irgendwie nur Überfahren (relativ schnell und grausam) oder warten bis er müde wird und dann versuchen den Kopf mit der Axt abzuschlagen (langsam und auch grausam) eingefallen.

PS: Später hatte ich noch eine Begegnung gleicher Art mit einem Emu. Auch der wollte mich offenbar blöd von der Seite anmachen. Da blieb ich aber auf dem gas und er rauschte mit vollem Speed hinter mir durch...uff, nichts passiert, aber seitdem weiss ich warum die Vögel nicht fliegen können: Sie sind schon mit der Fortbewegung in 2 Dimensionen masslos überfordert, da würde eine 3. Dimension sie nur noch mehr aus dem Konzept bringen. ;) (Oder nicht ganz so nett ausgedrückt: Die sind schon zu dumm zum laufen, da wollte Gott ihnen nicht auch noch das fliegen zumuten! SCNR)

Gruss
Urs
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Re: Grüße aus Irland

#32 Beitrag von Mobilix » Fr 23 Aug 2019 08:45

Hoi Urs,
danke für diesen unterhaltsamen und erleuchtenden Einblick in die Lebenswelt von Emus.

Aber - irgendwas müssen die ja nicht ganz falsch machen, sonst hätte Darwin schon für einen Wandel gesorgt... :D

Gruß,
Mobilix

P.S. Ich kann das Vorgehen ("abnicken"), was ThomasFF weiter vorn beschreibt, aus fachlicher Sicht voll unterschreiben.

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Re: Grüße aus Irland

#33 Beitrag von Varaderorist » Fr 23 Aug 2019 08:50

Moin Urs,

vielleicht war der erste Emu gar nicht so dumm wie vermutet:

Der wäre nämlich ohne Dein Bremsen locker hinter Deinem Auto durchgerauscht, da er Deine Fahrgeschwindigkeit erkannt und mit eingerechnet hatte.
Nur weil der "doofe Europäer" ihn für blöd gehalten und gebremst hat, semmelte er gegen den hinteren Kotflügel.

Wäre doch auch ein Denkansatz, oder? :mrgreen:
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: Grüße aus Irland

#34 Beitrag von Abgemeldeter User » Fr 23 Aug 2019 11:38

Die Wirksamkeit von Wildpfeifen, die mit hohen Pfeiftönen im Ultraschallbereich das Wild vergrämen sollen, ist nicht abschließend getestet und voll wissenschaftlich gesichert. Es gab mal, soweit ich mich erinnere, einen nicht ganz positiven Bericht beim ADAC.

Ein Freund, den ich, weils an der Strecke liegt, nach Osnabrück zum Verein mitnehme, wohnt in einer Siedlung, die wegen ihrer Lage nur auf sehr wildreichen Straßen erreichbar ist. Im ersten Jahr sah ich auf der Hinfahrt öfter mal ein Reh, auf der Rückfahrt jede Nacht. Er empfahl mir die Wildpfeifen, weil er gute Erfahrungen damit gemacht habe.
Seitdem ich die Pfeifen angebracht habe, hab ich kein Reh mehr gesehen auf dieser Strecke. Ich fahre aber dort zwischen 70 und 80 km/h.
Wenn ich auf der gut ausgebauten Bundesstr. mit 100 bis 110 Tacho unterwegs bin, seh ich gelegentlich noch eins.... da reicht bei meinem Tempo wohl die Reaktionsszeit bei den Tieren nicht ganz aus... (By the Way: Diese Geschwindigkeit fahre ich dort nur , wenn vor mir ein anderes Auto unterwegs ist, zu dem ich etwas über 100 m Abstand halte. Wenn da was mit Wild ist, habe ich Reaktionszeit.....)

Rehe haben auf Asphalt Probleme mit der Traktion, wenn sie in Panik loswollen, gleiten die harten Hufe nach hinten weg, das Tier fällt auf die Seite und hat dann Mühe mit dem Hochkommen, weil auch dabei die Hufe nicht greifen.

Da hilft nur, mit niedrigerem Tempo zu fahren, dann kann man ohne Gefahr für sich selbst notfalls erfolgreich bremsen.
Ich verfolge diese Strategie seit über 40 jahren, in denen ich in der Eifel und jetzt in waldreichen Gegenden Niedersachsens oft nachts unterwegs war und bin....
Wenn ich wie neulich nach Mitternacht auf der Bundesstr. von Celle nach Uelzen mit 85 km/h unterwegs war, schon einige Rehe äsend am Straßenrand gesehen hatte (Mietwagen ohne Pfeifen....hihi) , dann könnt Ihr Euch vorstellen, was ich von einem Deppen gehalten hab, der mich gefühlt mit mehr als 60 km/h Differenz überholte.

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Re: Grüße aus Irland

#35 Beitrag von Urs » Fr 23 Aug 2019 18:46

Varaderorist hat geschrieben:
Fr 23 Aug 2019 08:50
Nur weil der "doofe Europäer" ihn für blöd gehalten und gebremst hat, semmelte er gegen den hinteren Kotflügel.

Wäre doch auch ein Denkansatz, oder? :mrgreen:
Wäre natürlich auch ein Denkansatz, aber irgendwie gefällt mir meine Version der Geschichte besser :wink: :mrgreen:
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Re: Grüße aus Irland

#36 Beitrag von Hartwig » Fr 23 Aug 2019 20:35

Thomas, zu Hause wenn ich wieder vernünftiges Inet habe veröffentliche ich 2 Filmsequenzen wo ich dummer, lahmer Touri von Einheimischen hupend überholt werde. Einer davon ein LKW Fahrer auf einer schmalen Landstraße. Sein Kennzeichen wurd mit Sicherheit in einem Extrabild zu sehen sein. Die rasen hier wie die Bekloppten. Gleiches gilt alletdings auch für England und Schottland. Die Raserei war auch ausschlaggebend für o.g. Unfall.

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Re: Grüße aus Irland

#37 Beitrag von Hartwig » Fr 23 Aug 2019 22:06

​wir stehen südlich von Cork. Morgen Nachmittag gehts heimwärts. Die restlichen Landschaftsbilder gibts wohl von daheim aus, Datenvolumen schon 3x nachgebucht und trotzdem alle, das wlan hier im Pub kannste knicken :-)



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Re: Grüße aus Irland

#38 Beitrag von Gode_RE » Sa 24 Aug 2019 01:47

Whow, tolle Bilder aus Irland. Das Video habe ich mir auch angeschaut. Vielen Dank für den schönen Bericht! Wir sind in Gedanken mitgefahren...

LG Gode

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Re: Grüße aus Irland

#39 Beitrag von Hartwig » Mo 26 Aug 2019 15:57

Drittes kleines Filmchen



https://www.youtube.com/watch?v=8A7LqsUurQw​



wenn mich die Leute und das Telefon hier lassen, kommen irgendwann noch Bilder

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Re: Grüße aus Irland

#40 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Fr 28 Feb 2020 10:35

Hi Hartwig
Hartwig hat geschrieben:
Mi 07 Aug 2019 19:20
Wie sich herausstellte, war das der Pub von dieser Enya ( der Sängerin).
Wow, wo genau war das? Und taucht Enya da vielleicht höchstpersönlich einmal auf? Tritt sie vielleicht sogar auch einmal auf?

Viele Grüße von einem bekennenden Enya-Fan
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
erstes Juni-WE (05.-08.06.2020): Weinfest
04.-06.09.2020: Leerkabinen-Treffen
vierter Sept.-Samstag (26.09.2020): Weinprobe in den Weinbergen

Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich

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Re: Grüße aus Irland

#41 Beitrag von Hartwig » Fr 28 Feb 2020 11:03

Hallo Wolfgang,
guckst du:

http://leostavern.com/

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etwa 800m weiter ist ein sehr, sehr, sehr einfacher und kleiner "Campingplatz"

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Re: Grüße aus Irland

#42 Beitrag von Krabbe » Fr 28 Feb 2020 11:27

Wenn man den Reiseführern trauen darf, dann taucht Enya ab und an auch mal im Pub auf, wenn sie bei der Familie ist.
Das ist vermutlich aber eher selten.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Re: Grüße aus Irland

#43 Beitrag von Hartwig » Fr 28 Feb 2020 19:51

hier sind auch noch ein paar Bilder


https://onedrive.live.com/?id=8E170488B ... 88B164CCE2

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Re: Grüße aus Irland

#44 Beitrag von Urs » Fr 28 Feb 2020 23:27

Bei mir kommt nur ein Fenster wo ich mich anmelden müsste...
In der Theorie entspricht die Praxis der Theorie...

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Re: Grüße aus Irland

#45 Beitrag von Hartwig » Sa 29 Feb 2020 20:17

ich möchte die Bilder hier nicht einzeln einbetten. Sind etwa 200Stck. :roll:

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