Das "TÜV-Desaster" - oder: Geht §21-Abnahme überhaupt noch für Privatausbauer?

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Krabbe
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Re: Das "TÜV-Desaster" - oder: Geht §21-Abnahme überhaupt noch für Privatausbauer?

#16 Beitrag von Krabbe » Fr 24 Jul 2020 21:43

Nicht nur (echte) Neuzulassungen von neuen Fahrzeugen, sondern auch Änderungen, die dann formale eine Neuerteilung der Betriebserlaubnis erfordern.

Also alles, was eine Einzelabnahme nach § 19 (2) (i. V. m. § 21) braucht, muss in Hessen über die Bündelungsbehörde und kann dann ggf. zu Problemen führen, wenn den Ingenieurinnen und Ingenieuren bei der Bündelungsbehörde etwas komisch vorkommt.
Das ist alles, für das es keine Teilegutachten gibt oder das über den Anwendungsbereich oder die Auflagen des Teilegutachtens heraus geht und eine Einzelbegutachtung durch einen aaS bzw. berechtigten Prüfingenieur erfordert.

Also auch z. B. der Umbau eines LKW zum Wohnmobil.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

LT35
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§ 21-Abnahme, hier Bündelungsbehörde

#17 Beitrag von LT35 » Sa 25 Jul 2020 09:26

Krabbe hat geschrieben:
Fr 24 Jul 2020 21:43
Einzelabnahme nach § 19 (2) (i. V. m. § 21) ... muss in Hessen über die Bündelungsbehörde ... [mit] Ingenieurinnen und Ingenieuren.
Zum Begriff "Bündelungsbehörde" schreibt Wikipedia unter dem Stichwort "Regierungspräsidium" allgemein:
"Durch die Größe einer Bündelungsbehörde sind Regierungspräsidien im Vergleich zu anderen Behörden in der Lage, einen Fundus an Spezialisten und Experten für eine immense Aufgabenvielfalt vorzuhalten, die von der öffentlichen Verwaltung wahrgenommen wird."

In Verbindung mit Hessen und Kfz steht "Bündelungsbehörde" für 2 oder 3 Behörden.
Die dortigen MitarbeiterInnen sind ganz überwiegend nicht IngenieurInnen oder andere Technische Angestellte, sondern Verwaltungsangestellte.
Ihre Aufgabe ist es, die verwaltungsrechtliche Prüfung, die sonst in Kfz-Zulassungsstellen durchzuführen (und zu beherrschen) wäre, zu bündeln.
Die Erfüllung der Aufgabe beinhaltet die formale Prüfung auf Vollständigkeit und die inhaltliche Prüfung nur auf Widerspruchsfreiheit, vielleicht Plausibilität.

Mit Vorgesetzten kommunizierte ich als Fahrzeughalter, weil Gutachten mit rechtlichen Mängeln (unvollständig) auch bezüglich Technik angezweifelt wurden.

Gruß Manfred

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