Kleberreste entfernen

Was tun, wenn ein Fahrzeug Aufbauschäden hat und renoviert, saniert oder gar restauriert werden soll?
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ThomasFF
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Strom und Wasser....EDIT: am 17.12. ergänzt und korrigiert..

#16 Beitrag von ThomasFF » Mi 16 Dez 2015 08:47

11 l Gasflaschen habe eine gewisse Höhe, die Du unterbringen musst, der Stauraum dafür sollte auch was höher sein, als der Hahn oben drauf, damit Du den sicher bedienen kannst...die Hand muss dahin passen. Du brauchst eine 100 qcm Bodenöffnung, die zu Entlüftung vorgeschrieben ist. Bett- und Sitzkasten dürften leider zu niedrig sein... miss es mal aus.....es böte sich ein Kleider- oder Küchenschrank an, wobei Du beim Küchenschrank darauf den Kühlschrank ggf. mit einem Zwischenfach, hochstellen könntest...Allerdings solltest du bei einem Gaskühlschrank mal beim Gasprüfer nachfragen, ob diese Unterbringung zulässig ist, weil Du ja über dem Gaskasten die Lüftungs und Auspufföffnungen des Kühlis hast.
Der Gaskasten muss luftdicht zum Innenraum ausgeführt sein, da bietet sich Siebdruck in 6 oder 9 mm an, verklebt und verschraubt..

Wie dem auch sei, um eine Außenklappe für den Tausch kommst Du nicht herum. Da geht es darum, ob Du eine Fertigklappe aus dem Campingzubehör wählst, die ggf in Wagenfarbe nachlackierst, oder ob Du die per Stichsäge ausgeschnittene Blechfläche für einen Eigenbau verwenden willst.... eleganter aber aufwändiger.....vielleicht geht auch ne Kombination aus beidem. Denk dran, beim Aussägen des Bleches ein dünnes Metallstichsägeblatt verwenden und vor dem Sägen die Naht mit einem breiten Tesakreppband abkleben, darauf anzeichnen und sägen...Du vermeidest Kratzer im Blech...vorher mal was üben wäre nicht unvernünftig. Den Ansatz, wo Du die Stichsäge ins Bech versenkst, kann man mit einer ultradünnen Flexscheibe mitten in der Naht machen... ich hab dazu auch schonmal bei dünnem Blech meinen Dremel verwendet...diese Minibastelmaschine.

Von den Gasflaschen aus kannst Du die Stahlleitungen gut geschützt z.B. in der Bodenisolation zum Verteilerblock mit den Absperrhähnen..vorzugsweise im Küchenschrank angebracht, und von da aus zu den Verbrauchern leiten, als da wären Heizung, Kühli, Kocher, ggf. Truma-Boiler, Backofen et.

Für den Strom gibt es im Campinghandel fertige blaue CEE - Einspeisesteckdosen. Auch eine Einheit mit FI Schalter und Verzweigung auf die beiden Netze 230 und 12 Volt ist fertig zu bekommen. Du wirst zusätztlich 12 V (24 V) Speicher über Akku(s) haben, die dann auch über ein Ladegerät verfügen. Die Batterieaufladung per Lima über ein Trennrelais ist Standard, da könntest Du Dich über die Einzelheiten ggf. mit einem Boschladen in Verbindung setzen.

Tipp: Ich weiß nicht, ob Du in Deinem Auto zwei Einzelsitze im Fahrerhaus hast oder eine Beifahrersitzbank. Wenn Du nicht gerade druckluftgefederte Sitze hast, sind die Starterbatterien bei Mercedes in der Fahrersitzkonsole. Die Zweiersitzbank würd ich rausnehmen und auf Einzelsitz umrüsten. Dazu bestellst du dir beim Daimler die Fahrersitzkonsole der rechtsgesteuerten UK-Version. Die eingeschweissten Muttern dürften vorhanden sein...schau mal unter der Matte nach. In diese Konsole kannst Du dann die Komfortakkus einbauen mit dem Vorteil kurzer Leitungswege. Ich habe meine direkten Anschlüsse zwischen den Akkus und der Lima alle in 70qmm Starterkabel ausgeführt, die Verbraucherkabel zur Schalttafel in 6 mm - auch zum Spannungswandler 24 auf 12 Volt. Vom Schaltbrett gings in 12 und 24 V weg in einer Stärke, die zum Verbaucher passte, meist waren 2,5 mm völlig ausreichend, die Boiler- und Kühlschranksteuerung auch 1,5 mm.

Wenn Du im Serienauto eine 24 V Anlage hast, musst Du wegen der Aufladung über die Lima zwangsläufig auch die Komfortakkus in Serie schalten. Damit hast du auch eigentlich den Zwang, verbrauchsintensive Geräte in der teureren 24 V Ausführung zu kaufen. Das wären im Normalfall der Kompressorkühlschrank und die Wasserpumpen. Ich habe mir in meinem 609er so geholfen, dass ich meine Absorber nur auf Gas und 230 V betrieben habe, die 12 V Kühl-Option war abgeklemmt, es blieben nur noch Elemente wie etwas Steuerung und die Innenbeleuchtung übrig, die ich erhalten habe. Die 2 Shurflos hatte ich in 24 V, ebenfalls die Beleuchtung, die damals in Glühlampen und Halogen ausgeführt war und entsprechend Strom zog...ach ja, auch der Lüftungsstrang der Gasheizung wurde mit 24 V betrieben. Heute hat man dank der LEDs deutlich mehr Freiheiten. Die Steuerungen vom Boiler und vom Kühlschrank sowie das Radio liefen über 12 V. Als TV hatten wir damals über einen Receiver der Fa Hauppauge mögliche Einspeisung in den PC mit einer Außenantenne (Spiegel), auch mit 12 V. Der PC selbst wurde aus 24 V versorgt und hatte aus dem LKW-Bereich einen Stecker, der 24 auf die 18,9 V Betriebsspannung umsetzte. 12 V machte ich mit einem Spannungswandler aus dem LKW CB-Funk, der bei sehr erträglichen Preis immerhin 30 Amp liefern konnte. Die professionell angebotenen großen Spannungswandler kosteten um die 700 DM... ich bin nicht aif dem laufenden, was da heutzutage möglich ist. Da gibt es Spezialisten hier im Forum, die sowas wissen dürften...wir haben ja viele Freunde mit umgebauten LKWs.
Der Nachteil einer solchen oder ähnlichen Lösung ist natürlich, dass Du 3 Stromnetze hast. Ich habe Vor- und Rückleitungen zu jedem Verbraucher extra verlegt über separate und farblich unterschiedliche Kabelkanäle, so dass ich beim ersten Blick sah, was für ne Spannung dort anlag. Die Fahrzeugmasse als Stromleiter blieb dadurch völlig unangetastet.
A propos TV. Wenn Du keine Fest- oder Selbstsuchantenne (Oyster o.ä.) aufs Dach setzt, kannst Du für die Satschüssel auf dem Dreibein das Koax Kabel durch die bleue CRR Einspeisung führen...da ist neben dem Stecker im Plastik genug Platz für die 7 mm Bohrung. Du läßt de, Kabel genug Siel, dass du es rein und rausschieben kannst, 20 cm reichen satt... darauf wird dann eine Koaxkupplung gesetzt, auf den Du den Schnellstecker am Koax von der Antenne einfach aufsteckst. Wenn Du die Verbindung dann in den CEE-Anschlus,zurückschiebst, ist sie auch gut vor Regen geschützt. Im Wageninneren verlegst Du das Koax aus der Einspeisung fest bis zum Anschlusspunkt, wo der TV steht...oder der Receiver
Zuletzt geändert von ThomasFF am Do 17 Dez 2015 13:39, insgesamt 3-mal geändert.
Gruß vom Thomas
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Re: Kleberreste entfernen

#17 Beitrag von VWBusman » Mi 16 Dez 2015 10:26

Hallo,

wenn Du den Gaskasten hinter die Portaltüren machst brauchst Du nicht eine extra Außenklappe machen. In den ganzen Pössel & Co. Kastenwagen sind die Gaskasten im Innenraum
verbaut und haben eine Klappe welche in den Innenraum öffnet. Diese Klappe muß natürlich dicht gestaltet sein aber das sollte kein Problem darstellen.

Was die Aufbaubatterie betrifft sind hier verschiedene Meinungen im Forum vertreten.
Du kannst im Aufbau 24V machen und einfach mit der Basislichtmaschine mit laden oder aber Du machst im Aufbau 12V und mußt die Spannung reduzieren mit einem Ladebooster oder einer zweiten Lichtmaschine.

Zum Thema Strom steht aber auch einiges in unserer Wissensbasis.

Gruß Christopher
VW T5 Doka und Mercedes Vario 816 mit Holzkoffer

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ach... ja.. das ist der Fluch der zu frühen Bauerei....

#18 Beitrag von ThomasFF » Mi 16 Dez 2015 10:33

... innenliegende Gaskästen waren nicht so gern gesehen..bei meiner Generation Womos wurden die von Amateuren selten abgenommen....

Und von Ladeboostern gab es noch nicht mal den Namen... die Lösung mit ner 2. 12 V Lima schon...die war aber umständlicher und teurer als meine Bauweise..ich hab für die 12 V niur 45 DM für dem Spannungswandler zusätzlich ausgegeben, Leitungen usw waren ja identisch...
Gruß vom Thomas
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Re: Kleberreste entfernen

#19 Beitrag von wiru » Mi 16 Dez 2015 17:24

Ich hab unter den Sitzkisten einen Gaskasten, in den spielend 2 11kg Flaschen passen...allerdings ist die Sitzgruppe auf einem Podest, unter dem der 175l Wassertank und die Batterien liegen (ca 30cm hoch). Bei 5kg Gasflaschen ist auch eine reine "Innen Entnahme" (ohne Aussenklappe) erlaubt ("Flaschen Schacht" mit Öffnung von oben..) ich hab nur einen Deckel, damit ich beim Flaschen Wechsel nicht raus in den Schnee muss....Entnahme der Flaschen durch die Aussenklappe, ist einfacher...

Gruß, Willi
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Re: Kleberreste entfernen

#20 Beitrag von Balu » Do 17 Dez 2015 12:45

Zum Gaskasten:
Ich hatte nie ein Problem mit Gaskästen im Innenraum meiner Kastenwägen. Unten an der Tür wurde eine gasdichte Schwelle gefordert, 6cm hoch, wenn ich mich recht erinnere. Ansonsten einen umlaufenden Dichtgummi an der Türfassung und gut war's.
Den Kasten selbst muss man natürlich gasdicht bauen.
Der einzige Wermutstropfen war, dass keine Duomatic zum automatischen Flaschen umschalten erlaubt war und nachts um 5 (wann sonst wird im Winter bei Minusgrade eine Gasflasche leer? :lol: ) Gasflaschen umstöpseln angesagt war. Da bei meinem letzten Kastenwagen der Kleiderschrank über dem Gaskasten war, hatte ich eine gasdichte Klappe oben in den Kasten gemacht, so dass ich die Flasche von innen umstöpseln konnte. Der Gasprüfer sah darin kein Problem, da das evtl. austretende Gas eh nach unten fällt.

Wegen der Abgase des Kühlschrankes würde ich mir jetzt nicht die großen Gedanken machen. Ich habe gerade mal in der Bedienungsanleitung der Trumatic 4000 nachgeschaut. Die schreiben zur Platzierung des Wandkamins folgendes vor:
"Der Wandkamin ist so anzubringen, dass sich innerhalb von 500 mm (R) kein Tankstutzen oder keine Tankentlüftungs- öffnung befindet. Außerdem darf sich innerhalb von 300 mm (R) keine Entlüf- tungsöffnung für den Wohnbereich oder Fensteröffnung befinden."
Und ein Heizungskamin haut mit Sicherheit mehr Abgase raus wie das "Totenflämmchen" eines Absorberkühlschrankes.

Aber vielleicht kann da unser Sachkundiger für Campinggasanlagen etwas Licht ins Dunkel bringen. Meine Erfahrungen mit meinen Kastenwägen müssen ja nicht mehr den aktuellsten Vorschriften entsprechen. Und mit Gas sollte man nicht spaßen...

Gruß
Herby
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Re: Kleberreste entfernen

#21 Beitrag von Spätlesereiter » Do 17 Dez 2015 22:57

Hallo Alle zusammen!

Ich komm ja gar nicht so oft ins Forum wie ihr hier schreibt! Vielen Dank erst mal, ich muss das alles jetzt erst mal in geordnete Bahnen bringen und eins nach dem anderen durchplanen und bearbeiten.

Ich probier mal ob 5kg Flaschen in meine Staukästen passen, dann ist das kein Problem. Eine Heizung wird in der ersten Ausbaustufe sowieso nicht an Bord sein. Und im 609er war die Kühlbox am Gas 24/7 am laufen, gab nie Probleme wegen der Abgase. Ich muss erst mal klären wie ich den LKW anmelde weil ich gerne 2019 ein H-Kennzeichen hätte. Dann baue ich dementsprechend. Und jetzt keine H-Diskussion!

Gruß und Danke!
Thomas

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Re: Kleberreste entfernen

#22 Beitrag von Balu » Do 17 Dez 2015 23:06

Spätlesereiter hat geschrieben:Und jetzt keine H-Diskussion!
Hallo Thomas,
die Diskussion solltest du im Vorfeld mit dem TÜV-Prüfer führen, der das alles (Wohnmobil, H-Kennzeichen) abnehmen soll. Wenn der von Anfang an eingebunden ist, dann wird die Abnahme einfacher! :idea: :wink:

Gruß
Herby
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Re: Kleberreste entfernen

#23 Beitrag von mrmomba » Do 17 Dez 2015 23:41

Da gibt's nichts zu diskutieren: Wenn nicht innerhalb von 7 jahren nach EZ eine Umschlüssen von LKW auf WoMo stattgefunden hat, dann sollte man es auch nicht mehr. Sonst gibt es kein H: Wenn er SonderKFZ feuerwehr xxx ist, dann gleich beim H als dieses weiter führen lassen.
Aber ein LKW darf natürlich schränke. O.Ä. Haben ( Werkstattwagen)

Warum ich das weiß, unser Bulli war transporter und wurde vor 26 Jahren passend umgeschrieben...

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