US Ford Transit 4x4

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Urs
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Re: US Ford Transit 4x4

#16 Beitrag von Urs » Mi 17 Apr 2019 03:26

Hallo Wolfgang,

Ich hab da auch noch nie ein US-Doka-Transit gesehen. Doka gibt es meines wissens nur den F150 und die grösseren F-Brüder plus den Ranger. Transit hab ich bisher nur den Van, den Chassis Cab (Einzelkabine) und den Cutaway (auch Einzelkabine aber ohne Rückwand) gesehen.
Aber guck mal unter www.ford.com, dann auf shop und auf build and price. Dort kannst du alle Modell-Varianten virtuell zusammensetzen. Motoren scheint es für den Transit ein 3.7l 6 Zylinder und für gut 6000$ mehr ein Diesel Reihen 5-Zylinder mit 3.2l zu geben.
Details zu den Abmessungen (vermasste Zeichnungen), Gewichten und zum Teil auch zu den Motoren der US-Ford comercial vehicles findest Du unter https://www.fordbbas.com/home . Da gibt es auch Aufbaurichtlinien und Tonnen von weiteren Infos. Man kann sogar 3D-Daten bestellen...ob die das nach Europa schicken müsste man mal ausprobieren, die Chancen stehen nicht so schlecht wie man vielleicht meinen könnte...zumindest GM-USA hat mir zu meinem Erstaunen auch schon Fragen zum Umbau meines Autos zum Womo beantwortet.
Das ist das schöne an den US-Fahrzeugen, einfach im Netz nach der bevorzugten Marke und entweder upfitter oder bodybuilder suchen und schon findet man die entsprechenden Daten direkt vom Hersteller. (Bei GM wäre das gmupfitter.com aber das nur am Rande.)

Aber ein F150 würde dir auch gut stehen ;)
Wegen der Höhe: Wo siehst Du die Bedenken zwischen 3.25 zu 3.50m? Ich bin ja bei 3.05m oder so. Würde ich heute auch tiefer bauen, aber da rede ich von 2.80 oder besser noch 2.50m. 3.05 ist grad so ein blödes Mass für die Französischen Autobahnen...ab 3.00m Höhe wird es teurer und da das alles elektronisch gemessen wird kann man auch nicht mit der Kassiererin was verhandeln. Aber z.B bei Fähren Richtung norden war die Höhe zumindest vom Preis her nie ein Thema, egal ob 3.05 oder 4m Höhe wäre es gleich teuer geworden.

Gruss
Urs
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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: US Ford Transit 4x4

#17 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Mi 24 Apr 2019 10:24

Hi Urs,

erstmal wird mein T5 noch einige Zeit die Kabine tragen. Aber irgendwann wird etwas Neues kommen müssen, immerhin ist der Bus schon 12 Jahre alt und die Elektronik wird irgendwann den steigenden Ast der 'Badewannenkurve' erreichen, sprich fehleranfälliger werden.
Die Maße Kabinenvorderwand/Hinterachse und Kabinenboden/Alkovenboden sind bestimmend für die Auswahl des Basisfahrzeugs, und da bekomme ich beim F150 25cm Luft zwischen Fahrerhausdach und Alkovenunterseite, beim Transit fehlen ein paar Zentimeter. Da der Alkoven schon 1m lichte Höhe besitzt, wird der Aufbau auf dem F150 noch wuchtiger wirken: die Kabinenoberkante liegt dann so etwa 140cm über dem Dach des Fahrzeugs - optisch alles andere als nett, und der Schwerpunkt rutscht sehr nach oben...

Aber ich habe ja noch Zeit, suche aber schon einmal prophylaktisch nach Alternativen - die dann auch möglichst weltweit bekannt sein sollten.

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang
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Urs
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Re: US Ford Transit 4x4

#18 Beitrag von Urs » Do 02 Mai 2019 00:28

Hallo Wolfgang,

Der "steigende Ast der Badewannenkurve" find ich geil :mrgreen: :lol:

Ja, bei 25cm Luft wird es etwas blöd das anzupassen, aber bei ein paar cm beim Transit müsste doch was machbar sein mit Unterlagen unter der Kabine? Als ich mein Basisfahrzeug gesucht habe war übrigens der damalige Transit auch in der Schlussentscheidung noch auf der Liste. Es wäre das Vernunft-Fahrzeug gewesen. Wie Du ja weisst hab ich mich dann schlussendlich doch für die unvernünftigere Alternative entschieden und es bisher nie bereut ;)

Das Thema "Weltweit bekannt" war mal auch bei mir ein Kriterium. Dann war ich mit ein paar Leuten in Australien unterwegs. Ich im Australischem Landcruiser. Ein weiteres Fahrzeug in der Gruppe war ein von Europa eingeschiffter Landcruiser. An diesem ging das Zündschloss kaputt. Kein Problem...Australien ist ja Landcruiser-Land...nur blöd dass die Fahrzeuge dann doch ganz unterschiedlich waren (Links vs Rechtslenker, 12V vs 24V usw). Lange Rede kurzer Sinn: Der Schalter musste von Europa eingeflogen werden was fast 2 Wochen dauerte (würde heute für den entsprechenden Obulus wohl auch schneller gehen). Für die Zeit haben wir uns in "Wie bastle ich mir ein Zündschloss im Busch" geübt ;)
Seit dieser Geschichte hab ich mich davon verabschiedet ein Fahrzeug finden zu können wofür es auf der ganzen Welt Ersatzteile und geschultes Personal welches das auch reparieren kann gibt. Inzwischen sind für mich folgende Kriterien wichtiger:
-Ersatzteile müssen problemlos auch in ein paar Jahren Online bestellbar sein, den Rest macht DHL, halt je nach Zeit die zur verfügung steht für etwas mehr oder etwas weniger Geld. (damit kommen eigentlich nur Grosserienfahrzeug in Frage und es fallen alle Exoten wie z.B den Duro usw. flach)
-Es muss eine Community geben welche einem in der Not auch mit Tips und Tricks helfen kann. (auch das ist bei einem Grosserienfahrzeug eher der Fall)
-Es darf nicht sein dass man im Notfall auf eine einzelne Person angewiesen ist (somit fällt z.B. der Bremach flach)
-Da man bei den heutigen Fahrzeugen eh nicht mehr um Elektronik drum herum kommt muss es dafür ein brauchbares und zahlbares Diagnosegerät geben welches auch etwas mehr als die paar standard OBDII-Parameter vom Motor auslesen kann (da wäre Ford nicht das schlechteste, da gibt es sehr mächtige Tools für wenig Geld oder sogar -ganz legal- für lau). Der Mech hinter Busch 792 wird ziemlich sicher keins haben welches auch mein Fahrzeug auslesen kann.
-Es müssen die kompletten Werkstatthandbücher für mich als Privatmensch verfügbar sein.
Damit und mit ein bisschen guten Willen mich in die Technik meines Fahrzeugs einzuarbeiten hab ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Zugegeben, wenn man nicht gewillt ist sich unters Fahrzeug zu legen, und sei es nur um zu schauen welches Teil man genau bestellen muss damit der Mech vor Ort das tauschen kann, könnte es schon schwieriger werden. Aber das sind nur meine Erfahrungen und muss nicht für die Allgemeinheit gelten.

Gruss
Urs
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Leerkabinen-Wolfgang
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Re: US Ford Transit 4x4

#19 Beitrag von Leerkabinen-Wolfgang » Do 02 Mai 2019 15:06

[oberlehrermodus an]

Hinweis zur 'Badewannenkurve':
Zu Beginn einer Produktlebensdauer gibt es relativ viele Ausfälle, weil der Serientest meist noch nicht ausgereift ist und fehlerhafte Bausteine nicht - bzw. erst beim Kunden - erkannt werden. Mit Verbesserung der Testabdeckung aufgrund von Rückmeldungen aus dem Feld werden immer weniger fehlerhafte Bauteile 'ins Leben entlassen', man erreicht den Boden der Badewanne. Die Bauteile altern dann, aber ohne auszufallen. Irgendwann setzt der Zahn der Zeit (u.a. die Hintergrundstrahlung) den Bauteilen zu, die Fehlerhäufigkeit wächst wieder - der 'aufsteigende Ast' der Badewannenkurve...

[oberlehrermodus aus]

Viele Grüße
Leerkabinen-Wolfgang


P.S.: auch nicht verbaute elektronische Bauteile altern, so daß ein Steuergerät, das man nach 20 Jahren einbaut, evtl. bald danach schon wieder zum Teufel ist. Steuergeräte etc. auf Lager zu legen, verlängert die Fahrzeuglebensdauer deshalb nicht mit Sicherheit!
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08.- 10. Mai 2020: Leerkabinen-Treffen
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