Zwischenwände und Möbelseiten aus Sandwich oder Monopan

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Zwischenwände und Möbelseiten aus Sandwich oder Monopan

Beitragvon kabinski » So 15 Nov 2009 14:08

Hallo Leute,

jetzt gehts bei uns ins Detail der Überlegungen.
Ich heiße Michael, bin 56 Jahre alt, lebe an derMosel und reise mit meiner Frau gerne ins schwarze Afrika.
Da wir einen Toyo Hilux zum Reisefahrzeug gewählt haben müssen wir Gewicht sparen.
Geplant ist eine Alkovenkabine frei nach Woelke, aber natürlich Eigenbau
und da an der Karosse nix an Gewicht zu sparen ist möchte ich beim Innenausbau sparsam sein.
Darum die Frage: Hat schon jemand Erfahrungen mit Zwischenwänden
aus Sandwichplatten oder Monopan und lässt sich die Oberfläche furnieren?
Oder sonst mit einer holzartigen Oberfläche versehen. So ganz weiß ist ja
im WC Raum o.k. aber im Wohnbereich wäre helle Birke oder so doch schöner.
Falls jemand Rat weiß, hilft mir das viel weiter.
Grüße
Michael
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Beitragvon hwk » So 15 Nov 2009 15:41

Hallo Michael,

Zwischenwände aus Sandwich sind eigentlich kein Problem. Das kann man sich leicht aus Styrodur und zwei einseitg furnierten Sperrholzplatten selbst herstellen. Dazu die Styrodurplatten anrauhen und beidseitig die Funierplatten dann auflegen und leicht verpressen (Pressdruck hängt vom Klebstoff ab. Mit Ponal geht das ganz gut, nur muss man halt hier etwas pressen. Mit aufquellenden PUR-Klebstoffen benötigt man kaum Druck, da dise Klebstoffe spaltberbrücken sind).

Monopan kann man auch nehmen, aber durch den Poyolefin-Kunststoff, sind die Verklebungen nicht so einfach herzustellen.

Ich würdehier die Sandwichplatten aus 2 mal 3-4mm Sperrholz (Pappel mit Furnier) und dem Styrodur als Kern nehmen.

Besten Gruß

HWK
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und...

Beitragvon Thomas Frizen-Fischer » So 15 Nov 2009 16:38

....wenn die Möbelseitenwände Druck aufnehmen oder Lasten tragen müssen (Bettkästen, eingehängte Küchenplatte oder Hochschränke etc.), dann zieht man 20x20 mm Vierkantleisten senkrecht mit ein, an denen man die Lasten anschrauben kann.....

Dann kann man auch ganz dünne Furnierplatten aus dem Modellbau als Beplankung verwenden, innen z.B. in den Bettkästen auch Pressstoffplatten. Nur, wo man mit den Füssen gegen stoßen kann (Sitzgruppe o.ä.), sollte man dünnes Multiplex verwenden (4 mm).
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!
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Beitragvon Rudi » So 15 Nov 2009 17:16

Hallo

Kann die Antworten von Thomas und HWK nur bestätigen.

Nur gibt es das Styrodur nicht dünner als 20 mm.
Bei 2x 3/4 mm Sperrholz hast du dann gleich 26-28 mm .
Als Möbelbauplatten schon etwas viel.

Oder gibts das Styrodur auch in 10 mm ????
Kennt da jemand Bezugsquellen
Gruß Rudi
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Beitragvon urologe » So 15 Nov 2009 17:18

hallo Kabinski,
Willkommen hier im Forum.

aus organisatorischen Gründen habe ich die Antwort in dem anderen threat geschrieben , da ich sie früher dort angekündigt hatte.
der Urologe

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Beitragvon hero » Mo 16 Nov 2009 12:07

Rudi hat geschrieben:Hallo
Nur gibt es das Styrodur nicht dünner als 20 mm.
Bei 2x 3/4 mm Sperrholz hast du dann gleich 26-28 mm .
Als Möbelbauplatten schon etwas viel.

Oder gibts das Styrodur auch in 10 mm ????
Kennt da jemand Bezugsquellen


Styrodur meines Wissens nicht, aber mindestens eine Quelle für XPS in 10 mm gibt es. Conrad hatte XPS-Isolierplatten von der Firma Warmup in 10 mm, hat sie aber jetzt nicht mehr im Programm. Warmup ist ein Hersteller von Elektroheizungen als Fußbodenheizung. Die Platten werden dort als Dämmmaterial unter der Heizung im Boden verwendet und sind von hoher Qualität. Es gibt sie beschichtet und unbeschichtet. Für die Sandwichherstellung sind nur die unbeschichteten geeignet. Ich habe die Platten über einen örtlichen Baustoffmarkt bestellt. Die Plattengröße ist 1250 x 600 mm, Mindestabnahme 5 Stück. Sie sind blau eingefärbt, sehr steif in Anbetracht der geringen Dicke und haben eine leicht rauhe, poröse Oberfläche, so dass kein Anschleifen nötig ist :-).

Ich habe damit mit Aussenschichten von 4 mm Birken-Multiplex Sandwichplatten testweise zum Bau des Gaskastens hergestellt. Als Kleber hat sich der 2K-PU-Kleber Körapur 666/90 hervorragend bewährt. Es reicht ein dünner Auftrag mit feinem Zahnspachtel. Pressen zwischen dicken Sperrholzplatten ist zu empfehlen, damit der Kleber sich gleichmäßig verteilt. Das Ergebnis ist eine 18 mm dicke (der Kleber trägt praktisch nicht auf), enorm steife, belastbare und leichte Platte, die im gesamten Innenausbau verwendbar ist. Sandwichplatten mit dünneren Deckschichten für geringere Belastungen sind sicherlich auch problemlos herstellbar.

Gruß
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Beitragvon 2vgsrainer » Mo 16 Nov 2009 12:35

Hallo

Den Ausführungen von HWK, Hero und TFF ist nicht viel hinzuzufügen nur wurde ich heute meine Sandwichwände nicht mehr mit Korapur 666 vekleben, sonder hier würde ich wasserfesten Holzweisleim (Ponal etc.) verwenden und zwar aus folgenden Gründen:
1. wesentlich günstiger
2. leichter zu verarbeiten
3. Kein Härter der inaktiv werden kann.

Die Veklebung mit wasserbasierten Klebstoffen (Ponal) ist natürlich nur zu empfehlen, wenn eine Seite der Fügeteile, Wasser aufnehmen kann

Nachdem ich mit meinem Ausbau fertig war, hatte ich mal interessehalber ein Paar Probestücke 1.) aus 5mm Pappelsperrholz+20mm Rohacell und
2.) 5mm Pappelsperrholz+ 20 Styrodur hergestellt.
Beide Sandwiches wurden mit Ponal wasserfest geklebt und waren mit
dem Korrapur Sandwich aus meiner Sicht. durchaus vergleichbar. Ich konnte auf jeden Fall keine Grund festellen, was gegen Ponal als Kleber sprechen könnte.
Gruß
Rainer

Wer Rechtschreibefehler findet darf sie behalten !
(T5 Doka 4Motion mit Ormocar Absetzkabine-> Status: fast fertig !!
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Beitragvon Rudi » Mo 16 Nov 2009 14:25

@ Hero , Rainer

Danke für die Info
Ponal würde ich auch vorziehen (meine Testklebungen halten mit Ponal einwandfrei)
Gruß Rudi
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Beitragvon hwk » Mo 16 Nov 2009 20:35

Hallo Rudi,

Ponal reicht hier vollkommen, da es zu einem intensiven formschlüssigen VErbund zwischen dem Schaum und dem Holz kommt,

Besten Gruß

HWK
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Beitragvon Fritz » Mi 18 Nov 2009 17:32

Hallo,

ich hatte vor einigen Wochen beruflich mit der Firma Aljo in Berne zu tun und den Betrieb besichtigt. Die Bauen z.B. die Möbel für den California T5 aus Aluplatten (zwei Lagen Alublech, in der Mitte "Wellblech"), so um 10 mm Wandstärke, wirklich leicht, stabil und auch mit Folien in beliebigem Dekor zu verschönern. Ebenso bauen die ganze Möbel für Schiffseinrichtungen (Mannschaftskabinen) aus Alu (wegen Brandgefahr kein Holz). Hier zum Teil Alusandwich, also zwei Lagen Alu, mittig Schaum.

Mir scheint beides eine sehr gelungene Lösung für Innenausbau, leicht, stabil usw.

http://www.aljo.de/Automotive.22.0.html?L=1

http://www.aljo.de/Systemmoebelbau.21.0.html?&L=1

Gruß

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Beitragvon SeppR » Mo 21 Dez 2009 22:23

Hallo Leute

Da dieses Thema auch für mich an Bedeutung gewinnt stelle ich mal einen Link zu den Platten ein, die ich demnächst verwende.

http://www.kerdi-board.de/vorteile.aspx

Das sind Hartschaumplatten, die an beiden Oberflächen eine dünne Versteifungsschicht und ein Vlies zum besseren Kleberkontakt haben. Die gibt es in 9mm, 19mm, 39mm und noch dicker, zu beziehen beim Fließen- und Bodenleger um die Ecke, kosten knapp 30 Euro pro Quadratmeter und gibt es in Plattengrößen von 125x62,5cm und 260x62,5 cm. Mindestabnahme 6 Platten.

Nicht ganz billig, aber für uns Bastler vermutlich einfacher zu furnieren als die rohen Platten. Ich werde damit Versuche anstellen und danach berichten.

Meine Holde will als Möbeloberfläche ein Weiß oder Hellgrau mit kleinen Punkten drin, sogenannt Salz und Pfeffer. Das haben wir in unserem derzeitigen T4 California und finden es optisch angenehmer als Holzfronten. Geschmackssache eben. Zu Hause im Wohnzimmer haben wir schon auch Holz. Aber in dem kleinen WoMo wäre mir das zu dunkel und zu unruhig.

Das selber Herstellen ist aber schwieriger. Das fängt schon beim Sägen der 0,8 mm dünnen Schichtplatten an hört bei der Wahl des Klebers noch nicht auf. Und ich zweifle, ob diese dünne Schicht als alleinige Deckschicht über den kerdi-Platten ausreicht. Wenn ich noch Sperrholzplatten drunter kleben müsste wäre meine Begeisterung über die Gewichtsersparnis schnell verflogen.

Und das Problem bei allen Sandwichplatten im Möbelbau sind die Kanten. Das weiche Innenmateriel ist als Kante völlig ungeeignet. Man muss also unbedingt Randleisten in allen 4 Rändern integrieren. Aber bei unseren kleinen Stückzahlen bleibt der Aufwand noch überschaubar.

Wie gesagt, ich werde diesen Thread wieder aktivieren, wenn ich erste Erfahrungen gemacht habe.

Sepp R
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Beitragvon hockd » Mi 23 Dez 2009 14:23

Ich werde beim Alkovenbau die Trennwände von WC, Sitztruhe und
Schrankstollen gleich mit 20mm Sandwichplatten einlammelieren
Das verstärkt den Koffer und an Möbel braucht man nicht mehr viel.
Viele Grüße Dieter

Qualität setzt sich eben durch !
und wie verfahren
Mit einem Womo kann man sich nie verfahren,
man lernt höchsten neue Wege u. Ziele kennen.
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Beitragvon urologe » Mi 23 Dez 2009 16:20

hockd hat geschrieben:Ich werde die Trennwände von WC, Sitztruhe und
Schrankstollen gleich mit 20mm Sandwichplatten einlammelieren
Das verstärkt den Koffer und an Möbel braucht man nicht mehr viel.

das kann ich nur unterstreichen -

ich habe bei mir alle Innenwände und die Sitzbänke komplett in die Außenwände einlaminiert und zusätzlich die Innenecken wie ein Winkelprofil überlaminiert - das gibt dem Koffer eine unglaubliche Stabilität ohne viel zu wiegen.

LG
Ralf
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Sandwich-Möbelwände

Beitragvon quadler » So 07 Feb 2010 23:11

Hallo Kabinski,

ich mach sowas selbst, auch mit Echtholzfurnier und Vakuum-gezogen.
Geht so ab 3kg/qm Flächengewicht, jede Stabilität.

VG quadler
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Re: Sandwich-Möbelwände

Beitragvon urologe » Mo 08 Feb 2010 19:41

quadler hat geschrieben:ich mach sowas selbst, auch mit Echtholzfurnier und Vakuum-gezogen.


es wäre ganz schön , ein paar Bilder als Anleitung zu sehen - evtl in einem neuen thread. :idea:
der Urologe

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