Entwurf eines Grundrisses

Hier geht's um den Wohnbereich, egal ob Integrierter, Kastenwagen, Alkoven oder Sondermobil.
Bitte hier nur posten, wenn euer Thema nicht in den "Installation und Technik" Bereich passt!
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thomueller1
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Entwurf eines Grundrisses

#1 Beitrag von thomueller1 » Sa 27 Apr 2019 10:28

Hallo zusammen,

nachdem ich mich hier schon etwas über den Bau einer Kabine informieren konnte (siehe viewtopic.php?f=17&t=9827) und meine Pläne nun etwas konkreter werden, würde ich nun gern nach etwas Feedback zu meinen Entwürfen eines Grundrisses fragen. Wie schon im ersten Thread geschrieben, geht es mir um ein Wohnmobil, welches es möglich macht, über längere Zeit darin zu leben. Es sollte für eine Person optimiert sein, aber auch Möglichkeiten bieten, mehrere Personen unterzubringen zu können. Ich denke generell an einen 5m langen und 2,5m breiten Koffer, der innen Stehhöhe bietet, weshalb ich jetzt einmal mit einer Außenhöhe von 2,2m gerechnet habe. Die Größe soll hier eigentlich keinen großen Diskussionspunkt darstellen. Ich habe mir Sketchup einige grobe Zeichnungen erstellt:

Version 1

Außen, von vorn, oben, links:
v1_aussen_von_vorn_oben_links.png
Außen, von hinten, oben, rechts:
v1_aussen_von_hinten_oben_rechts.png
Innen, linke Seite mit Schrank/Schreibtisch hinten in der Mitte, (evtl. hochklappbarem) Bett und einer Küchenzeile plus Stauraum, der vorn über die ganze Breite geht, wo es auch Platz für Reserveräder und Fahrrad am Trockenen gibt:
v1_innen_linke_seite.png
Innen, rechte Seite mit Schrank/Schreibtisch hinten in der Mitte, (Haup-) Bett, Toilette, Dusche mit Eingang, Waschbecken/Bad und dem Stauraum vorn:
v1_innen_rechte_seite.png
Innen, vorn mit Küchenzeile und Bad, dahinter Stauraum:
v1_innen_vorne.png
Innen, hinten mit zwei Betten (eins davon hochklappbar), aufstellbaren Tischen dazwischen und Schränken und Schreibtisch an der Hinterseite:
v1_innen_hinten.png

Version 2

Außen, von vorn, oben, rechts:
v2_aussen_von_vorn_oben_rechts.png
Außen, von hinten, oben, links:
v2_aussen_von_hinten_oben_links.png

Ich hoffe, dass so etwas klar wird, was ich mir vorstelle. Ich denke, dass ich in Version 1 den Platz geschickter nutze. Deshalb habe ich da bisher auch etwas mehr Arbeit hinein gesteckt. In Version 2 könnte man ein zweites Bett über die Sitzgruppe und das Sideboard ausziehbar einbauen. Man müsste sich auch noch etwas Gedanken machen, wo man die Tür einbauen könnte. Die Fenster und Türen in Version 1 wirken bestimmt etwas lustig und sind vielleicht noch etwas weiter von der Realität entfernt. Die Überlegung bei den Fenstern war, ob man bei einer größeren Wandstärke die Fenster weiter innen einbauen und von außen mit einer zusätzlichen Klappe verschließen könnte. Das würde sich wohl positiv auf Dämmung (in der Zeit, in der man sich nicht im Innern aufhält) und auf den Einbruchsschutz auswirken. Bei der Tür war die Überlegung, ob man sie als Klappe mit integrierter Treppe gestalten könnte. Wenn ihr Kommentare dazu habt, höre ich sie mir gern an. Primär interessiert mich aber, was ihr von den beiden Grundrissen haltet und wo ihr Verbesserungsmöglichkeiten seht.

Vielen Dank,
Thomas

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Balu
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#2 Beitrag von Balu » Sa 27 Apr 2019 11:16

Hallo Thomas,
ich möchte nur kurz was zum Gedanken "Tür mit integrierter Treppe" sagen.
Falls du dir das so vorstellst, dass du die Tür quasi wie eine Zugbrücke herunterlässt, so hat diese Lösung in meinen Augen zwei gravierende Nachteile. Vor allem dann wenn du in dem Fahrzeug länger wohnen willst:

Das Öffnen und Schließen der (Fall-)Türe ist aufwändiger als das einer konventionellen Tür. Bei schönem Wetter kein Thema. Da kann man die Tür einfach offen lassen. Aber bei Temperaturen unterhalb der Wohlfühlgrenze kann das häufige Öffnen und Schließen in Stress ausarten.

Wenn du irgendwo absolut frei stehst, ist so eine Zugbrücke sicher kein Problem. Aber wenn du auf einem Parkplatz stehst und ein anderes Fahrzeug parkt ganz normal neben dir, dann bist du eingesperrt. Die einer anderen Treppenkonstruktion hast du, wenn sie ausgefahren ist, die Treppe als Platzhalter zum Aussteigen.

So eine Zugbrücke hat übrigens mit großem technischen Aufwand @Urologe hier im Forum verbaut. Der hat allerdings noch einen "Notausgang" ins Fahrerhaus.

Gruß
Herby
Probier's mal mit Gemütlichkeit

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#3 Beitrag von Fump » Sa 27 Apr 2019 11:42

Ich finde die Idee Klasse, und hier wurde sie direkt wieder verworfen: ich ziehe den Schmutz/Matsch, der sich auf der Treppe abgelegt hat, mit in die Kabine... auch wenn es da vielleicht noch mögliche Varianten zur Lösung gäbe..

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Krabbe
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#4 Beitrag von Krabbe » Sa 27 Apr 2019 14:23

Ich kann auf den Grafiken relativ wenig erkennen.
Eine schlichte, aber bemalte 2D Draufsicht, in der die einzelnen Teile ggf. noch benannt sind, wenn nicht selbsterklärend, würde mir besser weiterhelfen.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

thomueller1
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#5 Beitrag von thomueller1 » Sa 27 Apr 2019 15:03

Hallo Herby, Fump,

eure Argumente zur Tür leuchten ein und lassen mich die Idee ziemlich schnell vergessen. :)

Hallo Krabbe,

hier sind die beschrifteten Draufsichten (wie ich die 3D-Perspektive ausschalten kann, weiß ich leider nicht):

Version 1 (links ist in Fahrtrichtung vorn):
v1_draufsicht.png
Version 2 (rechts ist in Fahrtrichtung vorn):
v2_draufsicht.png
Gruß,
Thomas

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Krabbe
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#6 Beitrag von Krabbe » Sa 27 Apr 2019 15:58

Danke.

In Version 2 scheint mir die Nasszelle zu klein.
Ansonsten halte ich ein festes, von der Sitzgelegenheit unabhängiges Bett für sehr wichtig. So wie in Version 2. Gerade wenn das Fahrzeug nicht nur für kurze Reisen herhalten soll. Denn so kann man für Bett und Sitzgelegenheiten verschieden Härtegrade der Polster wählen.

Für den Winter, aber auch zur Leitungsverlegung etc. würde ich über einen (wenn auch nur flachen) Doppelboden nachdenken.
Wo planst Du Frisch- und Abwassertank?
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#7 Beitrag von thomueller1 » Sa 27 Apr 2019 16:28

Vielen Dank für die Kommentare!

Ja, für die Tanks macht ein doppelter Boden Sinn. In Version 1 habe ich dafür in der hinteren Hälfte genug Platz, denn dort braucht man eher keine Stehhöhe. In Version 2 wäre dafür unter Bett und in den Bänken sicher auch etwas Platz. Die Idee ist, alles nötige im Koffer unterzubringen und möglichst wenig außen zu befestigen. Mein Eindruck ist, dass man in Version 1 einen gefühlt größeren Raum hat. Das wird natürlich durch die Doppelnutzung von Bett und Sitzgelegenheit erkauft, mir der ich wahrscheinlich leben könnte. Mit scheint aber, dass das Raumgefühl gerade für längere Zeiten eine große Rolle spielt. Die unterschiedlichen Härtegrade der Polster könnte man eventuell auf die beiden Betten verteilen, wovon wahrscheinlich nur eins dauerhaft zum Schlafen genutzt würde. Ja, das Bad in Version 2 ist noch zu klein und es gibt noch keine gute Idee für die Position einer Tür. Mir gefällt dieser Grundriss vom Prinzip her sehr gut (siehe auch https://suchen.mobile.de/wohnwagen-inse ... 95317.html), aber ein Bad scheint da schwerer unterzubringen.

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Gode_RE
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#8 Beitrag von Gode_RE » Sa 27 Apr 2019 17:29

Hallo Thomas,

vielleicht mal was Grundsätzliches zur Planung von Wohnkabinen: Neben der persönlichen Gefälligkeit von Raumanordnungen ist die technische Sinnhaftigkeit der Installationen ein mit entscheidendes Thema. Du brauchst Platz für Gefälle für Abwasserleitungen, Verlegbarkeit für Wasser- und Gasleitungen, Abgasrohre für Heizungs- und Kühlschrankkamin, Lauflänge (Abkühlung) von Warmwasserleitungen (merkst Du spätestens unter der Dusche) und auch die Heissluftrohre der Heizung wollen Platz finden. Das kann zu so Entscheidungen führen, wie z.B. Küche und Bad nebeneinander anzuordnen oder Gaskasten, Heizung, Herd und Kühlschrank zusammen in einen gemeinsamen gas- und abgasdichten Bereich, der idealerweise auch durch Klappen von außen und innen (Servicezwecke, Einbau) zugänglich ist.

Dann berücksichtigt man auch Gewichtsverteilungen, z.B. Wassertanks und schwere Batterien bei der Achslast. Das kann zu so Entscheidungen führen, wie z.B. die Sitzbänke und Truhen über die Hinterachse zu setzen, mit Anschluss an die Versorgungsblocks.

Dann Thema "Betten": Wenn man jeden Abend und jeden Morgen "Betten bauen" muss und man nur gemeinsam und gleichzeitig zu Bett gehen oder aufstehen kann, ist der Burgfrieden schnell gefährdet. Dabei rede ich noch gar nicht von Krankheitssituationen oder anderen, wo unterschiedliche Schlafens- oder Fernsehzeiten im Raum stehen.

Und das Thema "Klo im Eingang" ... Ich weiß, dass es dazu unterschiedliche Ansichten gibt. Das funzt nur, wenn keiner von Euch "längere Sitzungen" braucht, denn so lange kommt niemand rein oder raus. Auch nicht, um zum vielleicht auf dem Campground vorhandenen Zweitklo zu gehen...

Oder Thema "Brandschutz", Sicherheit beim Ein- und Aussteigen (wo ist die Tür, welche Fenster zeigen zur Markisenseite), Anschlüsse (Wasser, Strom)...

Mach Dir mal unter diesen Gesichtspunkten Gedanken zum Grundriss. Vielleicht guckst Du Dir auch mal bei Fahrzeugen notwendige Mindestmaße an, so für Sitzhöhen und Breiten und Badgrößen und Raumweiten.

Nette Grüße
Gode

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#9 Beitrag von thomueller1 » Sa 27 Apr 2019 19:51

Danke für diese allgemeinen Gedanken. Ich will zwar nicht behaupten, dass alles dies in meinem Entwurf korrekt bedacht ist, aber einiges ist zumindest in Version 1 auch schon berücksichtigt. Vielleicht kannst du mir konkret schreiben, wo du Probleme siehst, die mir mangels Erfahrung vielleicht gar nicht auffallen würden?

Ich möchte kein Gas einbauen. Ich bin kein Kochprofi und mir würden zwei Induktionsplatten reichen. Beim Strom will ich dafür eher nicht sparen. Elektrische Leitungen braucht man wohl im ganzen Koffer, zumindest 12V. Batterien sollen wegen möglicher Brandgefahr ein extra Fach bekommen, wahrscheinlich vorn in dem abgetrennten Bereich für Stauraum. Wasser wird nur in der vorderen Hälfte, vielleicht sogar nur auf der rechten Seite in Bad-Nähe gebraucht. Wassertanks finden im doppelten Boden unter den Betten Platz und wären dann nah bei der Hinterachse. Die Heizung wäre mir eigentlich in einer Kiste unter dem Koffer am sympathischsten, um kein Feuer im Koffer zu haben. Das passt aber wohl nicht mit einer eleganten Führung der Rohre und Leitungen zusammen. Deshalb müsste das wohl auch nach vorn in den Stauraum wandern. In einer ersten Version würde ich an eine einfache Kühlbox anstatt Kühlschrank denken. Es könnte sein, dass mir das schon reicht. (Kannst du mir näher erklären, was du mit dem Kamin für den Kühlschrank meinst?) Sonst habe ich mich bei vielen Abmessungen von Möbeln an Maßen in meiner jetzigen Wohnung orientiert.

Gruß,
Thomas

world_is_waiting
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#10 Beitrag von world_is_waiting » So 28 Apr 2019 07:55

Hi Thomas,

liege ich richtig, wenn ich vermute, dass dies dein erstes Reisemobil wird?
Bei der genannten Aufbaulänge, die zumindest im 4x4-Segment schon zu den großen Wohnkabinen gehört, erscheinen mir beide Grundrisse als nicht sehr ökonomisch. Du hast recht, dass ein offener Raumeindruck wichtig ist für das Lebensgefühl im Fahrzeug, gerade wenn man für längere Zeit, oder dauerhaft, darin leben möchte. Genauso wichtig ist aber, dass in diesem Format alle Baugruppen erreich- und nutzbar sind, ohne dass man etwas umbauen muss oder Kompromisse in der Funktion eingeht. Das beginnt bei deinem Grundriss 1 direkt mit dem wohl wichtigsten eines Wohngebäudes - deinem Bett. Unterschätze nicht den Bedarf an einer guten Schlafstatt, wenn du dort mehr als 14 Tage Campingurlaub verbringen willst. Im Umkehrschluss sagst du, Kochen sei nicht so dein Hobby, dafür ist aber die Pantry in beiden Entwürfen doch recht üppig eingezeichnet. Brauchst du dort den Platz wirklich?
Du erwähnst eine Innenhöhe von 2,2 Metern – wofür? Auch auf einem niedrigen Fahrgestell wird er Wagen unnötig hoch und spätestens dann auch kopflastig, wenn du den zur Verfügung stehenden Raum auch nutzen willst.Wenn ich aber den Aspekt betrachte, dass du eine recht lange Einstiegsleiter geplant hast (hier geht meine Meinung zum Forum diametral, ich denke, dass eine durchdachte Einstiegsleiter als Tür sehr wohl funktionieren kann und smart ist) ist meine Vermutung, dass du auf einem Lkw-Chassis aufbauen willst, evt. auch 4x4? Dann wirst du mit 2,2 Meter Kabinen-Innenhöhe völlig unnötig hoch.
Wo wird deine Technik untergebracht? Wie schon weiter oben richtig erwähnt, sollte die Platzierung von allen relevanten Komponenten schon von Beginn an im Grundriss mit berücksichtigt werden, nur dann lässt sie sich zum einen gute einbauen und zum anderen später auch gut warten/bedienen/reparieren.
Es gibt im 5-Meter-Format eine Auswahl sehr bewährter, funktionaler Grundrisse. Ist da evt. einer dabei, der deinen Wünschen näher kommt, den du ggf nur im Detail abändern musst? Bedenke auch: du wirst viel Geld in dein Mobil investieren – wenn du am Ende kein unverkäufliches Geldgrab auf dem Hof stehen haben willst, solltest du auch immer abklopfen, ob sich für dein Konzept im Zweifelsfall ausreichend Interessenten finden würden, die es kaufen würden. Leider kann so etwas immer passieren und dann wäre der Frust groß.
Und noch ein Punkt: elektrisch kochen ist derzeit total im Trend, aber eine teure Angelegenheit. Die Mehrkosten dafür liegen im Schnitt bei 5000-8000 Euro Minimum, wenn man eine autarke, belastbare und wetterunabhängige Installation plant. Das fängt bei den Batterien an und hört bei den nötigen Kabeln nicht auf. Wenn also nicht ohnehin ein großer Strombedarf nötig ist ( ich las im Grundriss etwas von Schreibtisch - Büronutzung?), würde ich so etwas immer überdenken. Auch wenn du kein Hobbykoch bist, die Installation eines Gasherdes, der nur zum kochen dient (womit wird geheizt?), liegt bei weniger als 500 Euro, mit aller nötigen Technik.

Verstehe diese Anmerkungen bitte nicht falsch: jeder neue Selbstausbauer ist zu begrüßen, doch klopfe deine Bedürfnisse genau ab – anhand deiner Grundrisse kann man erkennen, dass diese noch nicht zu 100% sicher sind. Ich kann nur empfehlen, sich gerade als Einsteiger an populären Lösungen zu orientieren, auch wenn sie weniger individuell anmuten. Der verlinkte Scania von Twiga ist sehr durchdacht auf dem ersten Blick, alles ist erreichbar (ich vermute das Bad rechts neben dem Eingang, wird eher kompakt sein) und du hast dennoch einen tollen Raumeindruck. Aber auch hier: eine große L-förmige Küche – ist das für dein Nutzungsprofil wichtig genug?
Viel Erfolg !
Martin

edit:

- Ergänzung. Verlinkten 1. thread erst im Anschluss gesehen. Lag ich also nicht so falsch. Klare Empfehlung: Schau dich auf Treffen um, überlege, dir zu einem günstigen Kurs ein fertiges Auto zu kaufen um dich und deine Bedürfnisse erst einmal kennen zu lernen. Da reicht auch schon ein normales Wohnmobil. Das beantwortet in wenigen Wochen ziemlich viele Fragen.

Und, wenn es erlaubt ist das hier zu verlinken (Admin, sonst bitte löschen), vielleicht solltest du im Juli hier vorbeischauen: https://explorer-magazin.com/kalender/e ... camp-2019/

edit Leerkabinen-Wolfgang: klar ist das erlaubt! ;-)

thomueller1
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Re: Entwurf eines Grundrisses

#11 Beitrag von thomueller1 » So 28 Apr 2019 09:44

Hallo Martin,

Danke für das ausführliche Feedback und den Hinweis auf die Veranstaltung. Das klingt sehr interessant.

Die im ersten Post dieses Threads geschriebenen Maße waren als Außermaße für den Koffer gedacht. Ich denke, dass man 2,2m Höhe außen braucht, um innen Stehhöhe zu erreichen und auch ich Platz für (zumindest einen Teil) einen doppelte Boden zu lassen.

Die Küche wirkt vielleicht groß. Allerdings kann ein Teil davon auch einfach als Ablagefläche und als Platz zum Einbau von Technik dienen.

Ich hatte nicht erwartet, dass der Entwurf so kontrovers ist. Ich habe die Idee mit zwei Längsbetten hinten etwas modifiziert und vorn entspricht es ja fast dem verlinkten Scania. Viele Wohnmobile haben Einbauten über die ganze Höhe (z. B. Bad und Schränke) in der Mitte der Kabine. Das gefällt mir überhaupt nicht, weil es einengend wirkt.

Aber danke trotzdem für alle kritischen Kommentare hier. Ich habe ja noch etwas Zeit, darüber nachzudenken, bevor es losgeht...

Gruß,
Thomas

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#12 Beitrag von nunmachmal » So 28 Apr 2019 10:00

Das ist immer so. Jeder hat hier seinen eigenen Kopf und Ideen.
Leider gehen Ersttäter oft mit vielen Wünschen, Ideen und Tatendrang an die Sache, ohne die eigenen Reisegewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen. Was nützt es tausende von Euros für ein autarkes Expeditionsmobil auszugeben, wenn man nicht über den Schwarzwald hinaus kommt.
Mache eine Liste was du brauchst, was du willst und eine was du dir leisten kannst. Lege sie unters Kopfkissen und schlafe ein paar mal drüber.
Klar, ich bin Minimalist und habe im gesamten Wohnmobil keinen Keller. Gut, Abwassertanks und Heizung hängen im FZ-Rahmen, aber der Rest ist alles im Womo.

Oh, meine Frau rufT, ich schreibe später noch was zum elektrisch Kochen.

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#13 Beitrag von holger4x4 » So 28 Apr 2019 10:14

Elektrisch autark kochen kann man machen, ist aber Auffwand (€ und kg). Man braucht genug Batteriekapazität, Solarfläche, dicken 230V Wandler und ein Induktionskochfeld.
Wo kommt die Energie her, bzw wann und wo willst du stehen? Im Sommer im Süden, alles kein Problem, da genug Sonne. Im Herbst und Winter geht es dauerhaft autark nicht mit Solar. Hast du Landstrom? Wenn nein, dann brauchst du einen Generator, am besten fest eingebaut, gedämmt, mit Fernstart, als Diesel. Kostet und wiegt auch einiges.

Du kannst auch 2-gleisig fahren, elektrisch kochen wenn genug Sonne da ist, die Batterien und Solar nicht zu groß machen, und dann zusätzlich einen Gasherd für die kalte Jahreszeit. Entweder mit Gastank / Tankflasche und /oder Platz für landestypische Standardflaschen.
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#14 Beitrag von Gode_RE » So 28 Apr 2019 12:26

Hallo Thomas,

Du hast Dir schon viele Gedanken gemacht, hier auch noch ein paar dazu bekommen, von denen nicht alle mit Deinen konform gehen. Das heißt aber nicht, dass Deine Vorstellungen nicht gehen. Doch, die gehen, man kann das so bauen. Wie einfach oder schwer das umzusetzen ist, findest Du beim Bauen heraus. Und wie praktikabel, zeigt sich auch während der ersten Fahrten. Ich habe mein erstes Mobil auch noch ziemlich auf "Nachrüstbasis" gebaut ... und daraus gelernt, was ich beim nächsten anders machen will. Das heißt aber nicht, dass wir nicht lange Jahre Spaß mit unserem Erstbau hatten.

Also, nimm das mit, was in Dein Konzept passt, und leg los. Was Du an Bauerfahrung daraus gewinnst, ist mehr wert, als was Du an ggf. Lehrgeld zahlen wirst. Nur dabei nie den Spaß am Bauen verlieren, auch wenn man ab und zu dabei flucht...

Nette Grüße
Gode

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Re: Entwurf eines Grundrisses

#15 Beitrag von Krabbe » So 28 Apr 2019 12:35

Hallo Thomas,

Ich schließe mich mal der Frage von Martin an, bzw. erweitert diese: Darf man fragen, wie viel Reisemobilerfahrung Du hast?

Andere haben es ja auch schon geschrieben: Kochen auf Strom ist möglich, aber (in meinen Augen) nicht unbedingt sinnvoll. Denn das bedeutet, dass Du eine entsprechend (sehr) große Batteriekapazität benötigst. Die ist schwer, teuer und braucht Platz. Abgesehen davon, dass die Batterien ja auch geladen werden müssen.
Ja, ein Aggregat ist eine andere Möglichkeit. Dann aber laut und nicht überall einsetzbar. Und wieder ein Gerät, welches Platz und Wartung benötigt. Und was in Höhenlagen Probleme bereiten kann.

Und dann soll es ja, wenn ich es richtig verstanden habe, ein Lang- und Fernreisemobil werden, oder?
Da sind Batterien als Hauptenergiequelle m. M. nach nicht unproblematisch. Mit einem Ausfall muss immer gerechnet werden und wo gibt es dann immer adäquaten Ersatz?
Und auch wenn Du schreibst, Du wärest nicht der große Koch: Auf Langzeitreise wirst Du vermutlich schon des öfteren selber kochen.

Gas hingegen ist relativ leicht und billig. Ebenso wie die Technik. Gaskocher sind einfache und 1000-fach erprobte Technik. Zudem ist Flüssiggas eigentlich weltweit verfügbar und somit problemlos in der Versorgung, wen man ein paar Sachen beachtet.
Ich weis zwar, dass es Menschen gibt, die grundsätzlich kein Gas im Wohnmobil haben möchten, da sie Angst davor haben. Eine fachmännisch installierte Anlage ist aber doch sehr sicher.

Bei der Heizung schreibst Du auch, dass Du sie nach draußen verbannen möchtest, weil Du keine Feuer im Koffer haben möchtest?
Die bekannten und bewährten Wohnmobilheizungen haben alle keine offenen Flammen, sondern geschlossene Verbrennungskreisläufe. Und sind auch 1000-fach bewährt. Da brauchst Du keine Sorgen haben.
Bei der Heizung kommt aber gleich die Frage, wie Du Heizen willst und wie Du Warmwasser erzeugen möchtest? Mit welchem Energieträger?
Ja, es gibt Dieselheizungen und die Befürworter von Dieselheizungen in Fernreisemobilen argumentieren immer damit, dass Diesel eh immer an Bord sein muss und überall verfügbar ist. Das ist grundsätzlich auch richtig.
Aber auch Gas ist weltweit verfügbar. Und je nach Reiseziel macht Gas weniger Probleme. Stichwort: Betrieb in Höhenlagen.
Dieselheizungen brauchen ein Höhenkit und mache ab einer bestimmten Höhe auch dann Probleme. Zudem sind sie bei entsprechendem Einsatz wartungsintensiv (Verkokung etc.). Gasheizungenmachen da deutlich weniger Probleme und sind eigentlich wartungsfrei.
Erkundige Dich mal bei Andenfahrern nach ihren Erfahrungen mit Heizungen.

Dann schreibst Du, dass Du alles mögliche im Stauraum installieren möchtest. Dann wird das eher ein Technikraum und Stauraum bleibt nicht mehr viel übrig.
Viele Grüße
Krabbe
(Sachkundiger für Campinggasanlagen)

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