Hubdach / Hubkabine - Spaß mit viel Platz nach oben !

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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volker-doc
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Hubdach / Hubkabine - Spaß mit viel Platz nach oben !

#1 Beitrag von volker-doc » Mi 14 Okt 2009 17:58

Hallo,
nachdem ich so nett aufgefordert wurde über meinen Auf / Ausbau zu berichten , melde ich mich nun gerne nach den Ferien und eröffne diesen thread.
Alles was hier über Hubdächer zu lesen ist, kommt mir sehr bekannt vor, da ich diese Überlegungen vor 32 Jahren auch hatte und im Endeffekt dann eine für mich vertretbare billige Lösung zur Umsetzung kam. Natürlich würde ich heute mit viel leichteren Materialien bauen ,aber die jetzige Kostruktion würde ich beibehalten. Simple Mechanik vor teurer Hydraulik.
1982 bin ich mit meinem Gefährt sogar umgekippt - der Koffer hat dies überstanden, das Getriebe nicht.
Einen großen Teil der Materialien habe ich mir von Schrottplätzen geholt
und bei dem einen oder anderen Werkstattbesitzer durfte ich an Drehbank ,Fräßmaschine und Schweißgerät.
Ich werde nun sukzessiv den Aufbau beschreiben und auch Bilder posten.
Der Anhang zeigt den heutigen f a h r b a r e n Zustand .
Für die alten Fotos muß ich mir noch einen Scanner kaufen- habt bitte Geduld , ich melde mich sicher wieder.
Schwäbische Grüße aus der Geburtstätte des Unimogs :D

Volker
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Leerkabinen-Wolfgang
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#2 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 14 Okt 2009 22:10

Jajajajajaja!!! :D :D :D :D :D

Kurzer Gruß
Leerkabinen-Wolfgang
die nächsten Festivitäten in http://www.Bodenheim.de:
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#3 Beitrag von surfjunk » Do 15 Okt 2009 00:33

Super ! Ich freue mich schon!


Da kann man bestimmt viel bei abschauen.

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#4 Beitrag von volker-doc » Do 15 Okt 2009 19:04

Hallo,
los ging es ,daß ich auf meinen Reisen Platz haben wollte beim campieren ohne die Geländegänigkeit ganz zu verlieren um an die schönsten Standplätze zu kommen.. In die Breite wollte ich nicht - also dann nach oben. Und als Basisfahrzeug sollte es ein Unimog sein.
Bei der Vebec hatte ich mitgesteigert und plötzlich hatte ich ungewollt für 1500 DM zwei Unimogs . Aus dem Besten von beiden bastelte ich das bekannte Gerät.
Im fahrbaren Zustand sollte der Koffer eintöckig sein , bei Rast aber zweistöckig. Jedoch sollte auch ein Übernachten im eingefahrenen Zustand möglich sein.
Zunächst kappte ich das Dach des Koffers und um die Kofferstabilität zu erhalten schweißte ich einen Rahmen mit 40 x 4 mm Winkeleisen um den oberen Kofferrand mit Krakung nach außen (ergibt zweimaliges Widerlager von oben und von unten bei Hub und Absenkung des Überkoffers )
Den neuen Koffer wollte ich in Schuhschachtelart auf den alten Aufbau stülpen. Also mußte der Orginalkoffer 2 m x 3 m und 1,40 m hoch ,noch entsprechend versteift werden. Damit die beiden Schalen gut gegeneinander zu verschieben waren habe ich dafür das Führerhaus um 5 cm verkürzt.
Der neu zu bauende Koffer wurde eine einfache Konstruktion aus 3 umlaufenden nach innen krakenden Rahmenkonstruktionen ebenfalls 40 x 4 mm. Die beiden oberen Rahmen bildeten den Alkoven mit Schlafraum 4,50 x 2,10 m.
Der untere Rahmen hatte die Funktion im ausgefahrenen Zustand eine Dicht - und Haltefunktion zu übernehmen.(3 m x 2,10m ) Vertikal und horizontal wurden die Rahmen mit Vierkant Rohren 20 x1,5 mm und Winkeleisen verbunden.Gegeneinander abgedichtet wurden die beiden Koffer mit Moosgummi und Industriebürsten (später).
Die Verstrebungen wurden so angebracht ,daß sie als Fenster - und Türrahmen dienen konnten. Dabei wurden sie von außen auf die Rahmen geschweißt damit sie eine 20 mm starke Steroporisolation aufnehmen konnten.
Dann brannte ich Löcher in die Rahmen. Die Ausbuchtungen sollten die Spindeln und Führungen für die Hubkonstruktion aufnehmen.
Als Hubvorrichtug für eine Distanz von mehr als 1,40 m boten sich drei Möglichkeiten an. Hydraulisch ,pneumatisch oder rein mechanisch.
Als nachts arbeitender Student habe ich mich dann für die billigste aber nicht unbedingt problemlosere Variante entschieden. Eine Ketten / Spindelvariation ,welche bis heute einige Veränderungen erfahren hat.
Das nächste mal mehr darüber.
Beste Grüße
Volker

Als Anhang ein Bild der rechten Seite im f a h r b a h r e n Zustand.
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#5 Beitrag von surfjunk » Do 15 Okt 2009 23:34

Ich sehe gerade das dein Oberteil komplett bis unten durchgezogen ist.
Hast du dann Doppeltüren?
Ich bin auf Bilder deines Hubsystems gespannt.

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#6 Beitrag von volker-doc » Fr 16 Okt 2009 08:37

Hallo Orkan ( oder ist dein Vorname anders ?)
Du hast es richtig bemerkt. Doppeltüren bestehen zum Einstieg und zum Balkon. Eine Durchreiche geht zum Fahrerhaus. Die Außentüren werden nach oben geliftet und geben die Türen des Urkoffers frei.
Grüße
Volker

Bild zeigt die hinteren Doppeltüren und dien Einstieg in eingefahrenem Zustand
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#7 Beitrag von surfjunk » Fr 16 Okt 2009 08:50

:D Ja Volker, ich heiße Orkan.

Kennen wir uns aus einem anderem Forum?

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#8 Beitrag von volker-doc » Fr 16 Okt 2009 17:49

Hallo,
habe mir einen Scanner gekauft und werde versuchen alte Aufbaufotos einzustellen. Hier der erste Versuch.
Grüße
Volker
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Bilder von einst

#9 Beitrag von volker-doc » So 18 Okt 2009 21:45

Hallo,
Bild 1 gibt den Urzustand der Wohnkabine wieder
bei Bild 2 ist das Dach abgenommen
in Bild 3 wird der Koffer verstärkt
in Bild 4 wird am oberen Rahmen das Winkeleisen umlaufend angeschweißt
Bild 5 zeigt die Durchreiche zum Fahrerhaus
Rahmenkonstruktion des Aufbaus in Bild 6 und 7
seitliche Führungen in Bild 8 und 9
Aussparungen wie für Spindeln in Bild 10
Schwäbische Grüße
Volker
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Bild1
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Bild 2
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Bild 3

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#10 Beitrag von volker-doc » So 18 Okt 2009 21:51

bin im Einstellen nicht so firm - weitere Bilder
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Bild 4
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Bild 5
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Bild 6

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#11 Beitrag von volker-doc » So 18 Okt 2009 21:56

weiter
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Durchreiche
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Seitenwandführung
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Bild 9

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#12 Beitrag von volker-doc » So 18 Okt 2009 21:57

Bild 10
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Joe
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#13 Beitrag von Joe » Mo 19 Okt 2009 08:35

Hi,

das erste Bild zeigt den stolzen Erbauer beim Austesten der neuen, unsichtbaren Schutzkleidung! :shock: :D
Oder er hat keine und er wollte lediglich die Kosten für das Sonnenstudio sparen.

Bitte nicht ernst nehmen, ignoriere auch oft genug jegliche Vorsichtmaßnahmen, wenn es "mal" schnell gehen muss. :roll:

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#14 Beitrag von volker-doc » Mo 19 Okt 2009 18:14

Hi Joe,
vor 30 Jahren war man eben noch nicht so verpimpelt.
:lol: nette Schraubergrüße :oops:
Volker

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nächster Schritt

#15 Beitrag von volker-doc » Mo 19 Okt 2009 20:45

Auf den Rahmen des alten Koffers schweißte ich 6 Vierkantrohre in denen 6 kleinere Vierkantrohre gleiten konnten. Auf diese setzte ich einen weiteren Rahmen aus Vierkantstahl. In den Rahmen wurde nun
eine Alu-Balsa-Alu - Lufthansa Verladepalette vom Schrott (heute würde ich Alucor nehmen) eingefügt. Diese erhielt einen zweiseitigen Teppichbodenbelag. Die jetzt entstandene Zwischenetage war verstellbar und es entsteht im eingefahrenen Zustand ein Freiraum für Matratzen und Bettdecken. Die jetzt entstandene Zwischenetage ist im oberen Raum Fußboden und für den uneren Raum Decke. In die Zwischenetage wurden noch Durchlasse für den Aufstieg und das Schiebedach gut verschließend und belastbar ausgespart.
Wird nun der neu konstruierte ,äußere Koffer mit Hilfe der Hubvorrichtung hochgefahren und flanscht mit seinem unteren Rahmen gegen den oberen Rahmen des alten Koffers bildet er eine feste gesperrte Verbindung. Mit einem Moosgummibelag und Industiebürsten ist eine relativ gute Abdichtung zu erreichen.
Das Fahrzeug hat nun ausgefahren eine Gesamthöhe von 4,75 m
Der Wohnraum hat eine lichte Höhe von 1,93m
Der erste Stock (Spielwiese 2x3 m) ist 1,45 m hoch
Der Alkoven ist in luftiger Höhe und bildet den zweiten Stock.
Die Fenster ,welche vorher im unteren Raum Licht gaben sind im ersten Stock.
Die Fenster des Urkoffers weden frei und geben im unteren Raum Licht.
Ei Balkon von 2 m x2,25 m (heute aus Alucor ) klappt hinten herunter. Ein Jägerzaun wird aufgeklappt.
Die hinteren Türen werden frei.
Eine Markise wird über den Balkon gespannt.
A l l e s s t a u nt !


Im Bild der Zustand von 1977 mit Kabrio und noch den zu erklärenden Kabelkästen als Kettenführung.
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