Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

Hier geht es um den Eigenbau einer Kabine oder eines Koffers
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mrmomba
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#16 Beitrag von mrmomba » Fr 15 Feb 2019 21:54

Gode_RE hat geschrieben:
Fr 15 Feb 2019 20:13

Ich vermute mal, dass der auf Siebdruckplatten sogar besonders gut hält, weil da ja eine Seite schon ziemlich rauh ist. Mach mal nen Klebeversuch. Andere Kleber wie 521 oder 221 habe ich auch schon verwendet, aber man merkt ganz deutlich den Qualitätsunterschied beim Verarbeiten. Da ist der 552 deutlich komfortabler.
Hallo Gode,

ich lasse mal eben den Klugscheißer hängen:
Sika 521 und 221 (und 221i) sind Dichtstoffe, keine Klebstoffe.
Bzw. Es sind Dichtstoffe mit einer besonders hohen Haftwirkung :-)

Sika 252 und 552 auch wirklich 1K Klebstoffe sind :-D

ich hab jetzt keine Lust in die Datenblätter zu schauen, welche Leistungen die jeweiligen 1K Produkte haben, wichtig ist nur:
Sika 521 und 221i sind UV beständig(er) - 521 hat meine ich auch eine Boot und Salzwasserfreigabe.

Sika 221 ist schon erstaunlich in der Haftleistung - und Gerade für Verblendungen und Klebungen von Eckleisten eigentlich ausreichend (wobei ich 221i) bevorzugen würde:
Zugfestigkeit (ISO 527 / DIN 53504) ca. 1,8 N/mm2 ==> 180N/cm² ~~~ ca 18KG cm²
Reißdehnung (ISO 527 / DIN 53504) ca. 700 %
Weiterreißwiderstand (ISO 34 / DIN 53515) ca. 8 N/mm

Die 221i und 521uv haben ähnliche Werte.

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Gode_RE
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#17 Beitrag von Gode_RE » Sa 16 Feb 2019 02:14

Danke für die Infos. Ich habe damals bei der Festlegung unserer Kleber natürlich auch in den Datenblättern geblättert, und mich deshalb für den Konstruktionskleber 552 AT entschieden. Die anderen Produkte von Sika habe ich bei weniger hohen Anforderungen eingesetzt. Mit dem 552 bin ich sehr zufrieden.

Wer hat denn mal mit anderen Marken Erfahrung? Zum Beispiel Köra?

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nunmachmal
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#18 Beitrag von nunmachmal » Sa 16 Feb 2019 09:29

Nun kann ich nicht vergleichen da ich nur mit Körapur arbeite. Nach den Klebeversuchen von Hardwig blieb mir nichts anderes übrig. :)
Der 2K-Kleber 666/90 ist ein irrer Klebstoff. Gut zu mischen und einfach zum auftragen, lange (45Minunten) offene Zeit. Bei den Klebungen mit Spaltmass habe ich 140 aus der Kartusche eingesetzt. Der geht auch zum verfugen und ist mit knapp über 10€ günstig.

Gruß Nunmachmal
Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube ich mache noch einen.

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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#19 Beitrag von KingWarin » Sa 16 Feb 2019 10:17

Ahoihoi,

zur Dampfbremse:
Ich würde sie wahrscheinlich bei einer Kabine die länger überdauern soll (und vielleicht nachher doch mal mehr genutzt wird als man am Anfang denkt) einbauen, zumal sich die Kosten dafür in Grenzen halten sollten.
Picco hat da schon recht mit dem was er schreibt.
Meine Erfahrung nach ca 9 Monaten Dauernutzung (ohne Dampfbremse) deckt sich da weitestgehend, solange das Belüften gut funktioniert hat hatte ich keine Probleme mit Feuchtigkeit, Sommer war dementsprechend angenehm.
Bei dauerhaftem schlechtem Wetter bzw. Richtung Winter wurde es etwas unangenehmer, ich hab allerdings auch die Heizung nicht angeschlossen.

Die Holzleisten würde ich mit den Siebdruckplatten sofort wieder Verleimen. Wenn das ordentlich gemacht ist hält das Bombig, Anton hat das bei seinem Holzkoffer soweit ich weiß auch so gemacht.
Ich hab die XPS-Platten mit Sika221 auf die Siebdruckplatten gesetzt und auch das Pappelsperrholz als innere Deckschicht hab ich so gesetzt (das Pappelsperrholz ist aber zusätzlich mit Dachpappenstiften befestigt. Hier kann ich inzwischen sagen: das Funktioniert nicht so wie es soll.
Das Sika habe ich nicht vollflächig aufgetragen, aber ich glaube das das keinen unterschied machen würde. Das hält das XPS an Ort und Stelle (also es quietscht nichts), aber wirkliche Haftung ist da nicht, mit 521 bzw 552 hab ich noch keine Erfahrung, lediglich Sika 252 hab ich noch verwendet und ich könnte mir vorstellen das das auch besser funktioniert.
Nachdem ich jetzt schon recht viel Körapur 666 verwendet hab würde ich das XPS aber (vollflächig) mit dem Klebstoff verkleben.

Aluprofile an die Siebdruckplatten (glatte Seite der Siebdruckplatten? die Würde ich vorher anrauhen) entweder auch mit Körapur 666 oder Sika 252 (damit hab ich die GFK-Solarpanelhalter aufgeklebt). Wenn die Aluprofile den Kantenschutz ergeben sollen würde das wahrscheinlich auch mit Sika 221 gehen, wenn Belastung drauf kommt (also die Profile als Befestigungspunkte für irgendwas verwendet werden) ist das natürlich nicht geeignet.

Zu den Plattenstößen kann ich leider nichts sagen wie man es am besten macht, nur meine Variante (vollkommen unbearbeitet, einfach Stoß and Stoß, nachträglich Sika 221 drüber) ist wohl eher Suboptimal.

Gruß
Sven

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Gode_RE
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#20 Beitrag von Gode_RE » Sa 16 Feb 2019 13:46

Zum Thema "Feuchtigkeit" möchte ich auch noch was beitragen: Ich habe 2013 mein erstes Selbstbauprojekt (ein ebenso feuerwehrroter Wohnanhänger) verloren, weil der durch jahrelange Feuchtigkeitsdurchdringung nahezu komplett hinter den Verkleidungen Schimmel angesetzt hatte. Nur zum Teil kam die Feuchtigkeit von außen durch Undichtgkeiten an der Außenhaut - der überwiegende Schimmelbefall war an der Rückseite der Innenverkleidung (Dekorplatten).

Seitdem verbaue ich in meinen Neubauten keinerlei schimmelfähiges Material mehr, also kein HDF, Presspappe, Holz, nicht imprägnierte Textilien oder Teppiche. Und ich dichte alles luft- und gasdicht ab, also glatte PVC-Wände, die sauber verfugt sind, und nur an genau definierten Stellen Abläufe für Wasser und Durchführungen für Luftzirkulation haben. Meine Erfahrung ist, Feuchtigkeit kann man nicht verhindern. Aber man kann verhindern, dass sie unkontrolliert irgendwo hinzieht, dort lange verbleibt und dann Schimmel ansetzt.

Das wird aber nur dann zur Aufgabe, wenn man das Ziel vor Augen hat, was nachhaltiges zu bauen, woran man auch mehr als nur ein paar Jahre Spaß haben will. Die beschriebene Problematik ist eine Langzeitproblematik. Wenn man ein Fahrzeug nur übergangsweise oder für begrenzte Nutzung baut, kann man sich diesen Aufwand sparen. Wobei der gar nicht soo groß ist, denn die Bauweise mit PVC-Sandwichplatten ist nicht nur gewichtsmäßig total attraktiv, sondern aufgrund der dicken Platten spart man sich auch ne Menge an Befestigungs- und Stützkonstruktionen. So bin ich in meinem Mobil fast komplett ohne Schrauben ausgekommen, weil ich einfach alles aufeinander abgestützt und ineinander verkeilt habe, und dann nur noch mit einigen kilo Sika verklebt und verfugt habe. Nur deswegen ging´s auch so rasant schnell mit dem Bau, wie z.B. bei dem Anhänger mit dem Bundeswehrshelter drauf. Die Gesamtbauzeit einschließlich der ganzen Technik war ja von April bis Juni letzten Jahres.

Nette Grüße
Gode

Ronny
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#21 Beitrag von Ronny » Mi 20 Feb 2019 10:28

Hallo Holger,

ich baue gerade ein ähnliches Projekt. Ich habe Sperrholzplatten auf die Filmseite der Siebdruckplatte geklebt. Als Kleber habe ich Epoxidharz eingedickt mit Glasfaserpulver benutzt. Das klebt wie sau, allerdings braucht es über 48Std eine Temperatur von 23°C (Material- und Raumtemperatur).
Ich habe auch noch PU-Leim versucht, hält auch aber nicht so gut.

Der Vorteil vom Eindicken des Epoxidharzes mit Glasfaserpulver ist, daß es weniger läuft und daß es ein wenig spaltfüllend wirkt.

Ich empfehle aber dringend die Sachen beim Profi zu kaufen (ich habe bei R&G gekauft) und nicht das deutlich billigere aber auch schlechtere Harz aus der Bucht.

Viele Grüße,
Ronny

Multivan
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#22 Beitrag von Multivan » Mi 20 Feb 2019 22:19

Oha, danke für die Tipps, aber das verwirrt mich jetzt eher... :shock:

Zur Dampfbremse: ja ihr habt recht. Der Mehraufwand ist nicht weiter wild, wird also eingeplant! :D

Zum Kleber: eindicken? Pulver rein?
Ich hätte gerne am liebsten einen Kleber, für Holzleisten und Isolierplatten!
Wenn nicht ideal von mir aus auch zwei verschiedene Kleber!
gerne auch einen 2K-Kleber!
Aber recht viel was an der Pampe noch ändern, ergänzen,... Oh weia! Nix für mich! :mrgreen:

Vielleicht noch zum mit reinversetzen:
Der Grundrahmen unten, die vier senkrechten Eckstreben und die zwei langen Seiten oben werde ich
aus Alu-Strangpressprofilen machen. Das Material ist mir quasi sehr günstig "zugefallen" und ich habe damit
sehr viel Erfahrung, weil ich davon schon einige hundert lfd. Meter geschäftlich verbaut habe.
Daher auch kürzlich die Frage nach dem Kleber für Alu-Siebdruckplatte....
Die Eckverbindungen unten, die Aufnahmen für die Kurbelstützen und die Verbindung zum Anhänger wird
aus 5 mm Stahlblech gemacht.

Ich habe bis jetzt auf dem Zettel:
Körapur 666 für die Verbindungen Holz-Siebdruck & XPS-Siebdruck !?
Sika 252 für Alu-Siebdruck & sonstiges was so zu kleben wäre !ß

(Sika 221 hätten wir im Gschäffd auch noch ein paar Kartuschen rumliegen die ich höchstwahrscheinlich haben könnte,
da MHD nicht mehr allzu lange....)

Gruß

Holger

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holger4x4
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#23 Beitrag von holger4x4 » Mi 20 Feb 2019 22:31

Das 221 hat ca halb soviel Klebkraft wie das 252. Für einfache Klebungen also voll ausreichend, nur das schmiert viel mehr, zieht Fäden und ist irgendwie lästig zu verarbeiten.
MHD am Ende ist nicht so schlimm, nur irgendwann bekommst du das Zeug nicht mehr aus der Kartusche. Dann brauchts eine extra Portion Spinat :mrgreen:
Gruß, Holger

Bilder meiner alten Kabine hier, und die aktuellen Kabine --> hier
Bild

ThomasFF
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Sika 221 und 252

#24 Beitrag von ThomasFF » Do 21 Feb 2019 11:28

Das Sika 221 ist ein dauerplastisches Dichtungsmittel mit relativ hoher Klebkraft, das also immer etwas nachgiebig bleibt.

Das Sika 252 gehört zu der Klebern, die "steinhart" werden, also voll aushärten. Die letztendliche Klebekraft ist deutlich höher als beim 221, doch ist die Verbindung anfälliger gegen Vibrationen. Aber die müssen schon ziemlich intensiv sein und lang einwirken, ehe die Klebeverbindung nachgibt.
Gruß vom Thomas
PS: Wo ein Trial Truck noch fährt, kann man schon nicht mehr laufen!

Ronny
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#25 Beitrag von Ronny » Do 21 Feb 2019 14:20

Hallo,

ich benutze derzeit 4 verschiedene Arten von Kleber für mein Projekt, je nach Art der zu verklebenden Materialien:

Holz - Holz (Massivholz oder unbehandeltes Sperrholz) -> Weißleim D3
Holz - Holz (geölt oder lackiert oder wenn der Leim spaltfüllend sein soll) -> PU-Leim
Alu auf Alu oder Alu auf ? im Außenbereich -> Sabatack 750XL
Teppich auf ? -> Bonaterm AS BT Kontaktkleber

Das Sabatack nehme ich statt dem SIKA 252 da es deutlich günstiger ist und die gleichen Festigkeitswerte hat.

VG,
Ronny

Multivan
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#26 Beitrag von Multivan » So 10 Mär 2019 20:31

Hallo zusammen,
die letzten Wochen habe ich ein wenig zum "Material und Ideen zusammentragen" genutzt.
Und trotz teilweise fürchterlichen Wetters habe ich mich am WE mal ein wenig drangemacht,
meinen Grundrahmen aus Alu-Strangpressprofilen zusammenzuschrauben.

Der Rahmen ist soweit fertig. In den Zwischenfeldern fehlen noch die Auflagen,
um die 18 mm Siebdruckplatten für den Boden aufzunehmen.
An den Außenecken sind jeweils noch vier aus 5 mm Stahlblech gefertigte Knotenbleche montiert,
die die Hauptverbindungen noch zusätzlich versteifen sollen, und die durch ein Stück Hohlprofil außen
auch die Kurbelstützen aufnehmen werden.
Der Rahmen liegt nun mittels 8 Hart-PVC-Auflagen auf dem Rahmen des Anhängers auf.
Vier davon besitzen einen 30 mm tiefen Absatz, versehen mit 45°-Fasen, so das die Kabine, natürlich
mit etwas Spiel, beim Absetzen formschlüssig auf dem Anhänger zentriert wird, und nicht mehr großartig
verrutschen kann. Nach vorne werden zu diesem Zweck noch zwei größere Anschläge montiert.

Bilder davon reiche ich morgen nach! :D

Auch die Laschen zur Befestigung der Kabine auf dem Anhängerrahmen muß ich noch machen.
Die bekommen wahrscheinlich auch gleich eine Öse spendiert, falls man die Kiste mal kranen müsste.

Zwischenzeitlich waren auch die 9 mm Siebdruckplatten schon da.
Allerdings war da ein ganz schöner "Frosch drin" (So habe wir das beim Blech immer formuliert, wenn sich´s wirft)
Will sagen, die waren allesamt ziemlich krumm! :evil:
Nach eine Telefonat mit meinem Bekannten, der mir mein Holzzeugs immer besorgt, und wiederum ein Gespräch mit dem
Großhändler ergab: " Ach so, ihr hättet die "in gerade" gebraucht?! Das müsst ihr vorher sagen!" :shock:
Dann werden die wohl per Hand ausgesucht. Er hat sie dann zurückgenommen und neue geliefert. Aber auch bei diesen stehen zwei Ecken leicht nach oben?!?
Das ist aber offenbar nicht ungewöhnlich, sagt mein Bekannter, und ja, wir reden hier von Industriequalität!?
Holz halt... :mrgreen:

Ach und einen Bodenbelag hab ich auch schon. In einem anderem Thema hier im Forum hab ich vor kurzem einen
wirklich hochwertigen Vinylboden beschrieben.
Von genau dem Belag sind noch ein paar qm übrig. Ich kann davon was haben. Freut mich, denn er gefällt mir
und ich halte ihn für sehr geeignet für solche Zwecke. Allerdings ist er kein Leichtgewicht.

Und halt, dank User Mobilix hab ich nun sogar schon EIN Seitz-Fenster. :D

Doch nun quält mich bereits eine neue Unsicherheit:
Bis jetzt war für mich der Grundriss klar: die U-förmigen Sitzgruppe (auch zum schlafen) ist vorne.
So wie ich das bei vielen Kleinwohnwägen in der Vergangenheit so gesehen habe. Je links, rechts und vorne ein Fenster
mit 1000 mm Breite für schöne Rundumsicht.
Warum vorne? Ja weil ich es eben immer so gesehen, und scheinbar verinnerlicht hatte.
Und vielleicht weil das Gewicht der sitzenden / schlafenden Personen gleich auf die AHK / bzw. das Stützrad lastet?!
Aber ansonsten?! Mir kommt gerade so in den Sinn ob es nicht vielleicht überlegenswert wäre den Grundriss unzudrehen?!
Wahrscheinlich tue ich mich mit meinem Gespann leichter Rückwärts eine schönere Stellposition zu erreichen, ohne den Hänger von Hand ohne Mover irgendwo hinzumoven.
Angekuppelt hab ich nach vorne ja fast nur die Aussicht auf die Heckklappe meines Autos.

Was meint ihr - welche Vor- und Nachteile haben Bug- oder Hecksitzgruppe bei einem "Wohnanhänger"?

NOCH kann ich den gesamten Grundriss noch problemlos umschmeißen!

Edit 11.3.19: Fotos hochgeladen...

Gruß

Holger
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Zuletzt geändert von Multivan am Mo 11 Mär 2019 11:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#27 Beitrag von Varaderorist » So 10 Mär 2019 20:57

Beim Wohnanhänger ist der wesentliche Planungsgrundsatz, dass die späteren Gewichte (einschl. vorgesehener Ladung) in erster Linie auswogen zwischen vorne und hinten verteilt sind und dann noch möglichst mittig und möglichst tief angeordnet sind.
Wenn das bei dem von Dir vorgesehenen Grundriß mit Hecksitzgruppe passt, ist alles ok. Aber üblicherweise wird ja dort unter den Sitzbänken am meisten zugeladen, sodass dann der Schwerpunkt weit hinten liegt und die notwendige Stützlast möglicherweise nicht erreicht wird.
Prüfe also unbedingt vorher die Gewichtssituation.
Gruß vom Niederrhein
Michael

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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#28 Beitrag von Multivan » Di 12 Mär 2019 07:36

Danke für den Hinweis, damit hast Du natürlich recht.

Das muß ich wohl in beide Richtungen, also egal ob Sitzgruppe vorne oder hinten, mal berechnen. :roll:
Der Teil mit der Sitzgruppe, und den geplanten Oberschränken, wird wohl beladen definitiv schwerer als die andere Seite werden,
wobei ich von den jeweiligen Außenkanten jeweils "nur" max. 1,5 m bis zur nächsten Achsmitte habe.
Batterie(n), schweren Geldschrank und alles weitere dieser Art könnte ich also leicht auf bzw. hinter eine der Achsen einplanen.
Die gegenüberliegende Seiten beinhaltet bisher nur geplant den Eingangsbereich, das Miniklo und eine Miniküche.
Vielleicht sollte ich zur besseren Gewichtsverteilung doch über einen Kachelofen und eine Zapfanlage in diesem Bereich nachdenken... :mrgreen:

Gibt es aus Eurer Sicht noch weitere Vor-/Nachteile für Bug- oder Hecksitzgruppe?!

Gruß

Holger

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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#29 Beitrag von mrmomba » Di 12 Mär 2019 10:04

Hallo,

Ich kann dir keine vor und Nachteile nennen, sofern du bei der Beladung halt ausgeglichen bleibst.
Sonst gehört der Nachteil eindeutig der Hecklastigkeit zugeschrieben. Wenn du alles schwere im vorderen Dreieck ( Achse - Anhängerkupplung) rein bekommst dann ist aber Alles palletti. PS:
Achte auch darauf keine Wippe zu bauen- sprich die schwersten Sachen nach ganz vorne und ganz hinten. Das waren damals Tipps zur Beladung, die ich von ThomasFF und JmE bekommen habe. Beim Bau spielt das aber ebenso eine Rolle.

https://m.youtube.com/watch?v=18-eXStOQDw

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Gode_RE
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Re: Projektname „Ragnhild“, Absetzkabine auf Anhänger Teil 2

#30 Beitrag von Gode_RE » Di 12 Mär 2019 10:40

Hallo,

bei einer Frontsitzgruppe vorne hast Du im angekoppelten Zustand immer den Blick auf das Zugfahrzeug. Wenn´s höher ist, wäre der Blick nach vorne somit schon mal verstellt. Nach hinten hast Du immer den Blick zu allen drei Seiten frei.

Bei einer Hecksitzgruppe hast Du zwar den Blick stets zu allen drei Seiten frei, die Frage ist aber, ob der Blick schön ist. Üblicherweise rangiert man einen Wohnwagen rückwärts in eine Campingparzelle, dann ist der Blick manchmal nach hinten durch Hecken verstellt - oder man hat "freie Sicht auf die direkte Nachbarschaft". Das kann das Führerhaus von dem direkt hinter Dir parkenden LKW oder Wohnmobil sein, wo man Dir / Euch dann durch deren riesige Frontscheibe direkt auf den Frühstücksteller guckt.

Wir hatten uns in unserer Wohnwagen-Ära daher stets für Frontsitzgruppen entschieden, auch wenn der Blick durch das Zugfahrzeug eingeschränkt war. Auch noch aus dem anderen Grund, dass wenn man in der Sitzgruppe mit 1-2-3-4 Personen sitzt, die Belastung von 60-280 kg entweder durch das Bugstützrad abgefangen wird, oder durch die angehängte Kupplung. Wäre die Sitzgruppe hinten, würde der Wohnanhänger stets wippen und wackeln beim Aufstehen und Umherlaufen. Dann müsste man grundsätzlich Stützen ausfahren, wenn man nicht seekrankk werden will.

Und ein höchst subjektiver Grund war, dass wir auch vom Orientierungsgefühl "in Fahrtrichtung" sitzen wollten. Aber das ist sehr subjektiv.

Nette Grüße
Gode

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