Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohnung

Hier postet Ihr alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diskutiert über Eure Enkelkinder, stellt Eure neuste Blumenzüchtung vor oder sagt uns mal die Meinung. Und hier sucht und findet man alles, was nirgendwo anders reinpasst :-)
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Anton
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#76 Beitrag von Anton » So 20 Aug 2017 18:11

paul stettiner hat geschrieben:Ich darf hier mal den Forumskollegen Anton (unbekannterweise) zitieren: "Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!"


Hallo

Danke Paul! Diese meine Aussage passt in so vielen Situationen, das eigentlich immer stimmt! Vor allem auch in Bezug auf Entscheidungen, die ganze Völker betreffen! :wink:

Aber lassen wir das.
Sequoya hat geschrieben:Nein, dieser Thread ist ein wenig weg gekommen von unserem Projekt,
So würd ich das nicht sagen. So ist nun mal die Eigendynamik eines Forums. Da driften Themen mal schnell von der eigentlichen Frage / dem Themenstart ab ohne das es böse gemeint hat. Du hast jetzt so viel Verschiedenes von so vielen gehört, das es evtl. an der Zeit ist alles mal sacken zu lassen und die Vorschläge, die Dir zusagen, in einem neuen Plan einzupflegen und den Plan dann neu in diesem Thread vorzustellen.

Für Deine Einstellung hab ich zum Großteil volles Verständnis. Hoch und breit ist der 4x4 genau wie der 6X6. Und er fährt sicher auch etwas ruhiger. Allerdings, und da ist der wichtige Unterschied, er geht nicht um die Ecken wie ein 4X4. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Nun ist es aber so, das einige z.B. mit einem Kat, wo wir wieder bei den Argumenten von Sequoya sind, die Welt bereisen und super zufrieden sind. Es will ja auch nicht jeder in Ecken, wo man nur noch mit einem LJ80 oder der Enduro hinkommt.

Auch wenn meine anfängliche Argumentation dazu dienen sollte ihn auf ein "normales" Maß ein zu norden, schließe ich mich somit Campos Aussage an:
Campo hat geschrieben:Deswegen werde ich im Helfen bei der Entwicklung von seine Pläne und Ideen, nicht von meine.


VG

Anton
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wiru
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#77 Beitrag von wiru » So 20 Aug 2017 19:49

So, ich auch noch: ich freue mich ehrlich, dass sequoya ja Dank eures inputs einige seiner ursprünglichen (für mich völlig unausgegorenen...Aber das ist ja bei allen ursprünglichen Ideen so) "Spinnereien" schon wieder korrigiert hat. Das zeigt, dass er auch Argumente annehmen kann, ohne sein "Ideal" zu verraten...Und die 4m Restaurant Küche wird so auch nicht gebaut....;-)
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Balu
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#78 Beitrag von Balu » So 20 Aug 2017 19:58

Ich sehe das genau so wie meine letzten Vorredner.
Jeder hat andere Bedürfnisse, was Größe und Ausstattung anbelangt. Ich möchte z. B. ums Verrecken nicht mit so einer Riesenkiste herumkurven. Ich genieße es, mit meinem T5 auf jeden PKW-Parkplatz unterzukommen.
Trotzdem find ich die Riesenkisten einfach geil! Ich schaue sie gerne an und freue mich mit den Besitzern, dass jeder genau das hat, was er braucht. So wie ich einen Ferrari oder Porsche gerne anschaue, aber meinen Kombi viel praktischer finde.
Den Vergleich mit dem kalten Buffet finde ich klasse!
Mitnehmen, was "schmeckt" und den Rest liegen lassen. Zieh' dein Ding durch, stell dir die Bude voll mit Haushaltsgeräten, setze so viele Achsen drunter wie du willst und werde glücklich! Durch die kritischen Stimmen bekommst du zu dem einen oder anderen Feature einen anderen Blickwinkel. Mir hilft so etwas in der Regel ungemein. Entweder ändere ich etwas oder ich bin mir sicherer denn je, warum ich das so und nicht anders haben möchte.

In diesem Sinne...
bis Mai in Bodenheim

Gruß
Herby
Probier's mal mit Gemütlichkeit

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mrmomba
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#79 Beitrag von mrmomba » So 20 Aug 2017 20:30

Deine bi!d, wo die sitzecke mit den sitzecke im fahrerhaus hat vor und Nachteile.
Wir haben das ähnlich im t3, durften aber auch schon in einem 13!!Meter wohnschiff ebenfalls diese Kombination ersetzen, bei freundlichen, belgischen Nachbarn,

Hauptnachteil:
Ist eigentlich nur aus energetischer Sicht, dass du damit die komplette Isolierung kompromittieren wirst. Im Sommer wie im Winter. Wenn du nicht die Möglichkeit einer schiebetür hast.
Damit brauchst du nicht weiter über Isolierung von mehr als 3cm nachdenken.

Vorteile sind halt platz, Komfort, Helligkeit etc.
Ebenfalls super, alles an kondensat setzt sich daran nieder. Also Handtuch aufs amaturenbrett und fertig.

ThomasFF
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Größe hat was......

#80 Beitrag von ThomasFF » So 20 Aug 2017 22:03

...und das hat eigentlich nix mit dem Fahren und durchkommen zu tun. My home ist my castle und je größer desto casteliger fühlt es ich an.... :wink: :roll: :lol:

Also ich bin im Truck Trial so spaßeshalber in den Sektionen auch mit den dicken 4-Achsern rumgekurvt, mit den MAN Kat mit kurzen und mit langem Radstand zwischen den Achsenpaaren, außerdem mit nem Tatra 813. Von daher weiß ich, was die können, wenn nur Platz genug ist. In die Altstadt von Castello de Ampuries kommt man sowieso nicht, da hab ich mich sogar mit nem Renault 14 festgefahren, aber wer sich auskennt, kommt wenigstens mit ner E-Klasse zum Rathaus...hihi...und zur übrigens richtig sehenswerte Kirche.
Also, in der freien Wildbahn und im Gelände sowie auf Straßen ohne LKW-Fahrverbot geht es immer, selbst wenn Dir in Frankreich auf ner 3,5 m Straße eine 5 m breite Erntemaschine entgegenkommt.....der Fahrer lächelt nur und biegt aufs Feld ab....und die meisten Alpenwege aus dem "Denzel" fährt man mit über 2 t schon aus Selbsterhaltung nicht...ich kenn aber einige Pyrinäenwege, die sich ganz toll eignen...

Das Problem sind die Verkehrs- und örtlichen Vorschriften und die Regeln der meisten CP-Besitzer. In geschlossenen Ortschaften ist das Parken von LKW am Straßenrand vielfach untersagt...oft haben auch Parkplätze und Stellplätze ein Gewichtslimit. ich stand mal vor der Frage, ob ich mein Logistikgespann zu einem bewohnbaren Sattelzug umbauen sollte.... den Einachs-Auflieger mit lenkbarer Hinterachse hatte ich.

Die Stellmöglichkeiten reduzierten sich so erheblich, dass ich mir das nicht antun wollte und demütig auf ein "normales" Wohnwagengespann" gestiegen bin, mit dem ich sehr zufrieden war....und das mir viel Behinderungen ersparte.

Also, wer sich in Gegenden bewegen will, wo es die Einschränkungen nicht ín gleichem Maße gibt bzw wo das alles auch lockerer gesehen wird, ist mit so einem Dickschiff nicht schlecht bedient...auch aus Sicherheitsgründen...sowas läßt sich einfach gegen Klemm und Klau besser schützen, wenn man sich was Mühe gibt.

Dass man ein Womo für ne 5 km Brötchenfahrt genau so aufräumen muss wie zu ner 12 stündigen Reise, ist Euch klar, nicht wahr, und dass ein enger Supermarktparkplatz für nen dicken Dreiachser mal nicht passen könnte, auch....ok?
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#81 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 21 Aug 2017 09:38

Hi Mirko/Sequoia,

die zum Fahrerhaus offene Sitzgruppe vorne ist bei vielen 'Joghurtbechern' mit Festbett hinten gang und gäbe. Durch drehen von Fahrer- und Beifahrersitz gibt's kostenlos weitere Sitzplätze... Aber: Du willst in den sonnigen Süden, d.h. die Sonne brennt Dir auf's un- oder zumindest schlecht gedämmte Fahrerhaus und brutzelt durch die Scheiben. Was da an Wärme rein kommt, dem kannst Du mit einer Klimaanlage kaum Herr werden. Auf jeden Fall wird es lokal sehr heiß und woanders dafür kalt sein- Unangenehm! Nix um sich so wirklich wohl zu fühlen.
Als ist eine gut wärmegedämmte Verschließung der Öffnung nötig. Aber wo packst Du diese Platten o.ä. bei Nichtgebrauch hin?
Auf der anderen Seite hast Du so die Chance, mit zu bekommen, wenn hinten evtl. ein Schrank nicht richtig verschlossen war bevor Dir alles durch die Gegend geflogen ist... ;-)

Trotzdem: ich halte diese Lösung für Deine Pläne nur bedingt tauglich. Dann lieber neben dem Durchgang noch Schiebefenster nach vorne!

Und zum Thema 4x4 oder 6x6: wir hatten ja schon einmal miteinander telefoniert, und wenn Du der Ansicht bist, daß für Deine Reisepläne der 6x6 die bessere Wahl ist, dann wird das wohl von uns allen so akzeptiert - aber Überlegungen, ob es nicht doch bessere Ideen gibt, werden dennoch kommen, weil ja keiner von uns in Deinem Kopf sitzt und Deine Vorstellungen zu 100% kennt. Ich habe für mich gemerkt, daß für meine Fahrziele ein kleineres, leichteres, wendiges Fahrzeug besser geeignet ist - aber für mich steht Afrika auch ganz, ganz weit hinten auf meiner Zieleliste (eigentlich ganz am Ende ;-)). Deshalb werde ich die Überlegungen eines 'Dickschifffahrers' zwar auf Umsetzbarkeit und Sinngehalt für meinen Zweck prüfen, sie dann aber (für mich!) doch größtenteils verwerfen müssen... Aber Ideen wie z.B. die TTT bleiben dann doch haften. Die Idee ist einfach gut und wird übernommen. Meine Teilnahme am Buffet ;-)

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#82 Beitrag von Sequoya » Mo 21 Aug 2017 10:11

@Wolfgang:
Entschuldigt, das Bild und zu wenig Erklärung!
Ich meinte damit natürlich nicht, dass ich den Durchgang nach vorne so groß haben möchte. Ich wollte wissen, was ihr ausschließlich von der Sitzecke haltet. Diese könnte man nämlich auf ein Podest an die vordere Wand bringen und dort einen üblichen, mit GFK-Klappe versehenen Durchgang machen.
Bei der Sitzecke könnten nämlich Sitzgurte verbaut werden (kommt ja auch deiner Idee sehr nahe Wolfgang) und ich habe eben meine "Lümmelecke".
So ein Durchgang ist allein aufgrund der Stabilität gar nicht zu verwirklichen und auch nicht gewollt.

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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#83 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mo 21 Aug 2017 10:27

Ach soooo....

Dann läuft das ganz auf eine U-Sitzgruppe hinaus, deren unterer Schenkel nicht ganz geschlossen ist. Das wäre eine vereinfachte Ausführung meiner Superduperluxussitzgruppe und die Art, wie wir sie jetzt aus Platzgründen in 'Happy Hobo' verwirklicht haben. Ich kann sie also nur gut finden ;-) Wenn das 'U' in den Wohnbereich offen ist und der Schenkel vor dem Fahrerhausdurchgang nicht durch geht, sondern nur durch eine Einlegeplatte geschlossen wird, ist das m.E. die zweitbeste Lösung! ;-) Nachteil gegenüber meiner Lösung: man muß beim Übergang zwischen Fahrerhaus und Kabine immer um den Tisch herum tanzen (bzw. diesen zusammen klappen).

Viele Grüße
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ThomasFF
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Vorstellung über die Folgen eines integrierten.....

#84 Beitrag von ThomasFF » Mo 21 Aug 2017 10:48

...Fahrerhauses.
Wir waren mit Schwagers zusammen über Weihnachten/Sylvester etc. am Hopfensee auf dem tollen Camping unter dem Schloß Neuschwanstein. Der See war zugefroren, wir waren dort mit den Schlittschuhen unterwegs. Auf dem CP standen wir auf Schnee, die Nachttemperaturen gingen auf min 17 ° zurück.
Wir hatten unseren selbstgebauten 609 D Kastenwagen mit mind. 40 mm Isolierung überall, es gab auch dickere Stellen. Das Fahrerhaus, durch das wir auch einstiegen, war durch eine isolierte Wand mit einer festen Türe vom Wohnbereich getrennt.
Schwagers hatte einen voll integrierten 7,50 m Frankia, die Scheiben im Fahrerhaus waren innen und außen mit alukaschierter Luftpolsterfolie abgedeckt. Mehr ging nicht wegen des Grundrisses mit einem Hubbett über den vorderen Sitzen.

Wir haben beide, damit die Tanks nicht einfroren und alles in Betrieb blieb, 14 Std am Tag durchgeheizt. Ich hab über 24 Stunden eine 11 kg - Flasche Gas verbraucht, Wohnraumtemperatur nicht unter 20 Grad, mein Schwager hat auf zwei Tage 55 kg verstocht..also zweieinhalb 11 Kg Flaschen am Tag. Er ließ , wenn keiner im Wagen war, bis auf 16 Grad absinken. Ok, der Innenraum war größer, aber das Hochfahren auf die 22 Grad angenehme Abendtemperatur kostet natürlich Gas.

Auch in der Mittelmeersonne war die isolierte Fahrerkabine ein Segen. Wir haben vor dem Ein- und Aussteigen in der Sonne die elektrisch betriebenen Fenster mit einer Funkfernsteurung beidseitig geöffnet und was Durchzug gemacht, ehe wir die heiße Kabine betraten. Im zweiten Sommer hatte wir auf den Campingplatz eine Luftpolsterfolie außen vor die Frontscheibe gespannt...das half etwas, die Temperatur ging von über 60 auf unter 50 Grad zurück......

Und übrigens.... Nordkapp im Winter geht mit Deinen Diesel-Kat nicht, da sind umfangreiche Maßnahmen für die Beheizung von Motor, Tank und Spritleitungen erforderlich, ferner sollte eine Tür gegen Zufrieren geschützt sein. Energieversorgung in Städten mit 230 V von der Parkuhr!!!(gibt es da) oder vom CP, freistehend muss ein durchlaufender gekapselter Generator die Versorgung übernehmen. Temperaturen über minus 20 bis min 40 grad oder mehr verlangen besondere Maßnahmen. Was meinst Du, warum in Sibirien die Ural-LKW ausschließlich als Benziner eingesetzt werden. Die Ikarus-Linienbusse in Moskau und St. Petersburg werden zur Frostsaison angelassen und laufen bis zum Frühling ununterbrochen durch. Wenn der Motor wegen Schaden stoppt, muss der Bus in einer geheizten Halle "aufgetaut" werden, damit die Dieselversulzung sich löst.
Also, wenn deine Reiselust Dich in Permafrostgebiete führen sollte, dann informier Dich bei Tourenfahrern in diesen Gebieten ausführlich.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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paul stettiner
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Re: Vorstellung über die Folgen eines integrierten.....

#85 Beitrag von paul stettiner » Mo 21 Aug 2017 12:43

ThomasFF hat geschrieben:
Und übrigens.... Nordkapp im Winter geht mit Deinen Diesel-Kat nicht, da sind umfangreiche Maßnahmen für die Beheizung von Motor, Tank und Spritleitungen erforderlich,.
Also, ich bin übern Winter mit nem handelsüblichen Scania Sattelzug in Schweden und Finnland unterwegs, bis hintern Polarkreis. Da hatte ich noch nie Probleme mit Einfrieren oder ähnlichem.

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pseudopolis
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Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#86 Beitrag von pseudopolis » Mo 21 Aug 2017 16:53

Ahoi

versteh mich nicht falsch, ich möcht dir dein projekt nicht madig machen, sondern einfach mal darlegen, welhalb es evt vernünftiger ist etwas kürzer und leicher zu bauen.

Vom gewicht her ist auf vielen strassen über 7,5t schluss und man wird auf die autobahn gezwungen. Auch kleinere strassen und brücken sind oft vom gewicht her begrenzt. Also würde ICH, wenn schon über 3,5t mich an eine obergrenze von 7,5t halten. Bei deinem fahrzeug wird das hauptgewicht nicht vom aufbau und den einbauten kommen, sondern vom fahrgestell.
Die andere sache ist die länge. Wie schon mal von jemendem anderen angesprochen, ist es natürlich geil, wenn man auf jeden parkplatz passt. Auch ich hab mit dem gedanken gespielt, länger zu bauen, habs aber letztlich der vernunft halber sein lassen. Ab 6m länge wirds einfach problematischer und man braucht quasi spezial parkplätze. Ich bin ja auch schon grössere fahrzeuge gefahren und weiss, wie unhandlich das dann auf schmaleren wegen, oder wenn ein enger wendekreis erfordrlich ist, wird. 1m zusätzlich oder weniger, ist in heiklen situationen eine ganze menge.
Die pistenkuh kenn ich. Den aufbau würde ich auch auf maximal 6m schätzen, eher drunter sogar noch.

Aber wie gesagt, so würde ICH das machen. Heisst nicht, dass du das auch so machen sollst. Es soll nur ein gedankenanstoss sein, dass man, wenn man was weglässt, vielleicht letztlich doch einen gewinn davon hat. Mir kommts etwas so vor, als würdest du einfach alles in die kiste packen wollen und das so lang wie möglich gestalten wollen. Aber vielleicht muss das ja gar nicht sein.

Ciao, michi

ThomasFF
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@Stettiner....LKW im skandinavischen Winter.....

#87 Beitrag von ThomasFF » Di 22 Aug 2017 08:45

Zitat: "Also, ich bin übern Winter mit nem handelsüblichen Scania Sattelzug in Schweden und Finnland unterwegs, bis hintern Polarkreis. Da hatte ich noch nie Probleme mit Einfrieren oder ähnlichem."

Bis minus 20 oder 25 grad mag das ja gehen, aber über min 20 Grad hat er schon beheizte Spritleitungen, denn weiter reicht der Winterdiesel nicht. Wenn Du eine Nacht ohne beheizten Tank und Motor bei minus 40 Grad draußen stehst, bekommst Du ihn nicht mehr ans Laufen. Ein Scania, der für Wintereinsätze in Nordskaninavien vorgesehen ist, hat Frostschutzeinrichtungen ab Werk.

Wobei das Beispiel Nordkapp schlecht gewählt ist, denn an der Küste wirkt auch weit im Norden noch der Golfstrom, wodurch es die extremen Minustemperaturen so gut wie nicht gibt. Da muss man weiter ins Landesinnere.

Gemeint sind Temperaturen von jenseits Minus 30 grad, wo es jedem Diesel, der nicht speziell darauf technisch eingerichtet ist, schlecht geht.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

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Re: @Stettiner....LKW im skandinavischen Winter.....

#88 Beitrag von paul stettiner » Di 22 Aug 2017 10:34

ThomasFF hat geschrieben:Zitat: "Also, ich bin übern Winter mit nem handelsüblichen Scania Sattelzug in Schweden und Finnland unterwegs, bis hintern Polarkreis. Da hatte ich noch nie Probleme mit Einfrieren oder ähnlichem."

Bis minus 20 oder 25 grad mag das ja gehen, aber über min 20 Grad hat er schon beheizte Spritleitungen, denn weiter reicht der Winterdiesel nicht. Wenn Du eine Nacht ohne beheizten Tank und Motor bei minus 40 Grad draußen stehst, bekommst Du ihn nicht mehr ans Laufen. Ein Scania, der für Wintereinsätze in Nordskaninavien vorgesehen ist, hat Frostschutzeinrichtungen ab Werk.

Wobei das Beispiel Nordkapp schlecht gewählt ist, denn an der Küste wirkt auch weit im Norden noch der Golfstrom, wodurch es die extremen Minustemperaturen so gut wie nicht gibt. Da muss man weiter ins Landesinnere.

Gemeint sind Temperaturen von jenseits Minus 30 grad, wo es jedem Diesel, der nicht speziell darauf technisch eingerichtet ist, schlecht geht.
Ich mag jetzt nicht den Grundriss Thread mit meinen Geschichten zumüllen, daher nur ganz kurz: Das ist wirklich ein handelsüblicher Scania. Ohne irgendwelche Vor- oder Nachrüstungen, die über den Werkszustand herausgehen. Im Winter musst du ja eher in der Ecke aufpassen, dass du nicht von nem deutschen LKW überfahren wirst (Testgebiete der Auto- und Reifenhersteller :D )

Was ich dem Forumskollegen mit dem geplanten 6x6 empfehlen würde, falls er denn in dieser Ecke urlauben möchte, sind gute Reifen. Vor paar Jahren hab ich am Parkplatz am Polarkreis (Napaiiri oder so ähnlich?) nen österreichischen 6x6 Extremsupererlebniscamper gesehen, der hatte ziemlich Probleme, vom Parkplatz wieder herunterzukommen und ist immer schön seitlich über alle 6 Radl weggeschmiert... ICh hab mir dann erlaubt, aus meinem 4x2 Scania ein paar Schaufeln Sand hinzuwerfen um die Traktion wieder zu erhöhen :)

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Re: Vorstellung über die Folgen eines integrierten.....

#89 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 22 Aug 2017 10:47

Hi Paul,
paul stettiner hat geschrieben:Also, ich bin übern Winter mit nem handelsüblichen Scania Sattelzug in Schweden und Finnland unterwegs, bis hintern Polarkreis. Da hatte ich noch nie Probleme mit Einfrieren oder ähnlichem.
Also wenn mir mein eigener Job nicht so gefallen würde, könnte ich glatt darüber nachdenken, Dein Kollege zu werden! Ich muß in die Tasche greifen, um ins Nordland zu kommen und habe dann trotzdem nur ein paar Wochen - Du bist viel häufiger dort und bekommst noch was dafür! na ja, dafür habe ich dort oben mehr Zeit, wenn ich dort bin ;-)

Viele Grüße und allzeit unfallfreie Zeit da oben (und sonstwo)
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Re: @Stettiner....LKW im skandinavischen Winter.....

#90 Beitrag von Sequoya » Di 22 Aug 2017 10:49

paul stettiner hat geschrieben: Was ich dem Forumskollegen mit dem geplanten 6x6 empfehlen würde, falls er denn in dieser Ecke urlauben möchte, sind gute Reifen. Vor paar Jahren hab ich am Parkplatz am Polarkreis (Napaiiri oder so ähnlich?) nen österreichischen 6x6 Extremsupererlebniscamper gesehen, der hatte ziemlich Probleme, vom Parkplatz wieder herunterzukommen und ist immer schön seitlich über alle 6 Radl weggeschmiert... ICh hab mir dann erlaubt, aus meinem 4x2 Scania ein paar Schaufeln Sand hinzuwerfen um die Traktion wieder zu erhöhen :)
Weiße Länder stehen auch an, aber ob ich minus 30 Grad brauche, wage ich zu bezweifeln. Ich plane aber, wenn möglich alle Tanks innen unterzubringen.
Ich weiß gar nicht, ob es Winterreifen für LKW gibt. Das ich aber ordentliche Reifen, bzw. Keten brauche, ist mir bewusst. Ein teil meiner Familie arbeitet in der Reifenbranche.

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