Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

Hier postet Ihr alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diskutiert über Eure Enkelkinder, stellt Eure neuste Blumenzüchtung vor oder sagt uns mal die Meinung. Und hier sucht und findet man alles, was nirgendwo anders reinpasst :-)
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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#166 Beitrag von Picco » Di 02 Jan 2018 16:44

Hoi Tommy

Nein, alle Anschlüsse oben wird Dich nicht zufriedenstellen!
Wie Myk schon geschrieben hat muss das Wasser da schon richtig eingebracht werden, nicht einfach oben reinschütten wollen.
Gerade Wände kannst Du bei Druckspeichern vergessen, da drin wirst Du mindestens 1 Bar haben, das baucht jedes Blech aus.
Statt selbst zu schweissen könntest Du Dir mal den anschauen, d=600 inkl., Isolation, 300 Liter und ein Wellrohrwärmetauscher fürs Warmwasser ist auch schon drin. Klick mich! Angemeldet hab ich mich nicht und deshalb seh ich auch den Preis nicht...das ist dann Dein Part :wink:

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ST1100
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Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#167 Beitrag von ST1100 » Di 02 Jan 2018 18:44

Myk hat geschrieben:Damit auch der untere Teil des Speichers aufgeheizt werden kann, müssen die Heizanschlüsse unten sitzen und die Annahmestellen im heißeren oberen Teil sitzen.
Diese Teile gibt es mittlerweile von vielen Herstellern, Google mal “Solarspeicher 300l”.
Hallo Myk und Picco,

Auch wenn die Anschlüsse außen oben sitzen, könnte der Auslass innen mit einem Rohr ja trotzdem in beliebiger Höhe erfolgen.
So ist das bei meinem Meerwasseraquarium ja auch gelöst.

Aber Dein "Solarspeicher 300" bringt ja schon viele vorgefertigte Treffer, die nicht gleich 3000 Euro kosten.
Da brauch ich gar nicht anfangen mit nem Eigenbau.

Aber bei vielen finde ich den Materialmix aus Stahl, Kupfer und Edelstahl ziemlich abenteuerlich.
Sollte sowas nicht komplett aus Edelstahl sein, um Korrosion durch ungewollte "Opferanoden" zu vermeiden?

Rund mit 60 - 70 cm Aussendurchmesser passt ja eh in mein Konzept.
Nur mit den verschiedenen Heizquellen bin ich noch am Grübeln.

Das Brauchwasser fliesst durch eine Wendel, das Solarzellenmedium (Sole?) durch eine zweite.

Dann brauch ich noch einen externen Wärmetauscher für die Motorabwärme und einen weiteren Kreislauf,
wenn alles andere nicht ausreicht, um das Speicherwasser selbst durch den Wasserkreis der Dieselheizung zu bringen.

Zu guter Letzt der Fußbodenheizungskreislauf, der ja ne regelbare Vorlauftemperatur haben müsste.

Danke für Eure Denkanstöße !

Tommy

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#168 Beitrag von Picco » Mi 03 Jan 2018 08:21

Hoi Tommy

Der Materialmix spielt in einem geschlossenen Kreislauf keine Rolle!
Den hast Du in Autos, im Motorrad, in Haus-Heizungen, alles kein Problem sofern der PH-Wert des Wassers nicht zu sehr vom Normalen abweicht.
Um den Motor und die Heizung anzuschliessen brauchst Du keinen zusätzlichen Wärmetauscher, ich würde die wirklich direkt an den Speicher anschliessen!
Den Motor nach dem Thermostaten durch den obersten Stutzen rein und durch den untersten Stutzen raus zum Motorkühler, die Heizung auch durch den obersten Stutzen rein und durch einen der mittleren Stutzen raus, damit bei Heizbetrieb unten kühleres Wasser bleibt damit die Solaranlage überhaupt funktionieren kann.
Da Du sowieso Frostschutzmittel in der Heizung benötigen wirst könntest Du sogar auf einen Wärmetauscher für Solar verzichten, wenn da nicht das Überhitzungsproblem wäre...
Wenn die Heizung eine minimale Rücklauftemperatur benötigt würd ich da einen Thermomischer mit Bimetall verwenden, für die Wärmeabgabe eine nach Aussentemperatur gesteuerte Beimischschaltung einbauen. Dazu einen Raumthermostaten (Kompensation der Sonneneinstrahlung und des Holzofens) und ein Überströmventil, ich kanns Dir in Bodenheim gern genauer erklären.

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#169 Beitrag von mrmomba » Mi 03 Jan 2018 08:54

Hallo,

jetzt klingt es schon ziemlich interessant - was ihr hier schreibt.
Ich habe eine Frage: Kommt ein Hauswasserkessel / Wärmetauscher auch mit Glykol oder den sonstigen Beimischungen klar die im Motorkreislauf verwendet werden?

Eine Frage - speziell an dich Picco, da ich deine Meinung doch sehr schätze - habe ich noch: Was würdet ihr von den Sockelheizungen in einem solchen Gewerk halten? (Oder auch generell?)

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#170 Beitrag von Pelzerli » Mi 03 Jan 2018 10:02

mrmomba hat geschrieben:... Eine Frage habe ich noch: Was würdet ihr von den Sockelheizungen in einem solchen Gewerk halten? (Oder auch generell?)
Damit kriegst du in der Regel die erforderliche Heizfläche nicht hin, resp. du musst mit einer sehr hohen Vorlauftemperatur fahren. Die erforderlich Behaglichkeit wirst du so kaum erreichen; zu hohe Oberflächentemperaturen und zuwenig aktive Speichermasse...

Geschätzt braucht dein Boot bei -5/+20°C etwa 3'800 Watt Heizleistung. Bei deiner eher schwachen Wärmedämmung besteht die Gefahr, dass du ein sogenanntes "Barackenklima" erzeugst. Solange die Heizung läuft ist es warm, sobald du sie aber abstellst wird es sofort kalt. Die Oberflächen sind sehr kalt, was sehr ungemütlich ist und zudem die akute Gefahr besteht, dass sich Kondensat bildet.

Gruss Pelzer
.
Zuletzt geändert von Pelzerli am Mi 03 Jan 2018 10:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#171 Beitrag von Picco » Mi 03 Jan 2018 10:20

Hoi zämä
mrmomba hat geschrieben:Ich habe eine Frage: Kommt ein Hauswasserkessel / Wärmetauscher auch mit Glykol oder den sonstigen Beimischungen klar die im Motorkreislauf verwendet werden?
Das muss man mit dem Hersteller des Heizkessels abklären, gewisse Alumimiumlegierungen reagieren da, deshalb mein Hinweis wegen dem PH-Wert. Grundsätzlich sind aber auch viele heutige Motoren aus Alulegierungen, unmöglich ist es nicht.
mrmomba hat geschrieben:Eine Frage - speziell an dich Picco, da ich deine Meinung doch sehr schätze - habe ich noch: Was würdet ihr von den Sockelheizungen in einem solchen Gewerk halten? (Oder auch generell?)
Pelzer hats schon absolut richtig geschrieben, kein Wunder, er hat ja ebenfalls beruflich damit zu tun :wink: Ich halte nichts von Sockelheizungen, Hauptbegründung siehe Pelzer. Und dazu noch die wesentlich höheren Installationskosten aufgrund von mehr Arbeitsaufwand im Vergleich zur Fussbodenheizung. Vor allem bei Alternativheizungen (Wärmepumpen, Solar, aber durchaus auch bei kondensierenden Gas- und Ölheizungen) benötigt man tiefe Temperaturen, Sockelheizungen benötigen aufgrund der kleinen Oberfläche imme rrecht hohe Temperaturen.

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#172 Beitrag von mrmomba » Mi 03 Jan 2018 11:54

Hallo,
danke für die Info!

Ich gehe jetzt etwas Offtopic:
Beziehen sich eure Aussagen jetzt nur auf das Hausboot oder würdet ihr generell die Finger davon lassen.
Warum frage ich so blöd:
Ich finde die aktuell noch für mein Wohnzimmer sehr interessant, damit ich den alten 3m breiten Heizkörper wegbekomme.
Unbenannt.PNG
Unbenannt.PNG (6.55 KiB) 1671 mal betrachtet
Generell ist das große Zimmer in zwei Klimazonen unterteilt. Zwischen den Fenster Kalt, Hinterer bereich warm
Dämmung der Wände ??? Vermutlich pfusch am Bau - daher meine gezielte Frage nach den Sockelleisten - nur ein eigenes Thema wollte ich nicht eröffnen, hoffentlich wird mir das verziehen:

Zurück zu Topic.
Alu wäre jetzt weniger das Problem, da z.B. schon die alten VW T3 Kühler usw aus Alugittern besteht - womit dann ja vermutlich die Mischung wirklich klappen könnte.
Gleichbleibend ist dann der Korrosionsschutz mit dabei - wie ist das beim Haus? Fließt da normales Wasser durch die Leitung? Vermutlich übermäßig unbegründet, wäre meine Sorge dass mir das Glykol irgendwie im schlimmsten fall mein warmes Trinkwasser kontaminiert. Aber die Sorge rührt vermutlich durch die Unwissenheit :-)

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Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#173 Beitrag von ST1100 » Mi 03 Jan 2018 13:09

Hallo Männer

Der Mopedmotor ist eh aus Alu.

Aber ich hab Hemmungen, 350 Liter alutaugliches Glykol zu kaufen, wenn nur die Solarzellen und der Motor wirklich frostgefährdet sind.
Ein Wärmetauscher im Motorkühlkreislauf vor dem Luftkühler (für heiße Tage hat der eh serienmäßig nen elektrischen Ventilator)
wäre ne unkomplizierte Möglichkeit, im isolierten Haus das nicht frostgeschützte Speicherwasser zu erwärmen.
Wenn der Speicher durch die Sonne eh schon heiss ist, bleibt die Pumpe für diesen Sekundärkreis einfach aus.

Die zwei Solarthermiekollektoren könnte ich mechanisch mit Aluminiumrolladen beschatten, wenn der Speicher heiß ist.

Die Dieselheizung mit 5 kW kann ja direkt das Speicherwasser erwärmen, wenn es notwendig ist.
Die ist zwar jetzt nicht so effektiv wie ein Brennwertkessel, aber mit 0,4 Liter pro Stunde erträglich.

Ich seh schon, ich muss mir das mal aufmalen im Excel, um ne möglichst kompakte Lösung zu finden.

Fussbodenheizung ist gesetzt, allein schon wegen der niedrigen Vorlauftemperatur und dem cleanen Design.
Das Barackenklimaproblem hätte dann aber jedes moderne Glashaus, oder Pelzerli?

Tommy

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#174 Beitrag von Picco » Mi 03 Jan 2018 13:35

Hoi zämä
mrmomba hat geschrieben:Beziehen sich eure Aussagen jetzt nur auf das Hausboot oder würdet ihr generell die Finger davon lassen.
Ich würde generell die Finger davon lassen, das waren meinerseits ganz allgemeine Aussagen.
mrmomba hat geschrieben:Alu wäre jetzt weniger das Problem, da z.B. schon die alten VW T3 Kühler usw aus Alugittern besteht - womit dann ja vermutlich die Mischung wirklich klappen könnte.
Vergiss aber nicht dass die Wasserberührenden Teile bei den meisten Kühlern aus Kupfer oder Stahl sind, nur die Lamellen sind aus Alu. Zumindest bei denen die ich schon gesehen habe.
ST1100 hat geschrieben:Ein Wärmetauscher im Motorkühlkreislauf vor dem Luftkühler (für heiße Tage hat der eh serienmäßig nen elektrischen Ventilator) wäre ne unkomplizierte Möglichkeit, im isolierten Haus das nicht frostgeschützte Speicherwasser zu erwärmen.
Schau Dir den Link an den ich zum 300-Liter-Kombispeicher gesetzt habe, da gibts auch welche mit 2 integrierten Wärmetauschern plus Wellrohr-Wassererwärmer, aber obs den auch mit 300l gibt müsstest Du halt nachfragen.
ST1100 hat geschrieben:Die Dieselheizung mit 5 kW kann ja direkt das Speicherwasser erwärmen, wenn es notwendig ist.
Frag beim Hersteller nach ob die geeignet sind 300 Liter kaltes Wasser zu erwärmen ohne zu versotten, ansonsten brauchst Du eine Rücklaufhochhaltung.
ST1100 hat geschrieben:Das Barackenklimaproblem hätte dann aber jedes moderne Glashaus, oder Pelzerli?
Bin zwar nicht Pelzerli, aber ich hab das Thema ja auch schon angesprochen. Nein, wenn genügend Speichermasse (Boden, Decke) und Beschattung vorhanden ist nicht zwingend.

Tante Edit meint: Jetzt seh ich auch wo Pelzerli das geschrieben hat, recht hat er!

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#175 Beitrag von mrmomba » Mi 03 Jan 2018 14:29

Picco hat geschrieben:Hoi zämä
mrmomba hat geschrieben:Alu wäre jetzt weniger das Problem, da z.B. schon die alten VW T3 Kühler usw aus Alugittern besteht - womit dann ja vermutlich die Mischung wirklich klappen könnte.
Vergiss aber nicht dass die Wasserberührenden Teile bei den meisten Kühlern aus Kupfer oder Stahl sind, nur die Lamellen sind aus Alu. Zumindest bei denen die ich schon gesehen habe.
Ich glaube, dass sogar die Innenrohre aus Alu bestehen -> Natürlich habe ich nicht mein alten Kühler zerflext um das jetzt nachzuschauen :-(

@Tommy:
350 Liter alutaugliches Glykol zu kaufen
Vermutlich kann ich dir da Kanisterweise weiterhelfen ;-) - sofern es keine gravierenden Einschnitte in meinen aktuellen Lebensumfeld geben wird :mrgreen:

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#176 Beitrag von ST1100 » Do 04 Jan 2018 08:41

Hoi Picco,

der Vitocell 340-M ist zwar mit 400 l etwas dicker als ursprünglich gewünscht, aber hat wohl Alles, was ich bräuchte:

Für Heizungsanlagen mit mehreren Wärmeerzeugern.

Zwei Heizwendeln plus Wellrohr Trinkwassererwärmung.

Tommy

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#177 Beitrag von Pelzerli » Do 04 Jan 2018 10:06

ST1100 hat geschrieben:... Das Barackenklimaproblem hätte dann aber jedes moderne Glashaus, oder Pelzerli? ...
Wenn man es so konstruieren/konzipieren täte - ja. :mrgreen:

Aber normalerweise werden auch Häuser mit Glasfassaden aus schweren Materialien gebaut; Betondecken und -böden, gemauerte Innenwände, usw. Aber bei Holzhäusern ist das Barackenklima durchaus ein Thema. Bei leichten Konstruktionen plane ich deshalb extra Speichermassen ein. Zum Beispiel extra starken, mineralischen Estrich für die Bodenheizung, doppelte Beplankung an den Wänden aus schwere Gipsfaserplatte und/oder vorfabrizierte Betontreppen. Alles um die erforderliche Speichermasse zu erreichen. Und eine Phasenverschiebung von mehr als 12 Stunden.

Meine Häuser brauchen bei über 200 m2 Wohnfläche ja nicht einmal halb soviel Energie wie das Wohnboot hier! :idea:

Gruss Pelzer
.
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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#178 Beitrag von Picco » Do 04 Jan 2018 10:43

Hoi Tommy
ST1100 hat geschrieben:der Vitocell 340-M ist zwar mit 400 l etwas dicker als ursprünglich gewünscht, aber hat wohl Alles, was ich bräuchte
In den technischen Unterlagen sieht man dass die maximale Zapfmenge bei 45°C lediglich 23 Litern pro Minute liegt!
Und das auch nur bei gleichzeitiger Zuführung von 16kW Heizleistung mit 70°C heissem Vorlaufwasser...
Ohne Nachheizung und einem durchgehend auf 60°C erwärmten Speicher kannst Du bei 20 Litern pro Minute lediglich 97 Liter 45°C warmes Wasser zapfen!
Das ist gelinde gesagt ein Witz!
Und zwar ein Schlechter!
Als Beispiel: Meine Badewannenarmatur in einem durchschnittlichen Mehrfamilienhaus bringt 32 Liter pro Minute...also beinahe das 1,5-fache des maximalen Vollumenstromes und das 1,6-fache dessen was ohne Nachheizung nur 97 Liter 45° Warmwasser bringt!
Du wirst damit nicht glücklich werden.
Frag bei Forster an, ob er einen Speicher für Deine Masse bauen kann, der hats im Griff und verwendet nicht wie so Viele zu grosse Wellrohre, die entsprechend eine zu kleine Wärmetauscheroberfläche besitzen.

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#179 Beitrag von ST1100 » Do 04 Jan 2018 12:37

Danke Picco und Pelzer,

Leichtbau und Speichermasse schließen sich ja aus.
Aber das kennt Ihr WoMo-Bauer ja eh.
Ich hab noch kein WoMo mit Betonestrich oder Betontreppen gesehen.

Wäre eine Decke aus Rigips oder Fermacell hilfreich?
Unter der Fußbodenheizung bringt es ja wohl nix und darüber macht es sie wohl zu träge.

Gut, dass Picco aus den technischen Daten des Speichers mehr herauslesen kann als ich!
Heisst das, zum Duschen reicht es, aber zum Baden müsste ich den Speicher vorher auf 70 Grad aufheizen,
oder das Wasser langsamer einlaufen lassen?

Oder ist der Viessmann einfach nur "zu billig" konzipiert?

Ich hab wieder mal gemalt und dabei erstmal das Grundkonzept skizziert.

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Re: Leerkabinen auf dem Wasser - Hausboot

#180 Beitrag von mrmomba » Do 04 Jan 2018 12:51

Unbenannt.PNG
Ich habe es etwas abgeändert:
Lass die Dieselstandheizung doch dein Motorblock mit heizen und umwälzen und den idealerweise mit als Wärmespeicher zu nutzen. Da der Motor ja Tief im Rumpf ist hast du dadurch zwar auch etwas Verlust, aber vermutlich weniger als wie beim PKW.

Zusätzlich würde ich ein Bypass VOR dem Kühler setzen, damit im zweiten Step erstmal dein Wärmespeicher voll Aufgeheizt wird und dann die noch immer überschüssige Energie durch den Kühler verballert wird. Vielleicht Kühlen ja auch alle Verbraucher den Motor sogut (Fußbodenheizung die im Winter als Riesige Kühlfläche dient) dass der Kühler dann direkt umgangen wird.
Idealer wäre ein 'Schlauer' Bypass
Quasi: Wenn Motor aus => Niemals den Kühler ansteuern -> Wenn an und zu heiß -> Fließ durch den Motorkühler.

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