von mangiari » Fr 23 Mär 2007 10:09
Also der abgetrennte Raum hinten ist optimiert für zwei Fahrräder hochkant in Fahrtrichtung rechts an der Wand, 6-7 Bügel mit tropfnassen Kajakklamotten und unter der Sitzgruppe mein Kajak. Für die Kleiderbügel hab ich nicht die ganze Höhe gebraucht, drum der große Kasten links (unter dem die Kleiderstange kommt). Der ist von vorne zugänglich und da kommt dann tagsüber das Bettzeug rein. Oder auch anderes, wenn man nur Tagesausflüge macht und kein Bettzeug braucht.
Ist jedenfalls einfach Stauraum, gehört also zum Innenraum, das Heck ist hermetisch abgeriegelt, weil die nassen Neosachen stinken und in den Seitenwänden sind jede Menge Lüftungen drin, so trocknet das Zeug ganz gut und muss nicht zu Hause aufgehängt werden. Das hat im letzten Bus gut funktioniert.
Der Schrank über der Küche ist in zwei Teile unterteilt, mit Klappen vorne dran. Der linke Teil befindet sich über dem Spülbecken und bekommt unten ein Tropfgitter, so wie es in Italien und Skandinavien üblich ist. Beim Abspülen stellt man die nassen Sachen direkt rein und die können dann nach unten abtropfen, sind aber bereits aufgeräumt. Man kann also sofort losfahren. Klar, im Bus reicht nicht einfach ein Gitter, denn sonst fährt das Geschirr im Schrank spazieren, hier muss für jedes Teil ein Plätzchen vorgesehen sein, wo es hochkannt steht ohne wackeln zu können. Die andere Seite ist dann für Töpfe, Pfannen und was man sonst noch so sperriges in der Küche braucht. Lebensmittel sind unten in Schubladen neben dem Kühlschrank, weil die ja so schwer sind. Entgegen dem Entwurf kommt der Küchenschrank über die ganze Breite, bis zur Nasszelle hin. Der Durchbruch für die Tür war noch aus der Zeit als ich einen Postkoffer ausbauen wollte, beim Ducato geht der nicht bis ins Serien-Hochdach. Ach ja, durch den rechten Schrank mach ich noch ne Dunstabzughaube mit Ventilator und Pilzlüfter auf dem Dach, damit z.B. der ganze Wasserdampf aus den Nudel gleich raus kann und nicht später mühsam wieder rausgelüftet werden muss.
Genau, die Sitzgruppe wird zum Bett. Da ich aber oft die Sitzgruppe gar nicht benutze, sondern den Bus nur als mobiles Schlafzimmer benutze, wird nicht einfach der Tisch als Bettunterlage genommen. Hier hatte ich im letzten Ausbau Probleme mit Feuchtigkeit unter der Matratze, wenn man die Sitzgruppe nicht jeden Tag umbaut. Da möcht ich diesmal eine Art starres Lattengerüst von den Sitzbänken in die Mitte klappen, so dass eine Durchlüftung ermöglicht wird. Auch die Deckel auf den Sitzbänken sind nur ein Lattengerüst. Allerdings ein steifes, echter Lattenrost war mir zu aufändig, da braucht man so einen stabilen Rahmen. Außerdem kann man den nicht punktuell belasten, wenn man z.B. auf der Bank kniet um an den oben erwähnten Stauraum zu kommen.
Die Basis ist ein 2004er Ducato mit 2,8Liter Irgendwas-Diesel. Ich glaube Common-Rail oder so heißt das Ding. Im Vergleich zu dem 97er 2,5 Liter Modell was ich vorher fuhr klingt der wie ein Elektromotor und zieht wie Hölle. Kein Vergleich zu dem lahmen PKW, den ich derzeit (Bus ist abgemeldet) als Mobilitätsgarantie fahre. Allerdings hab ich ihn bis jetzt auch nur leer gefahren und ohne aufwändige Aufbauten auf dem Dach, die die Aerodynamik zerstören. Da sollen ja mehrere Dachhaube, Pilzlüfter und ne Solaranlage drauf. Mal sehen ob er dann noch so locker die 150 läuft. Aber ist ja auch nicht so wichtig, Hauptsache man kommt auch in dichterem Verkehr mal flott hinter nem LKW raus. Reisegeschwindigkeit ist bei mir eh meist mehr so knapp über 100.