von Thomas Frizen-Fischer » So 13 Sep 2009 11:42
Na ja, wenn die Kabine von einem Ducato kommt, sollte sie auch wieder auf einen neueren Ducato drauf, oder?
Das Problem dürfte sein, wenn ich Deine Angaben richtig interpretiere, dass Du bisher nur eine normale Kabine drunter hast. Damit wäre bei einer Ducato Doka der verfügbare Raum nicht mehr vorhanden, weil der Rahmen hinten zu kurz ist. Den müsste man nachträglich schaffen. Frag doch mal bei AL-KO nach, die bauen an Ducato Kraftköpfe Fahrgestelle nach Maß dran. Das müßte auch an eine Doka gehen. Die Frage ist dann nur noch, ob das in Deinen Finanzrahmen passt, der Kauf eines neuen Dukato-Doka-Kraftkopf mit Kabine und der Umbau bei Kober. Dazu noch das Sperrdifferential von Quaife, das wäre das Optimum, aber alles halt teuer.
Wenn nicht, dann bleibt Dir nur übrig, einen preiswerten gebrauchten (Klein-)LKW mit Doka in gutem Zustand zu finden, der hinten einen Leiterrahmen hat (814, 817 oder so etwas oder auch kleine MAN oder IVECOS etc.). Das dürfte aber insofern schwierig sein, weil Dokas meist abgelutschte Baufahrzeuge sind, richtig an Ende, wenn sie abgegeben werden.
Vielleicht findest Du einen auch einen (Möbel-)Koffer mit Doka, da kannst Du den Aufbau verschrotten und statt dessen Deine Kabine draufsetzen.
Solche Fahrzeuge kann man immer verlängern, indem man ein Stück einschweißt. Dazu mußt Du einen professionellen Wagenbauer finden, der wirklich gute Beziehungen zum örtlichen TÜV hat und der die Verlängerung dort durchbekommt. Ein Fachbetrieb muss es wegen der Qualität der Schweißarbeiten schon sein, es sei denn, Du verfügst selbst über die offiziell zertifizierten Qualifikationen, hast die entsprechende Ausrüstung und findest einen kooperativen TÜV-Ingenieur.
Da die Umbauerei zum Womo meist mit einer Ablastung einhergeht, also das Fahrgestell nie mehr die ursprüngliche Volllast, für die es gebaut wurde, aufnehmen muss, dürfte das eigentlich ganz ordentlich machbar sein. Auch das damit verbundene Verlängern der Kardanwelle ist kein Problem, da gibt es Fachbetriebe für, z.B. Elbe-Gelenkwellen in Köln.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!