Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohnung

Hier postet Ihr alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Diskutiert über Eure Enkelkinder, stellt Eure neuste Blumenzüchtung vor oder sagt uns mal die Meinung. Und hier sucht und findet man alles, was nirgendwo anders reinpasst :-)
Message
Autor
Benutzeravatar
Leerkabinen-Wolfgang
womobox-Guru
Beiträge: 5590
Registriert: Mi 24 Mai 2000 12:50
Wohnort: Rheinhessen
Kontaktdaten:

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#31 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Di 15 Aug 2017 15:05

Hi Mirko/Sequoya,

Die Idee, Deine Kabinenhöhe um 10cm zu vergrößern, finde ich sehr gut - so kannst Du zumindest einen 'Technikboden' vorsehen, in dem Du Warmluft- und Wasserleitungen oder auch Kabel so verlegen kannst, daß man wieder dran kommt. Zudem gewinnst Du einen fußwarmen Boden. Und die Dusche läßt sich innenliegend inkl. Entwässerung realisieren, wenn eine Bilgenpumpe aus dem Yachtbereich zum Abpumpen des Duschwassers in einen (höher liegenden) Abwassertank eingesetzt wird.
Zudem würde ich Deine Frisch- und Abwassertanks in einen innenliegenden und einen außenliegenden Teil aufspalten, so daß Du bei Frost zwar weniger Kapazität hast, dafür aber nichts kaputt geht. In der frostfreien Zeit hättest Du dann die volle kapazität zur Verfügung.


Nachdem Gode ja auch ähnliche Schwerpunkte hat wie ich, muß ich doch noch ein wenig Salz in die Wunde 'Traumsezierung' reiben und ein paar Punkte herausstellen, die sich in einem Grundriß ähnlich wie von mir skizziert ergeben.
1. Schalfbereich:
a) die Trennung in einzelne Bereiche läßt eine Spiegelung des Grundrisss zu - solltest Du doch noch auf Deine Quad-Idee zurück schwenken, könnte man die Betten nach hinten verlegen und darunter eine Quad-Garage ansiedeln.
b) bei 238cm Innenbreite und zwei 90cm breiten Betten bliebe ein Zwischenraum von 60cm - perfekt für 60cm lange Auszüge unter den Betten in den Zwischenraum. Platz für unendliche Mengen an Klamotten oder auch für Technik. Die übrigen 30cm der Breite unter den Betten könnte man z.B. zur Unterbringung eines eBikes gut verwenden: ich habe eines mit abklappbaren Pedalen und um 90° drehbaren Lenker, das ist in Fahrposition unter 30cm breit. Falls Du im Bereich der eBike-Garagen auf den Doppelboden verzichtest, bleibt über dem Bett noch gut 1m Luft - nach unserer Erfahrung ein gutes Maß. Dazu Fenster über beiden Betten und eine Dachhaube, über den Fenstern dann noch Hängeschränke. Das sollte eigentlich reichen für alle Klamotten, die Ihr dabei haben werdet. Auch bieten die 58cm Luft zwischen den Betten genügend Bewegungsraum als Durchgang zum Fahrerhaus. Und mit einem Matratzenbelegten Brett zwischen den beiden Matratzen bekommst Du eine Liegefläche von knapp 2,4m * 2m - da kann man notfalls auch zu dritt noch gut schlafen, zu zweit auf jeden Fall auch bei höheren Temperaturen!
Nachteil: die beiden großen Außenklappen unter den Betten für die eBikes gibt's nicht umsonst. Aber unten angeschlagen hast Du gleich einen sehr kommunikationsfördernden Stehtisch! Man könnte zwar beide eBikes auch hinter auf einer Seite verstauen, aber das erfordert dann schon wieder mehr Kraft, um das hintere eBike erst 1,2-1,4m hoch und dann noch nach hinten zu hieven.

2. Wohnbereich
a) hier bieten sich gute Möglichkeiten für eine gewichtsoptimale Tankposition: bei 238cm Innenbreite stehen rund 120cm für die Sitzbank entgegen der Fahrtrichtung an - das macht bei Mitnutzung des Doppelbodens rd. 300 Liter, man könnte sogar die Sitzbank gleich als Tank konstruieren (irgendwo im Forum gibt's einen Link auf einen Tank-Individualhersteller, der das gebaut hat, ich finde es momentan nicht) und vielleicht 500 Liter Wasser darin unter bringen.
Im langen Schenkel in Fahrtrichtung wäre dann auch Platz für die entsprechende Menge Ab- (bzw. Frisch-)wasser - ebenfalls ziemlich günstig auf der hinteren Achse, dahinter wäre dann Platz für Pumpe, Filter und Heißwasserbereiter. Stauraum bietet die Sitzecke jedenfalls genügend. Und im Heck könnte eine Stauraumklappe den Raum unter der hinteren Quersitzbank von außen zugänglich machen für all das Gerümpel, das man sonst so mit führt.
b) man könnte die Sitzgruppe auch nach vorne Verlagern - dann müßte der Querschenkel der Sitzgruppe nur vor der Fahrerhaustür unterbrochen und bei Bedarf mit einem sitzpolsterbedeckten Brett wieder geschlossen werden. Auch in diesem Fall könnte die Technik und das Wasser in den Sitzkisten unter kommen, was gewichtstechnisch auch nicht ungünstig wäre.
c) die große Sitzgruppe bietet mehr als 6 laufende Meter gut zugängliche Hängeschränke - auch wieder jede Menge leicht nutzbarer Stauraum.
d) für eventuelle Gäste bietet die große Sitzecke auch eine große Schlafmöglichkeit von 240*200cm - man könnte also im Extremfall mit 6 Personen recht gut in der Kabine schlafen, mit 4 Personen geradezu luxeriös.
e) für Musikliebhaber bietet die große Sitzecke auch die Möglichkeit, vier Lautsprecher unter zu bringen und diese je nach gewünschter Sitzposition stereophon umzuschalten.

3. Funktionsbereich
durch die Positionierung in der Fahrzeugmitte ergeben sich viele Möglichkeiten der Umsetzung - auf einer Fläche von 310cm*238cm läßt sich viel unter bringen. Fix wären die Wände an den Betten von je 90cm Breite, die Rückwand der Sitzbank gegen die Fahrtrichtung von etwa 120cm und die Tiefe der Sitzbank in Längsrichtung von etwa 60cm. Daraus erben sich u.a. folgende Anordnungen:
a) auf der Fahrerseite an die Quersitzbank anschließend eine Naßzelle von 120cm Breite und bis zu 190cm Länge, gefolgt von der Aufbautür und einem Schrank an der Bettwand. Die Küche würde sich dann an den Längsschenkel der Sitzecke anschließen und evtl am Ende noch L-förmig abknicken - macht über 3m Küchenlänge.
b) wie Holger schon geschrieben hat, engen hohe Schränke den empfunden Platzeindruck klein. Man könnte also die Küche mit einer Arbeitsplattenhöhe auf Höhe der Rückenlehnenoberkante L-Förmig hinter die Sitzbank bis an die Bettenwand führen, evtl. auch dort noch einmal abknicken. Macht fast 4m Küchenlänge. Die Naßzelle würde dann auf der anderen Seite an die Bettwand angesetzt, zwar nur 90cm breit, aber immerhin auch bis zu 190cm lang. An den Längsschenkel der Sitzgruppe käme dann auch noch ein halbhohes Schränkchen, dazwischen die Aufbautür, so daß der Raum bis zur Naßzelle bzw. dem eventuellen Küchenhochschrank an vor der Bettwand optisch zum Wohnraum dazu kommt, was ein deutlich luftigeres Gefühl verspricht.
c) bestimmt gibt's auch noch andere sinnvolle Lösungen... ;-)
d) alle Lösungen haben gemeinsam, daß sie viel Bewegungsraum vor der Küche haben - mind. 90cm statt etwa 60cm bei Deinem Entwurf. Da kann man ganz gut miteinander arbeiten bzw. einer arbeiten und der andere noch dran vorbei kommen...
P_20170816_122345.jpg
Ideen für den 'Funktionsbereich'

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (31.05.-03.06.2019): Weinfest
vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

Benutzeravatar
Anton
womobox-Guru
Beiträge: 1339
Registriert: Do 24 Aug 2006 13:42
Wohnort: Eslohe - Niedersalwey

Re: Auf Bitten hin unsere Handskizzen

#32 Beitrag von Anton » Di 15 Aug 2017 22:06

Sequoya hat geschrieben: Claus, was mir nicht ganz klar ist; du siehst eine Waschmaschine, einen Geschirrspüler und eine große Küche als Luxus an. Darf ich einmal meinen Blickwinkel einbringen? Ich habe diese Dinge seit 20 Jahren zuhause. Jetzt möchte ich die nächsten 10 Jahre mit meiner Frau unterwegs sein. Mir erschließt sich der Grund nicht, weshalb ich darauf verzichten soll. Ja, ich habe schon gelesen, dass es einige schaffen, mit weniger als 7 Liter zu spülen. Ich habe auch intensiv darüber nachgedacht und für mich/uns entschieden, dass ich das nicht schaffe und auch nicht möchte. Ich habe meine Bedürfnisse analysiert. Auch was die Küche anbelangt. Für einen Urlaub reicht mir eine Küche, wie in jeder Weißware zu finden ist. Bin ich jedoch eine lange Zeit unterwegs, wo ich nicht jeden dritten Tag essen gehe, trägt die Küche zum Familienfrieden und-Leben bei. All diese Überlegungen haben wir angestellt und natürlich freue ich mich, andere Gesichtspunkte aufgezeigt zu bekommen.
Die Frage also lautet, warum Alltagsgegenstände aus einem Haushalt in einem Wohnmobil als Luxus gelten.
Hallo

oha, erst hab ich gedacht auch ich könnte Dir zumindest bei der Grundrissgestaltung helfen, muss aber jetzt feststellen, das unsrer Vorstellungen vom Reisen und dem passenden Reisemobil nahezu unvereinbar auseinander liegen! :?

Über den Grundriss und das Fahrzeug kann man sicher noch diskutieren, aber mit deiner Einstellung zu einem Reisefahrzeug komm ich nicht klar. :shock:

Schon Klaus Därr, ein sicherlich vielen bekannter Afrikareisender hat 1991 in seinem Reiseratgeber "Trans Sahara" geschrieben: wer es auf der Reise haben will wie zu Hause der bleibt besser zu Hause! :!:

Sicherlich ist es cool allen Luxus an Bord zu haben, aber wie auch andere hier schon bemerkten schränkte es auch ungemein ein. Besitz belastet, schon zu Haues und erst recht auf der Reise.

Ich wünsche Dir Sequoya das Dein Traum in Erfüllung geht! Persönlich würd ich alles, vor allem auch der Größe und die "unverzichtbare" Ausstattung noch einmal überdenken.

Vielleicht hab ich aber auch nur gut reden weil eine Langzeitreise für mich aus vielerlei Gründen nicht in Betracht kommt und ich mich schon freue, wenn wir im trocknen, warmen Auto eine tolle Aussicht haben und ein paar schöne Reisetage verbringen können.

Die Erlebnisse liegen am Wege, nicht im Auto! :wink:

Viele Grüße

Anton
Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

Benutzeravatar
Gode_RE
womobox-Spezialist
Beiträge: 350
Registriert: Sa 11 Mai 2013 17:28
Wohnort: Recklinghausen

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#33 Beitrag von Gode_RE » Di 15 Aug 2017 23:56

Na, da will ich jetzt mal ne Lanze für die Freiheit der Individualität und Unterschiedlichkeit brechen. Wer meinen Ausbau (http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=5&t=7486) gesehen hat, weiß dass Klaus Därr damit auch nicht klar gekommen wäre. Mein Credo ist, dass jeder sich selbst und seine Ideen haben, verwirklichen und leben möge. Und ich bin froh drum, dass es diese Unterschiedlichkeiten gibt. Nichts finde ich abtörnender als die immer gleich aussehenden Standardreisemobile und Wohnwagen, alle mit denselben Kassettenklos und Pappelsperrholzdesign. Wie geil finde ich es, wenn man auf Fernreisemobiltreffen mal was gaaanz anderes und individuelle Ideen sieht. Es lebe die Unterschiedlichkeit!

ThomasFF
womobox-Guru
Beiträge: 4378
Registriert: Di 30 Dez 2003 16:15
Wohnort: Schüttorf

Philosophisches...na ja, ein wenig....

#34 Beitrag von ThomasFF » Mi 16 Aug 2017 04:07

Wenn ich auf meine Reisevergangenheit zurückblicke, wurde der Komfortanspruch mit zunehmendem Lebensalter größer. Aber dabei ging es eher um bescheidene Aspekte wie rückenschonende Matratzen oder Sitzbänke, auf denen man mit hochgelegten Beinen bequem lesen oder TV sehen konnte. Dann legten wir auch Wert darauf, dass abends und bei längerem Stehen an einer Stelle die meisten Dinge, auf die man immer wieder zugreifen wollte, sich in Griffweite des Sitzplatzes befanden.

Der große Unterschied zwischen zu Hause in der Immobilie und dem Aufenthalt in Womo oder Wowa war der eingeschränkte Platz, der bei uns zwischen 190 qm Wohnfläche und 1000 qm Garten in der Eifel mit so Spiritzchen wie Wellnessbereich, Pool, Teich, Eifelhecken garniert war, und den 12 qm, die der größte unserer Wohnwagen lieferte, lag, für eine 5 monatige Überwinterung in Spanien ergänzt um weitere 12 qm Vorzelt. Für die ständige Wohnung im Mobil spielen da 5 oder 7 qm mehr auch keine riesige Rolle mehr. Im Wowa waren es 5,60 m x 2,40 m innen.

Wichtiges Komfortmerkmal war auch die Trennung von Fortbewegung und Wohnen, was zur Wowa-Lösung führte. Es ist in der Aufenthaltsregion ein entscheidender Komfortfaktor, für Einkaufen und Ausflüge nicht jedesmal alles reisefertig machen zu müssen..... dem Prinzip ist auch Gode_Re gefolgt.

Und jetzt fängt das mit der Philosophie wirklich an, in zwei Feldern, nämlich Umfang moderner Technik in den Fahrzeugen und Art der Reisegestaltung. Wobei das insofern zusammenhängt, dass expeditionsartige Reisen und Vermeidung von Campingplätzen automatisch mit der nötigen höheren Autarkie eine entsprechende technische Aufrüstung bedingen.

Da ich High Tec im Mobil nicht abkann....ich beherrsche die Technik nicht, die jenseits der Reparatur mit Lüsterklemme, Kabelbinder, Panzerband und Draht liegt, also will ich sie nicht haben. Expeditionen im eigenen Mobil ist nicht unser Ding, das machen wir anders zb mit Flieger und in einer kleinen Gruppe mit Geländewagen und auf andere Weisen. Die Vermeidung von überfüllten Hochsaisoncampingplätzen regeln wir durch kleine Plätze abseits der überlaufenen touristischen Ziele und durch die Jahreszeiten..... März - Mai und Oktober bis teilweise zum Jahreswechsel.....je nach Gegend und Wetter...., auf jeden Fall haben wir meist Energie, Entsorgung und Sani zur Hand und brauchen daher keine teuren Installationen, alles läuft über Gas und 230 V serienmäßig. Unsere Unterhaltung finden wir dann in den Wanderungen mit den Hunden und in Ausflügen, wobei wir etwas kulturlastig sind....Kirchen und Schlösser etc. ziehen uns magisch an....hihi... Nur, Museen und Hunde...das geht leider garnicht...auch die Baudenkmäler gibts nur im Schichtbetrieb.... bloss das Dessau-Wörlitzer Gartenreich war da eine wunderbare Ausnahme.

Heute ist alles anders....altersbedingt haben wir das Wowafahren eingestellt, wohnen da, wo andere Geld ausgeben, um im urlaub dort ein paar Tage verbringen zu können, und machen in den "toten" Saisonzeiten Ausflüge zu schönen Zielen, wo es was zu besichtigen gibt, Übernachtung in hübschen Landgasthöfen und ...besonders in den neuen Bundesländern.... in Privatquartieren.

So haben wir uns eingerichtet...unser Weg... und wenn wir freistehen wollten, wo es schön war... 3 bis 4 Tage autark ging immer, wenn man auf hohen Stromverbrauch verzichtete und ne zweite Kassette für die Thetford an Bord hatte. Und Abenteuer...immer wieder zwischendurch.....Segeltörns bis in die Karibik.....mit den Geländemotorrädern durch die Pyrinäen....jahrelang mit dem Thalys jedes Jahr eine Woche Paris im Januar....toll....aktiv im TruckTrial, da 1997 mit einem Kumpel zusammen immerhin Europameister...... Auto selbst konstruiert und gebaut......langweilig wars nie....ach ja...6 Wohnmobile haben wir zwischendurch auch noch gebaut/ausgebaut....vom T 2 Bulli bis zum MB 1222 Lkw, dazu in jedem Wohnwagen was umgebaut....

Lifepo Batterien oder Verbrennungstoiletten hab ich dazu nie gebraucht.... auch keinen Geschirrspüler.

Aber ich hatte die berühmte niederländische Waschmaschine: Ein Eimer, dessen Deckel mit einer Klammer sicher verschlossen werden kann (ein Kanister mit großem Schraubdeckel geht auch). Wäsche, Wasser mit Waschpulver rein, fest verschließen, und an einer Stelle , wo es im Mobil ordentlich durchschüttelt, festbinden und dann den Tag über fahren. Abends rausnehmen, mit Klarwasser ausspülen und aufhängen...so einfach ist das....hihi....
Beim alten Landcruiser konnte man einen Kanister auch auf die Motorhaube schnallen...bei schöner Sonne hatte man dann Kochwäsche..... :lol: :lol: :lol:
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Benutzeravatar
Myk
womobox-Spezialist
Beiträge: 321
Registriert: So 28 Feb 2016 21:29
Kontaktdaten:

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#35 Beitrag von Myk » Mi 16 Aug 2017 08:03

Jetzt wird es philosophisch, da hab' ich aus was dazu zu sagen.

Für mich führt die Diskussion darauf zurück, weshalb jeder von uns ein Womo haben möchte. Da gibt es zumindest zwei Startpunkte:
A) weil es die individuelle Art des Reisens am besten unterstützt
B) weil man eines haben möchte
Unter B fallen für mich auch die riesigen LKW von Scheichs und Oligarchen. Die werden wohl gekauft weil man es sich leisten kann, je größer umso besser. Geht wohl eher in die Richtung der Luxusyachten, wer die größte hat ist die Nummer eins.
Denn zum individuelle Reisen sind die ganz großen Monster ja gar nicht wirklich geeignet.
Oder aber die Begeisterung und die Freude an so einem Riesending. Auch das ist ja ein nachvollziehbarer Grund, wer Freude am Ausbau und am Besitzen hat, der sollte das unbedingt tun.

Bleibt für den Reisenden also A.

Und hier muss sich ein jeder einfach klar sein, wie er Reisen möchte und was für ihn das Erlebnis ist. Ist es der Kontakt mit der örtlichen Bevölkerung, mit den Menschen und den Kulturen? Ist es das Unerwartete? Dann sollte das Womo eher klein und einfach sein.

Ist es jedoch der Spaß mit dem Technikboliden durch die Wüste zu fahren, dann wohl eher größer und autarker. Und es gibt bestimmt noch ein paar weitere Gründe für Größe.

Du sollest also, zumindest aus meiner Sicht, zunächst einmal ein bisserl ausprobieren welche Reisen Euch wirklich taugen (Womo mieten zum Beispiel), viel Fragen und Lesen und dann das richtige Projekt definieren. Ich selbst habe zum Beispiel viele Bücher von Langzeitreisenden gelesen und festgestellt, dass es für mich immer dann interessant wurde, wenn es um die Menschen vor Ort ging.

Wenn für Euch wirklich klar ist wie ihr Reisen wollt, könnt ihr also erst definieren was für ein Fahrzeug diese Reisen am besten unterstützen.

Myk


Gesendet von iPad mit Tapatalk

Benutzeravatar
Varaderorist
womobox-Spezialist
Beiträge: 301
Registriert: Do 10 Dez 2015 19:39
Wohnort: Kevelaer-Twisteden

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#36 Beitrag von Varaderorist » Mi 16 Aug 2017 08:45

Da hänge ich mich als einer, der wohl eher aus der "Großen-Ecke" kommt, mal mit rein:

Für uns gab es den primären Eckpunkt, dass unbedingt zwei Motorräder mit rein müssen. Also ähnlich wie die Quad-Planung.
Das bedingt zum einen eine gewisse Zuladung, zum anderen aber auch eine gewisse Größe, damit noch ein (für uns) notwendiges Maß an Wohnraum bleibt.

Uns ist die Einschränkung der schieren Größe (8,10 m lang, 2,55 m breit, 3,75 m hoch, 7,49 (bzw. 8,6) Tonnen Gewicht) schon bewußt.
Kleine Strassen und die schönsten Ecken werden damit tabu bleiben, aber dafür haben wir dann unsere Motorräder, mit denen auch mehrtägige Ausflüge möglich sind.
Der Große wird dann halt geparkt.

Wir planen allerdings mit unserem 2WD auch keine Weltreise, sondern fahren durch Europa und in Regionen, die auf Asphalt zu erreichen sind.
Gruß vom Niederrhein
Michael

ThomasFF
womobox-Guru
Beiträge: 4378
Registriert: Di 30 Dez 2003 16:15
Wohnort: Schüttorf

@Varaderorist......

#37 Beitrag von ThomasFF » Mi 16 Aug 2017 12:01

Durch den Gruß vom Niederrhein hast Du ja festgestellt, dass Du kein Sachse bist. Ich hab nix gegen Sachsen, aber in Deinem Fall ist es gut.

So ist Dein Name Varaderorist harmlos, denn, als sächsisch ausgesprochen betrachtet, würde er ja "Fahrradterrorist" bedeuten....hihihi.....

Und dabei fährste lieber Motorrad....das wäre dann "Mobbederorist"..... :roll: :oops: :lol: :lol: :lol:
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Benutzeravatar
Anton
womobox-Guru
Beiträge: 1339
Registriert: Do 24 Aug 2006 13:42
Wohnort: Eslohe - Niedersalwey

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#38 Beitrag von Anton » Mi 16 Aug 2017 13:37

Gode_RE hat geschrieben: Wer meinen Ausbau (http://www.womobox.de/phpBB2/viewtopic.php?f=5&t=7486) gesehen hat, weiß dass Klaus Därr damit auch nicht klar gekommen wäre.

Hallo

ob der Herr Därr mit Deinem, meinem oder einem Andern Aus-bzw. Ausbau hier klargekommen wäre weiß ich auch nicht, aber die Aussage : " Wer es auf Reisen haben will wie zu Hause bleibt besser zu Hause!" trifft es nach meiner Auffassung ganz gut! Das heisst nicht das meine Auffassung die einzig Wahre ist. :roll:

Ganze Häuser und deren Inneneinrichtung auf Räder stellen halte ich persönlich auf jeden Fall für ehr ungünstig! So wird schnell aus der Mobilie eine Immobilie. :(

Aber wenn nicht was Weltbewegendes passiert, halte ich mich ab jetzt raus. :wink:

Viele Grüße

Anton
Wir brauchen dringend ein paar Verrückte - seht euch doch mal um, wo uns die Vernüftigen hingebracht haben!

Benutzeravatar
Leerkabinen-Wolfgang
womobox-Guru
Beiträge: 5590
Registriert: Mi 24 Mai 2000 12:50
Wohnort: Rheinhessen
Kontaktdaten:

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#39 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 16 Aug 2017 14:15

So, lieber Mirko,

nachdem ich jetzt auch mit dem Aufzeigen der Vorteile eines anderen Grundrisses weiter oben fertig bin, will ich Dir noch einen oder zwei Flöhe ins Ohr setzen.

Denn nach der Zusammenstellung der Wünsche kommt die Kostenaufstellung. Und wenn sich dabei herausstellt, daß am Ende kein Geld mehr zum Reisen übrig ist oder Du lieber einfacher aber länger reisen willst, könnte man 'meinen' Grundriß gut abspecken: statt der Superduperluxussitzecke eine U-Sitzgruppe von vielleicht 160cm Schenkellänge, das spart 40cm. Dann am Schrank neben dem Eingang und and der Naßzelle jeweils 30cm und an der küche 60cm abgeknapst, und schon ist die Kabine (ohne unvertretbare Abstriche) auf etwa 6m geschrumpft - und paßt damit vielleicht auf einen 4x4, dem Campo ja auch eine höher Geländegängigkeit bescheinigt als dem 6x6. Das dürfte den einen oder anderen Tausender einsparen...

Und dann könnte man entweder seitlich am Tisch der Superduperluxussitzecke oder im heck bei einer U-Sitzgruppe (bzw. Heckdinette) eine große Klappe a la bimobil einsetzen, wie z.B. unser Urologe das gemacht hat. So viel Licht und Luft, das ist echt genial!

So, das soll's von mir zum Grundriß erst einmal gewesen sein. Zu anderen Punkten hätte ich auch noch 'was zu sagen... ;-)

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (31.05.-03.06.2019): Weinfest
vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

Benutzeravatar
campo
womobox-Halbgott
Beiträge: 942
Registriert: Fr 22 Jun 2012 08:43
Wohnort: Belgien

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#40 Beitrag von campo » Mi 16 Aug 2017 22:19

Hallo Sequoya
Lasse dich nicht abschrecken durch was der ein oder anderen hier mal schreibt.
Was du vorhast bleibt ein Wahnsinnig interessante Sache.
Das mal richtig hin und her Diskutiert wird ist üblich in ein starkes Forum und beweist das wirklich mitgedacht wird.
Gruesse Campo
TGM 13290 4x4 in Aufbau

Benutzeravatar
Gode_RE
womobox-Spezialist
Beiträge: 350
Registriert: Sa 11 Mai 2013 17:28
Wohnort: Recklinghausen

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#41 Beitrag von Gode_RE » Do 17 Aug 2017 00:24

Myk hat geschrieben: Für mich führt die Diskussion darauf zurück, weshalb jeder von uns ein Womo haben möchte. Da gibt es zumindest zwei Startpunkte:
A) weil es die individuelle Art des Reisens am besten unterstützt
B) weil man eines haben möchte
Unter B fallen für mich auch die riesigen LKW von Scheichs und Oligarchen. Die werden wohl gekauft weil man es sich leisten kann, je größer umso besser. Geht wohl eher in die Richtung der Luxusyachten, wer die größte hat ist die Nummer eins.
Denn zum individuelle Reisen sind die ganz großen Monster ja gar nicht wirklich geeignet.
Oder aber die Begeisterung und die Freude an so einem Riesending. Auch das ist ja ein nachvollziehbarer Grund, wer Freude am Ausbau und am Besitzen hat, der sollte das unbedingt tun.

Bleibt für den Reisenden also A.
Na ja, vielleicht gibt es noch einen weiteren Punkt, nämlich
C) weil man seine Ideen von Funktionalität, Gestaltung und Ausstattung verwirklichen will.

Der Punkt ist es zumindest bei mir / uns. Ich brauche vieles nicht, was andere brauchen (z.B. Mikrowelle, Gefrierfach, Wasch- oder Spülmaschine), und viele brauchen (Gott sei Dank) nicht das, was ich in meinen Wohnfahrzeugen einbaue, nämlich Umweltmesstechnik wie Radioaktivitätsmesser oder Lufttoximeter, Daten- und Sprechfunkanlagen, mit dem ich vom Nordpol noch Emails versenden oder um Hilfe funken kann und Überlebenstechnik, mit denen ich Autarkie fast wie im Weltraum realusiere. Es ist gut so, dass jeder seine eigene Vorstellung davon hat, was für ihn gut ist. Ich kriege nur Schnappatmung, wenn "man"-Regeln mit Allgemeingültigkeitsanspruch aufgestellt werden, also was "man braucht" und was nicht. Oder die arrogant klingende Frage danach gestellt wird.

Dieser totalitäre Absolutismus ist hier noch beileibe nicht eingezogen. Es ging aber schon bei einigen Beiträgen ein klein wenig in diese Richtung. Deshalb melde ich mich mit diesem Thema zu Wort, weil mir der Ideenreichtum des Threaderöffners durchaus gefällt (auch wenn ich einiges davon für kaum realisierbar halte). Aber lasst uns daher mehr über Realisierbarkeiten und deren Grenzen diskutieren , nicht so sehr über Sinnhaftigkeiten und Unsinnigkeiten. Denn die unterliegen individuellen Bewertungen, und den Maßstab möchte ich nicht über andere ausgebreitet sehen.

Benutzeravatar
Leerkabinen-Wolfgang
womobox-Guru
Beiträge: 5590
Registriert: Mi 24 Mai 2000 12:50
Wohnort: Rheinhessen
Kontaktdaten:

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#42 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 17 Aug 2017 09:01

Danke Gode,

wohl gesprochen - ähhh, geschrieben! Aber hier ging es ja noch sehr friedlich zu, und ich persönlich finde gerade die Denkanstöße von Usern mit ganz anderen Schwerpunkten für mich immer wieder nachdenkenswert - und mancher Beitrag hat bei 'Happy Hobo' auch zu Planungsänderungen geführt (z.B. das Zurückgehen auf Gas in der Kabine, nachdem ich anfangs gasfrei bauen wollte).

Insofern - weiterhin gute Diskussionen
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
03.- 05. Mai 2019: Leerkabinen-Treffen
erstes Juni-WE (31.05.-03.06.2019): Weinfest
vierter Sept.-Samstag (21.09.19): Weinprobe in den Weinbergen
*Stellplätze vorhanden! Bei Fragen eMail/PN an mich*

ThomasFF
womobox-Guru
Beiträge: 4378
Registriert: Di 30 Dez 2003 16:15
Wohnort: Schüttorf

Äh.....nochmal albern....

#43 Beitrag von ThomasFF » Do 17 Aug 2017 10:05

@Gode_Re

Sag mal, Du heißt Gode und Kinder haste, glaub ich, auch, also bist Vater oder auch "Pa".....

Jetzt kenn ich das richtige Auto für Dich, den Mercedes W 113 ...unter Spezialisten auch als "die Pagode" bekannt.... :wink: :P :lol: :lol: :lol:

Bedenken: Deinen Anhänger wird der wohl ziehen können (ein etwas spezieller Autofahrer, Nachbar meiner Eltern in Spanien, zog mit seiner Pagode, der den größten verfügbaren Motor hatte, jedes Jahr sein dickes Kajüt-Segelboot mit knapp unter 3,5 t von Kassel nach Ampuriabrava), aber eine wirkliche Reisealternative ist er wohl nicht....hihi...
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Sequoya
Junior
Beiträge: 40
Registriert: Fr 04 Aug 2017 14:29

Re: Philosophisches...na ja, ein wenig....

#44 Beitrag von Sequoya » Do 17 Aug 2017 10:55

ThomasFF hat geschrieben:Wenn ich auf meine Reisevergangenheit zurückblicke, wurde der Komfortanspruch mit zunehmendem Lebensalter größer. Aber dabei ging es eher um bescheidene Aspekte wie rückenschonende Matratzen oder Sitzbänke,
Das sehe ich ähnlich. Heute möchte ich nicht mehr auf einer Isomatte auf dem Zeltboden schlafen.
ThomasFF hat geschrieben:Wichtiges Komfortmerkmal war auch die Trennung von Fortbewegung und Wohnen, was zur Wowa-Lösung führte. Es ist in der Aufenthaltsregion ein entscheidender Komfortfaktor, für Einkaufen und Ausflüge nicht jedesmal alles reisefertig machen zu müssen..... dem Prinzip ist auch Gode_Re gefolgt.
Deshalb und für das eigene Sicherheitsbedürfnis wurde die Idee mit dem Quad geboren.
ThomasFF hat geschrieben:Da ich High Tec im Mobil nicht abkann....ich beherrsche die Technik nicht, die jenseits der Reparatur mit Lüsterklemme, Kabelbinder, Panzerband und Draht liegt, also will ich sie nicht haben.
Ich auch nicht, deshalb suche ich auch hier im Forum die für uns passende Lösung, oder Kompromiss.
ThomasFF hat geschrieben:Expeditionen im eigenen Mobil ist nicht unser Ding, das machen wir anders zb mit Flieger und in einer kleinen Gruppe mit Geländewagen und auf andere Weisen. Die Vermeidung von überfüllten Hochsaisoncampingplätzen regeln wir durch kleine Plätze abseits der überlaufenen touristischen Ziele und durch die Jahreszeiten..... März - Mai und Oktober bis teilweise zum Jahreswechsel.....je nach Gegend und Wetter...., auf jeden Fall haben wir meist Energie, Entsorgung und Sani zur Hand und brauchen daher keine teuren Installationen, alles läuft über Gas und 230 V serienmäßig. Unsere Unterhaltung finden wir dann in den Wanderungen mit den Hunden und in Ausflügen, wobei wir etwas kulturlastig sind....Kirchen und Schlösser etc. ziehen uns magisch an....hihi... Nur, Museen und Hunde...das geht leider garnicht...auch die Baudenkmäler gibts nur im Schichtbetrieb.... bloss das Dessau-Wörlitzer Gartenreich war da eine wunderbare Ausnahme.
Alles was du hier so schreibst, unterschreibe ich für meine Frau und mich ebenfalls.


ThomasFF hat geschrieben:Lifepo Batterien oder Verbrennungstoiletten hab ich dazu nie gebraucht.... auch keinen Geschirrspüler.
:D Als du noch aktiv gereist bist, gab es diese Technik noch gar nicht! (Ich glaub, ich ziehe mal den Kopf ein! :P )
ThomasFF hat geschrieben:Aber ich hatte die berühmte niederländische Waschmaschine:
Die kennen wir auch noch vom JEEP!


edit womobox-MOD: Zitierung den Forumsvorgaben angepaßt

Sequoya
Junior
Beiträge: 40
Registriert: Fr 04 Aug 2017 14:29

Re: Grundrißplanung Kabine 710*238*200/210cm zur Dauerbewohn

#45 Beitrag von Sequoya » Do 17 Aug 2017 11:00

Gode_RE hat geschrieben:
Myk hat geschrieben: Für mich führt die Diskussion darauf zurück, weshalb jeder von uns ein Womo haben möchte. Da gibt es zumindest zwei Startpunkte:
A) weil es die individuelle Art des Reisens am besten unterstützt
B) weil man eines haben möchte
Unter B fallen für mich auch die riesigen LKW von Scheichs und Oligarchen. Die werden wohl gekauft weil man es sich leisten kann, je größer umso besser. Geht wohl eher in die Richtung der Luxusyachten, wer die größte hat ist die Nummer eins.
Denn zum individuelle Reisen sind die ganz großen Monster ja gar nicht wirklich geeignet.
Oder aber die Begeisterung und die Freude an so einem Riesending. Auch das ist ja ein nachvollziehbarer Grund, wer Freude am Ausbau und am Besitzen hat, der sollte das unbedingt tun.

Bleibt für den Reisenden also A.
Na ja, vielleicht gibt es noch einen weiteren Punkt, nämlich
C) weil man seine Ideen von Funktionalität, Gestaltung und Ausstattung verwirklichen will.

Der Punkt ist es zumindest bei mir / uns. Ich brauche vieles nicht, was andere brauchen (z.B. Mikrowelle, Gefrierfach, Wasch- oder Spülmaschine), und viele brauchen (Gott sei Dank) nicht das, was ich in meinen Wohnfahrzeugen einbaue, nämlich Umweltmesstechnik wie Radioaktivitätsmesser oder Lufttoximeter, Daten- und Sprechfunkanlagen, mit dem ich vom Nordpol noch Emails versenden oder um Hilfe funken kann und Überlebenstechnik, mit denen ich Autarkie fast wie im Weltraum realusiere. Es ist gut so, dass jeder seine eigene Vorstellung davon hat, was für ihn gut ist. Ich kriege nur Schnappatmung, wenn "man"-Regeln mit Allgemeingültigkeitsanspruch aufgestellt werden, also was "man braucht" und was nicht. Oder die arrogant klingende Frage danach gestellt wird.

Dieser totalitäre Absolutismus ist hier noch beileibe nicht eingezogen. Es ging aber schon bei einigen Beiträgen ein klein wenig in diese Richtung. Deshalb melde ich mich mit diesem Thema zu Wort, weil mir der Ideenreichtum des Threaderöffners durchaus gefällt (auch wenn ich einiges davon für kaum realisierbar halte). Aber lasst uns daher mehr über Realisierbarkeiten und deren Grenzen diskutieren , nicht so sehr über Sinnhaftigkeiten und Unsinnigkeiten. Denn die unterliegen individuellen Bewertungen, und den Maßstab möchte ich nicht über andere ausgebreitet sehen.
@Gode:
Ein sehr interessanter Beitrag. Mit diesem hast du meine Aufmerksamkeit auf 2 Dinge gelenkt. Erstens: Für was brauchst du Umweltmesstechnik?
Zweitens: Was hälst du denn für "nicht realisierbar"? :shock:

Antworten