TGL, Atego oder Vario?

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Motorradfahrer
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TGL, Atego oder Vario?

#1 Beitrag von Motorradfahrer » Do 14 Nov 2019 01:41

Hallo,
ich bin neu hier und möchte mich erstmal vorstellen: Mein Name ist Michael, bin 45 Jahre und komme aus dem nordwestlichen Münsterland.
Ich bin auf der Suche nach einem möglichst autarken Wohnmobil, mit dem man zwei Reiseenduros und vielleicht noch eine Sportenduro mitnehmen kann.
Im April 2019 hatte ich schon mal riesiges Glück und konnte nach langer Suche einen MAN 10.224 ergattern. Es war ein Renntransporter, der mal einem professionellen Seitenwagen-Rennteam gehörte. Abgelastet auf 7490kg, Heckgarage abgesenkt, 230x230x180cm groß, insgesamt 970cm lang, 6860kg Leergewicht. Es waren natürlich so einige Baustellen dran, aber trotz fehlender Klimaanlage, Automatik und Tempomat machte es sehr viel Spass, damit rumzufahren und auch daran rumzubasteln, ein sehr erhabenes Fahrgefühl.
Irgend jemand möchte es wohl nicht und hat es im Juni vor unserem Haus angezündet, es brannte vollständig ab.
Also bin ich jetzt wieder auf der Suche nach so einem Gefährt oder einem Fahrzeug, welches man selber ausbaut.
Sollte der (bestimmt unwahrscheinliche) Fall eintreten, dass jemand hier im Forum so etwas veräußern möchte oder jemanden kennt, bitte melden.
Allerdings reizt mich die Vorstellung, auch mal ein eigenes Wohnmobil nach den eigenen Bedürfnissen aufzubauen und so habe ich in den letzten Tagen über die Seiten von Ulrich Dolde und Hartmut Tauchmann hierher gefunden. Sehr interessant war der Ausbau von Michael (Varaderorist), sowas ähnliches schwebte mir auch vor. Allerdings bin ich an meinen alten 3er Führerschein gebunden, d.h. bei 7,5t ist definitiv Schluss.
Gestern bin ich einen gut ausgestatteten MAN TGL 8.180 mit 6,2m Alukoffer, LBW, Automatik, Klima, Tempomat usw. probegefahren, hat wieder richtig Spass gemacht. Er war auf der Waage: 5420kg mit fast leeren Tank, d.h. gut 2t Zuladung.
Zwei Reiseenduros, Zwei Personen und Gepäck ergibt ungefähr eine Tonne Zuladung, es bleibt also eine Tonne für den Ausbau des Koffers. Ist so etwas sinnvoll und machbar oder sollte man lieber auf ein anderes Fahrzeug mit mehr Zuladung gehen, z.B. Mercedes Vario?

Gruß

Michael
Grüße

Michael 8)

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#2 Beitrag von Varaderorist » Do 14 Nov 2019 07:03

Hallo Namensvetter,

Du hattest ja meinen Atego bereits erwähnt, also weißt Du auch, dass mein Atego leer 5,2 Tonnen hatte. Jetzt inclusive Komplettausbau Ausbau und vollgepackt werde ich nicht mehr sehr weit von den 8,6 Tonnen entfernt sein. Habe allerdings noch nicht im "Volltrimm" gewogen
Ich habe zugegebenermaßen eher "stabil" als leicht gebaut, da ich ja Auflasten konnte, den CE (den alten 2er) habe und zukünftig auch längere Zeit darin komfortabel wohnen will. Da kommt schon einiges an Gewicht zusammen.

Ich denke aber, dass man bei maximaler Gewichtsoptimierung mit 7,5 t auskommen könnte.
Bedenke aber, das man gegebenenfalls (wie bei mir, da nur eine einfache GFK-Dachbahn auf leichten Spriegeln vorhanden war) auch eine neues Dach benötigt. Das wiegt natürlich alles extra. Und die Dämmung, falls Du keinen schmalen Kühlkoffer (nicht 2,60!!) bekommst, bringt auch wieder Gewicht
Ein besonderes Augenmerk, neben dem reinen Gewicht, solltest Du aber unbedingt auf die Achslasten richten. Die Vorderachse hat in der Regel erheblich weniger freie Last als die Hinterachse.
Wenn ich die Motorräder hinten drin habe, ist alles ok, aber wenn nicht, wird es vorne knapp....... Bei meinem Grundriss ist allerdings die Küche und das Bad (mit Edelstahlduschtasse) vorne.

Wenn du einen guten Vario bekommst, solltst Du das geringere Leergewicht ausnutzen.
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#3 Beitrag von VWBusman » Do 14 Nov 2019 10:13

Hallo Michael,

ich fahre einen Vario mit Heckträger für ein Motorrad.
Mein Vario ist ein 7,5t und hat bei voller Urlaubsbeladung noch über eine Tonne Luft ( Zuladung ).

Daher würde ich Dir auch raten eher in Richtung Vario zu suchen.
Die Atego, TGL,... haben den Vorteil etwas kurzer zu bauen durch das Kippfahrerhaus aber dafür ist die Fuhre etwas schwerer.

Gruß Christopher

PS. falls Du Details brauchst gerne per PN
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#4 Beitrag von sieschonwieder » Do 14 Nov 2019 20:36

Wenn mir der Renault B (Messenger) die Grätsche macht, werde ich den Bibliokoffer auch auf einen MAN , MB ,Ive o, Wollevo oder anderen günstigen alt 3er fähigen Zotten packen.

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#5 Beitrag von diekorks » So 17 Nov 2019 11:41

Hallo Michael,
die Konfiguration des MAN hört sich ja echt gut an.
Ich hab nen Atego 818 mit automatisiertem Schaltgetriebe, ein Gedicht, nicht schalten müssen beim LKW und wenn man(n) meint es tun zu müssen,
nur mal antippen hat was.

Aber nun zum Gewicht.
Mein Atego wog mit leerem Kühlkoffer 4992Kg.
Komplett für 2 Personen ausgebaut mit großer Garage, schweren Outbound Dachfenstern, 4 Dometic Fenstern, 40l Gestank, 320Ah Lithium Batterien, Backofen ...
30qm Pappelsperrholz, Möbeltüren und Klappen von Ikea .... dann bei der Dekra gewogen für die Zulassung 6036Kg.

Bei dir musst du dann noch die Gewichte für Isolierung und Inenverkleidung hinzurechnen, aber ich denke, wenn du mit Verstand baust solltest du es mit 7,49t reisefertig hinbekommen, Ziel sollte in deinem Fall aber auch sichere 1t Zuladung sein, denn die hat man schnell zusammen.

Gruß Ralf
(...der auch irgendwann, wenn die vorletzte Schraube reingedreht ist, sein Auto mal komplett vorstellt )

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Gode_RE
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#6 Beitrag von Gode_RE » Mo 18 Nov 2019 00:17

Mein Koffer wiegt in reisefertiger Ausstattung 3,5 to, also alle Tanks gefüllt und alles an Bord. Mein Fuso-Fahrgestell wog leer 3,2 to, somit komme ich jetzt auf ein Gesamtgewicht von 6,7 to. Man glaubt gar nicht, was Batterien, Solarmodule, Geräte und Ausstattung an Summe auf die Waage bringen. Da vertut man sich schnell.

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#7 Beitrag von Motorradfahrer » Mo 18 Nov 2019 20:01

Vielen dank für Eure Antworten.

@Namensvetter: Du hast die Problematik recht gut erkannt: Wenn du einen guten Vario bekommst...
Ein guter Vario mit 6m Koffer, LBW und zumindest werksseitiger Klimaanlage ist z.Z. echt Mangelware.

Bleibt man unbedingt beim Vario, fallen mir noch folgende Möglichkeiten ein:
-aus zwei mach einen
-eine Doka absägen und Leerkabine drauf setzen
das wird mir allerdings zu aufwendig und ich habe nicht die Möglichkeiten, Erfahrungen, Zeit, Platz, Halle, Kran, usw...

@Ralf: War von der Automatik im TGL auch schwer begeistert, ein must have. Würde mir Deinen Umbau gerne mal anschauen,
kannst Du ein paar Bilder posten? Must nicht unbedingt bis zur vorletzten Schraube warten :D

Aus folgenden Gründen tendiere ich eher zu TGL oder Atego:
-Fahrkomfort
-hohe Verfügbarkeit der Basisfahrzeuge, auch mit viel Ausstattung
-kürzeres Fahrzeug
-klappbares Fahrerhaus, dadurch leichtere Erreichbarkeit von Motor und Anbauteilen

Es bleibt der gravierende Nachteil mit der geringeren Zuladung, dazu habe ich folgende Ideen:
-Fahrzeug ohne LBW, Motorräder ein- und ausladen mit:
-Kran, leichte Heckklappe nach oben zu öffnen
-nach unten zu öffnender Heckklappe als Rampe (ähnlich Pferdetransporter)
-Alufelgen von Alcoa, Speedline (soll angeblich 10kg pro Rad leichter sein, also 70kg)
-Austausch der Starterbatterien gegen LTO-Zellen (Lithium-Titan-Oxid), die später auch als Aufbaubatterien dienen.

Momentan habe ich einen Blumentransporter im Auge, 7m Isolierkoffer,
tiefgesetzte seitliche Eingangstür, keine LBW, Klima, keine Automatik und 600tkm auf der Uhr. Was meint Ihr?

Grüße

Michael

PS: Anbei Bilder von unserem Crossi :(
01.JPG
P1000636_G.jpg
Grüße

Michael 8)

Stoppie
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#8 Beitrag von Stoppie » Sa 23 Nov 2019 23:22

Hallo Michael,

es tut einem ja in der Seele weh, wenn man seinen WoMo-Traum abgebrannt am Straßenrand stehen sieht. Wer macht so etwas ???? :twisted: :twisted: :twisted:

Meine Meinung und Informationen zu Deinem Vorhaben und Deinen Überlegungen.

Wenn Du an einen MAN-TGL oder Mercedes Atego denkst und die 7,49 Tonnen im Auge haben musst, wiegen die zwei/drei Enduros, die Du gerne damit transportierten möchtest, ja fast doppelt. Bei geschätzten 500-Moped-Kilos plus Moped-Gerödel bleiben für Deinen Individualausbau noch ca. 7 Tonnen übrig. Da muss man dann doch schon mit spitzem Gewichtsbleistift beim Ausbauen rechnen. So wie Gode es schon beschrieben hat, Zitat: "Man glaubt gar nicht, was Batterien, Solarmodule, Geräte und Ausstattung an Summe auf die Waage bringen. Da vertut man sich schnell."
Das kann ich genau so bestätigen. Im Zuge eines Ausbau wird die Wunschliste der Ausbaukomponenten immer länger und das Fahrzeug somit immer schwerer. :P

Ich habe das bei meinen Ausbauüberlegungen vor ca. 7 Jahren folgendermaßen gehandhabt, bei einer ähnlichen Aufgabenstellung wir bei Dir. Bei mir waren es damals allerding Rennmaschinen, die ich zu den Tracks der Welt transportieren wollte, was aber mittlerweile Geschichte ist.

Mein Fahrgestellwunsch war damals ebenfalls ein Atego (1.Wahl) und ein MAN-TGL (2.Wahl). Es wurde dann aus mehreren Gründen ein MAN-TGL, ein Neufahrzeug, weil es damals auch nach längerem suchen kein adäquates Gebrauchtfahrzeug gab.

Erste Berechnungen und Schätzungen schoben mich dann schon recht schnell in den Grenzbereich der 7,49 t zGG. Aus diesem Grund hatte ich mich dann für ein 12 Tonnen Fahrgestell entschieden und dieses auf 7,49 Tonnen ohne jegliche Änderungen am Fahrzeug abgelastet mit dem Hintergedanken, dass, falls nach dem Wunschausbau die 7,49 Tonnen nicht reichen sollten, man jederzeit wieder ohne großen Aufwand auflasten kann.

Noch eine kleine Anmerkung zum Thema Führerschein. Weshalb soll man sklavisch an dem alten Klasse-3-Führerschein festhalten. Den Führerschein CE zu machen stellt ja kein unüberwindliches Hindernis dar. Er gibt Dir aber die Freiheit, dein WoMo in spe ohne Rücksicht auf das zGG so auszubauen, wie Du es gerne möchtst. Bei den vielen Jahren, die man dann mit dem fertig ausgebauten WoMo fahren will, ist das meiner Ansicht eine sinnvolle Investition.

Als Alternative kann man sein Mopedgerödel auch in einem Anhänger hinter dem 7,49-t-WoMo herziehen. Mit der alten Klasse 3 darfst man meines Wissens Züge bis 12 Tonnen zGG fahren, wobei das Zugfahrzeug nicht über 7,49 Tonnen zGG haben darf. Bei einer Moped-Gerödel-Masse von geschätzten 500 kg hättest Du diese dann als Ausbaureserve.

Mein Ausbau ist noch längst nicht abgeschlossen. Es deutet aber vieles darauf hin, dass die 7,49-Tonnen-Grenze überschritten wird. Deshalb werde ich im kommenden Jahr den CE - Führerschein in Angriff nehmen. :D

So meine Überlegungen.
Man(n) fährt MAN :)

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Gode_RE
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#9 Beitrag von Gode_RE » So 24 Nov 2019 08:48

Hallo Michael,

ich kann mich da den bedauernden Worten über den Feuertod Deines ersten Mobils auch nur anschließen. Ich hoffe, dass die Versicherung alles bezahlt hat und Dir damit die Chance gegeben hat, ein neues, besser taugliches Fahrzeug für Dich zu bauen. Denn bei dem ersten Mobil warst Du ja an Grundriss, fehlende Bodenfreiheit und damit Eingeschränktheit auf lediglich Straßen (und dann auch nur die besseren) gebunden, weil es schon fertig war. So ein Neubau, ganz nach Deinen Vorstellungen, ermöglicht dann auch andere Wege zu gehen. Vielleicht ist das bei allem Unglück auch zugleich eine Chance.

In einem anderen Thread hatte ich bereits den Gedanken eingeworfen, dass wenn man gewichtsmäßig ne Punktlandung hinkriegen will, wahrscheinlich nicht drumherum kommt, mit ganz genauen Exceltabellen in die Vorplanung zu gehen. "Ganz genau" heißt auch bis in die detaillierte Kleinteiligkeit. Ich habe das bei all meinen Fahrzeugbauten so praktiziert und jedesmal die Punktladung hingekriegt. Andernfalls vertut man sich nicht "ein wenig", sondern meistens ganz gewaltig. Aus früheren Projekten weiß ich das noch, oder auch aus beobachteten Projekten anderer. Da ist man mal schnell 10-20% drüber.

Mit drei Motorrädern, wie Du schreibst, ist m.E. das nit der 7,5 to Klasse nicht zu schaffen. Es sei denn, Du nimmst ne Pritsche und stellst ein Igluzelt darauf.

LG Gode

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campo
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#10 Beitrag von campo » Mo 25 Nov 2019 08:20

Hallo Michael.
Oeps. Es tut weh umso ein Bild zu sehen.
Atego und TGL sind stark vergleichbar. MB Vario is eine andere Klasse, schwacher und nicht für längere Aufbauten geeignet.
Hier oben wurde schon gewarnt das ein MB 8.240 oder MB 824 mit 7,5T zu wenig Gewicht bringt, um problemlos Aufbauten von 6m zu machen.
Als Motorleistung brauchst du doch auch etwas mehr wie 150/180PS.
Blumenaufbau ist gut als basisfahrzeug aber finde ich meistens zu Hoch weil ich selbst gerne niedriger und schneller bin (Ihnen höhe 2 Meter ohne Doppelboden).
Bei 7m Aufbau wurde ich immer ein TGS 6x2 (oder Scania, Atego) empfehlen. Diese Luxuslimousinen sind als gebraucht (600 bis 800.000 km) recht günstig zu bekommen für kleines Geld.
Kennst du den Unterschied?

Grtz Campo
TGM 13290 4x4 in Aufbau

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#11 Beitrag von Motorradfahrer » Di 26 Nov 2019 17:27

Hallo,
danke für Eure Anteilnahme.

Wer das war? Ich habe keine Beweise, kann und will hier niemanden beschuldigen. Aber aufgrund der Vorgeschichten stehen meine liebenswerten türkischen Nachbarn und deren ebenfalls liebenswerter Anhang im Verdacht. Trotz aller Hinweise kann die Kripo keinen Täter ausmachen, wenn die Polizei doch wenigstens bei der Verfolgung von Knöllchen auch so effektiv arbeiten würde...
Das Womo war nicht versichert, es wurde nichts ersetzt. Aber ich hatte einigermaßen Glück: es war nicht beladen, also keine teuren Wertgegenstände wie Motorräder, Flugausrüstung usw. drin und ich habe es sehr günstig gekauft. Es ist zwar bedauerlich, stellt aber keinen finanziellen Ruin dar. Ich habe mich damit abgefunden, nach dem Womo ist vor dem Womo, also auf ein Neues!

Warum TGL, Atego oder Vario?

Wir haben folgendes mit dem Womo vor:
-einige Zeit aus der Knochenmühle aussteigen und mal für unbestimmte Zeit (vielleicht ein bis zwei Jahre) im Womo verreisen.
-Ziele sind im Herbst, Winter und Frühling Südeuropa, vielleicht noch Marokko, im Sommer Berge (Alpen, Pyrenäen), also keine globale Expedition
-Allrad ist momentan absolut kein Thema, fürs Grobe und zum Kundschaften haben wir ja Reiseenduros dabei
-kein Rumgehampel mehr mit Anhänger also definitiv zwei Achsen
-möglichst viel frei stehen, nur gelegentlich auf den Campingplatz
-daher möglichst unauffälliges Fahrzeug


Warum bis 7,5t und nicht größer?

Manche Leute betreiben Vanlive und leben mit Ihrer Familie im VW-Bus ohne Toilette und Dusche und jeder kennt es von zuhause: je meher Platz man hat, um so mehr Kram hortet man. 12t klingen verlockend, da hat man ja noch mehr Platz, kann auch noch eine Waschmaschine, Geschirrspüler und nen Smart mitnehmen. Aber wo hört das auf: 40t Auflieger? Doppelstöckiger Reisebus?

Kann gut verstehen, daß man sich die Optionen lässt, wenn man schon einen CE-Führerschein hat.

Der Crossi war mit seinen 9,7m Länge und 6,9l Hubraum schon ein Monster und etwas zu groß. Vierzylinder, kurzes Haus und 180 PS reichen völlig, 15l Verbrauch auch, womit wir auch gleich bei den Unterhaltskosten sind.

7,5t müssen reichen und ich mag auch einfach nicht mit mehr Tonnage dauerhaft durch die Gegend fahren, ausserdem wird es dann mit dem Parken in Innenstädten schwieriger.

Hier in D wird das Überladen von einem 7,5t gar nicht so schlimm geahndet, bis 20% kostet es 30€ und keine Punkte. Da wäre man bei knapp 9t.
(Vorsicht: bei Fahrzeugen über 7,5t gelten im Bußgeldkatalog andere Tabellen!)
Von daher würde ich mir gar nicht so einen großen Kopf um das Gewicht machen, falls man nur hier unterwegs wäre.

In anderen europäischen Staaten ist das wohl schlimmer, z.B. in F darf man ab 5% nicht mehr weiter fahren.
Hat schon mal jemand im Ausland Erfahrungen gemacht? Wie häufig sind solche Kontrollen überhaupt?
Grüße

Michael 8)

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#12 Beitrag von holger4x4 » Di 26 Nov 2019 18:40

Ja, Vorsicht, teils darf man schon ab 1% Überladung ordentlich zahlen! Im Ausland kann das ganz schön teuer werden.
Also PLANEN würde ich damit mal nicht!

Ich bin in 30 Jahren nie gewogen worden. Wir fahren aber auch nicht so viel Autobahn, und schon garnicht zum Ferienanfang am Samstag oder so. Aber erwischen kann es einen immer mal.
Ein anderer Pickupfahrer wurde gewogen (in D, auf der Autobahn) und durfte nicht mehr weiter fahren! Das waren wohl deutlich mehr als 10% :shock:
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#13 Beitrag von holger4x4 » Di 26 Nov 2019 19:01

Hier mal ein Link:
https://www.promobil.de/tipp/ueberladun ... trafen/#DE
Sebst bei 3,5to kann es mit bis 6000€ ganz schön teuer werden!
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
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Christian G.
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Re: TGL, Atego oder Vario?

#14 Beitrag von Christian G. » Di 26 Nov 2019 22:04

Jetzt muss ich aber mal fragen.....

Was ist daran so schwer den C Führerschein zu machen...? Kostet 2-3.000.-€ und schon ist man das leidige Thema los....

Im Zweifel kommst zu mir... 😇🤪😉👍

Alles in der Klasse ist mit 7.5t Grenzwertig.

Ich würde sogar sagen: die nächst höhere klasse auf 12t abgelastet macht fahrtechnisch sogar noch mehr Spaß... 😉

Und das ganze zum Preis eines Satzes Alufelgen....

LG Chris

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Re: TGL, Atego oder Vario?

#15 Beitrag von VWBusman » Mi 27 Nov 2019 09:43

Hallo,

die 7,5t Klasse hat durchaus ihre Daseinsberechtigung und ist nicht nur mit dem Führerschein Klasse C als Hürde in die höheren Tonnagen verbunden.
Man hat über 7,5t schon einige Einschränkungen mehr zu beachten als bis 7,5t.

Da der Themenstarter keinen Wert auf Allrad leg sollte eine Fahrzeug in der 7,5t gut zu realisieren sein.
Wie schonmal geschrieben hat mein Vario, ohne Leichtbaukoffer und auch ohne Leichtbauinnenausbau, mit voller Urlaubsbeladung noch gut eine Tonne Zuladung.

Ich werfe aber auch mal noch den Iveco Daily mit in den Ring. Den gibt es bis 7,2t und da hat man schon gute Zuladungswerte auch bei größeren Aufbauten.

@Michael,
suchst Du ein Fahrzeug zum selber ausbauen oder wäre auch ein vorhandenes, fertiges Fahrzeug für Dich interessant???

Gruß Christopher
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